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Rote Rosen, grüner Strom:

Nachhaltige Blumenzucht in Kenia

Der Muttertag steht vor der Tür und der Verkauf von Blumen schnellt für einen Tag in die Höhe. Doch in den vergangenen Jahren wurden kritische Stimmen lauter, die sich zur Nachhaltigkeit von Schnittblumen äußern. Sogar eine Slow-Flowers-Bewegung, die sich ganz dem nachhaltigen Blumenanbau verschrieben hat, ist entstanden. Eine Lösung zum anstehenden Muttertag ist daher der Kauf nachhaltig angebauter Blumen. Zentrales Merkmal: eine CO2-neutrale Stromversorgung. Nicht selten steckt dahinter Know-how aus Deutschland. 

© Simbi Roses
Wo kommen unsere Blumen her?
Nur wenige der in Deutschland verkauften Schnittblumen stammen aus lokalem Anbau, was gerade im deutschen Winter keine große Überraschung ist. Ein großer Teil der Blumenimporte kommt aus den benachbarten Niederlanden, doch auch Nicht-EU-Länder sind große Blumenexporteure. Einer der größten ist Kenia. Aus dem ostafrikanischen Land wurden laut Statista in 2021 etwa 336,05 Millionen Rosen nach Deutschland importiert. Doch oft leidet die Umwelt unter dem Anbau und die Angestellten unter schlechte Arbeitsbedingungen auf den Rosenfarmen. Eine Lösung: das Fairtrade-Siegel. Dieses sichert gute Arbeitsbedingungen vor Ort und verbietet besonders gefährliche Pestizide, wodurch der Anbau der Schnittblumen sicherer für die Beteiligten und besser für die Umwelt wird. Wem also die Nachhaltigkeit der Blumen am Herzen liegt, der sollte beim Kauf auf das Fairtrade-Siegel achten. 

Nachhaltiger Anbau in Kenia
© Simbi RosesImmer mehr Blumenfarmen in Kenia setzen für ihre Betriebe auf Solarstrom aus eigenen Solaranlagen. So auch Zena Roses, eine Gruppe von drei Fairtrade-zertifizierten Blumenfarmen in Kenia, die Blumen an internationale Kunden in Europa, Australien, dem Mittleren Osten und Russland exportiert und über 1.000 Mitarbeitende beschäftigt. Auf ihrer Farm nahe Eldoret im Westen Kenias werden auf 45 Hektar Rosen, Sprührosen, Chrysanthemen und Schleierkraut gezüchtet. Rund 400 Solarmodule mit einer Leistung von insgesamt 180 kWp versorgen die Farm mit der notwendigen Elektrizität. Die erzeugte Solarenergie ist komplett für den Eigenbedarf gedacht und wird nicht ins Stromnetz eingespeist. 

In der Nacht oder an bewölkten Tagen, wenn nicht genug Solarenergie produziert wird, bezieht die Farm weiter Strom aus dem Netz. Basierend auf den historischen Verbrauchszahlen kann Zena Roses mit der Anlage durchschnittlich rund 172 Tonnen CO? im Jahr einsparen. Durch die Solaranlage wirkt das Unternehmen nicht nur aktiv dem Klimawandel entgegen, sondern macht sich auch unabhängig von Energiepreisschwankungen. Dadurch sichert die Farm wichtige Arbeitsplätze und stabilisiert die Zukunft der lokalen Community. 

Ermöglicht wurde die Finanzierung der Solarprojekte durch Crowdinvestor:innen aus Deutschland. Denn in Schwellenländern ist es für lokale Unternehmen oft schwierig über Banken an das nötige Kapital für eine PV-Anlage zu gelangen. So können Privatpersonen aus Deutschland durch ihr Investment aktiv zu einer nachhaltigen Aufzucht in Kenias Blumenfarmen beitragen.

Erneuerbare Energien für steigendes Wirtschaftswachstum
Speziell in Schwellenländern, in denen die Wirtschaft stark anwächst, macht eine unabhängige Stromerzeugung einen besonders großen nachhaltigen Unterschied. 
Zum einen bremsen hohe Stromkosten häufig das Wachstum lokaler Unternehmen, zum anderen sind viele der Schwellenländer, aufgrund der Nähe zum Äquator und vieler Sonnenstunden, optimale Standorte für Solaranlagen.

So entstehen perfekte Rahmenbedingungen für den Ausbau erneuerbarer Energien, wie Solar, die der Wirtschaft bei stetig steigendem Energiebedarf ein nachhaltiges Wachstum ermöglichen. Am Ende profitiert sowohl die Umwelt durch weniger Kohlenstoffdioxid-Emissionen von Solarenergie in Schwellenländern, als auch die Unternehmen, bei denen die Solar-Projekte umgesetzt werden. Sie sparen durch die unabhängige Energieversorgung Stromkosten ein und haben mehr Zeit, sich auf ihr Wachstum zu konzentrieren. Dadurch kann besser expandiert werden, was die heimische Wirtschaft ankurbelt und eine bessere Lebensgrundlage für Geschäftsinhaber:innen und Mitarbeitende schafft.

Mit dem Kauf von nachhaltigen Blumen, zum Beispiel aus Fairtrade-Anbau, macht man also wirklich einen echten Unterschied. Nicht nur unterstützt man Menschen und Unternehmen, die sich aktiv gegen den Klimawandel einsetzen, sondern sichert auch faire Arbeitsplätze in Schwellenländern wie Kenia. 

Fairtrade Blumen Deutschland 
  • Etwa 80 Prozent der in Deutschland verkauften Blumen sind importiert
  • Auf fairtrade-zertifizierten Blumenfarmen gelten klar definierte soziale und ökologische Standards
  • Verbesserung von Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten
  • Zertifizierung für Schnittblumen, fertig kultivierte Pflanzen, Jungpflanzen und Stecklinge
  • Absatz von Fairtrade-Blumen in Deutschland steigend (über 500 Millionen Stiele in 2020)

Martin Baart ist Experte für erneuerbare Energien mit über 17 Jahren Erfahrung in der Solarenergie-Branche. Der CEO des Solar-as-a-Service-Anbieters ecoligo verbrachte bereits einige Zeit seines Lebens in Schwellenländern wie Ghana und kennt die dortigen Arbeitsbedingungen sowie Auswirkungen der Klimakrise in ihren verschiedensten Formen.

Lifestyle | LOHAS & Ethischer Konsum, 01.05.2022
     
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