Garten-PV - Der Mini-Solarpark fürs Eigenheim

Start des Bürgerforschungsprojekts "Deutschland rettet Lebensmittel"

Ziel ist die Entwicklung von Lösungen, um den Anfall von Lebensmittelabfällen in Privathaushalten zu reduzieren

Anlässlich des Tages der Lebensmittelverschwendung am 2. Mai startet im Rahmen von Zu gut für die Tonne! des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ein Bürgerforschungsprojekt zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung in deutschen Haushalten. Verbraucher:innen werden aufgerufen, mit einem Küchentagebuch eine Woche lang die eigenen Lebensmittelabfälle zu messen, Ursachen für Lebensmittelabfälle auf den Grund zu gehen und Maßnahmen zu erproben, die Lebensmittelabfälle reduzieren können.

In der ersten Phase des Projekts können die Teilnehmenden eine Woche lang festhalten, welche und wie viele Lebensmittelabfälle bei ihnen zuhause täglich entstehen. © herb007, pixabay.comWie vermeiden wir Lebensmittelabfälle im privaten Haushalt? Welche Mengen lassen sich reduzieren? Welche Maßnahmen sind wirksam? Diesen Fragen gehen Wissenschaftler:innen der TU Berlin, des Ecologic Institute und von Slow Food Deutschland e.V. im Citizen Science Projekt nach, das im Rahmen des Dialogforums private Haushalte durchgeführt wird. Die Bürger:innen werden selbst zu Forschenden: Sie dokumentieren ihre eigenen Lebensmittelabfälle zunächst mithilfe eines digitalen Küchentagebuchs und überprüfen anschließend, mit welchen Maßnahmen und Hilfsmitteln sie diese am besten reduzieren können. Durch ihre Teilnahme helfen sie dem Forschungsteam dabei, wertvolle wissenschaftliche Daten zu gewinnen und Lösungen zu entwickeln, um in Privathaushalten Lebensmittelabfälle zu reduzieren.

Der Tag der Lebensmittelverschwendung markiert symbolisch den Tag im Jahr, ab dem die seit Anfang des Jahres für Deutschland produzierten Lebensmittel statistisch nicht mehr in der Tonne, sondern auf dem Teller landen und verwertet werden. Rund die Hälfte aller Lebensmittelabfälle in Deutschland entstehen dem Thünen-Institut zufolge in Privathaushalten.

Alle können mitmachen!
Das Projekt richtet sich an Privatpersonen - je diverser die Teilnehmenden, desto besser: Alle Interessierten sind aufgerufen, mitzumachen und das Forschungsprojekt zu unterstützen. Vorwissen ist dabei nicht erforderlich, lediglich ein internetfähiger Computer oder ein Smartphone.

Phase 1: Bürger:innen dokumentieren Küchenabfälle
In Phase 1 können sich Interessierte ab dem 02. Mai ganz einfach online zum Projekt anmelden. Dann erhalten sie einen ersten Fragebogen und das digitale Küchentagebuch, in dem die Teilnehmenden eine Woche lang festhalten können, welche und wie viele Lebensmittelabfälle bei ihnen zuhause täglich entstehen. Welche Woche sie zur Dokumentation auswählen, können sie dabei selbst entscheiden.

Phase 2: Aktionen werden ausgewählt und ausprobiert
Die 2. Phase startet gleichzeitig mit der bundesweiten Aktionswoche Deutschland rettet Lebensmittel! vom 29. September bis 06. Oktober 2022. In dieser Zeit finden die Teilnehmenden auf der Website von Zu gut für die Tonne! spannende Aktionen, die dabei helfen sollen, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Ob alleine oder zusammen mit Familie und Freundeskreis - die Teilnehmenden suchen sich selbst aus, welche Aktion sie am meisten interessiert und setzen sie dann im Alltag um.

Phase 3: Bürger:innen dokumentieren ein zweites Mal und helfen dabei zu erforschen, welche Maßnahmen geeignet sind, um Lebensmittelabfälle in der eigenen Küche zu reduzieren
In Phase 3 dokumentieren die Teilnehmenden erneut eine Woche lang die zuhause entstehenden Lebensmittelabfälle. Ein kurzer Fragebogen zu den eigenen Erfahrungen rundet die Erhebungen ab. Die Auswertung dieser Daten durch die TU Berlin wird zeigen, welche Ansätze und Tools Menschen motivieren und dazu befähigen, Lebensmittelabfälle zu reduzieren.

Alle, die am Citizen Science-Projekt teilnehmen, können Preise gewinnen. Das Dialogforum verlost als Dankeschön fürs aktive Mitforschen zum Beispiel ein Wochenendtrip mit Kochkurs.

Weitere Informationen rund um das Projekt finden Sie auf der Website von Zu gut für die Tonne!

Hintergrund
Jährlich fallen in Deutschland entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette rund zwölf Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an, sechs Millionen davon allein in Privathaushalten. Ziel der Bundesregierung ist es, Lebensmittelverschwendung entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette zu reduzieren - wo möglich mit verpflichtenden Zielvorgaben. Auch die Erforderlichkeit gesetzlicher Änderungen wird abgewogen.

Das BMEL entwickelt unter anderem die Nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung weiter, in der die gesamte Lebensmittelversorgungskette in die Pflicht genommen wird, Maßnahmen zur Reduzierung umzusetzen. Ziel ist es, bis 2030 die Lebensmittelabfälle in Deutschland zu halbieren.

Wie Verbraucher:innen die Lebensmittelverschwendung reduzieren können, zeigt Zu gut für die Tonne! bereits seit 2012. Zu gut für die Tonne! entwickelt konkrete Aktivitäten und Maßnahmen, die die Reduzierung der Lebensmittelverschwendung für Privatpersonen einfacher und selbstverständlich machen. Ziel ist es, sowohl ein Umdenken als auch eine langfristige Verhaltensänderung im Alltag zu erreichen.

Kontakt: Zu gut für die Tonne! | kontakt@zugutfuerdietonne.de | www.zugutfuerdietonne.de


     
        
Cover des aktuellen Hefts

Frau Reiche – es reicht!

forum 03/2026

  • Resilienz
  • Klimafinanzierung
  • Wald
  • Startups
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
24
JUN
2026
Woche des Wasserstoffs 2026 (#WDW2026)
Wasserstoff verbindet
deutschlandweit, 20.-28.06.2026
30
JUN
2026
Circular Tech Hub
Europe’s Largest Tech, Startup & Digital Investment Event
14055 Berlin
28
SEP
2026
Zertifikatskurs „Sustainability Management“
Wir verbinden Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit!
95447 Bayreuth
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Bildung

Spielerischer Wettbewerb oder klassischer Wettkampf?
Christoph Quarchs philosophischer Blick auf die Bundesjugendspiele
B.A.U.M. Insights
Garten-PV - Den besten Stromtarif gibt es im Garten.

Jetzt auf forum:

Schulwettbewerb: Junge Menschen setzen Zeichen gegen Desinformation

Hinaus in die Wildnis!

„Healthy Planet × Healthy People × Healthy Business"

Wann steht Defense, Sicherheit & Resilienz auf Ihrer Agenda?

The smarter E Award 2026

Waldbrandgefahr steigt rasant

COP31 Presidency opens London Climate Action Week with call to accelerate electrification

Neue Regeln, europäische Perspektive.

  • Global Nature Fund (GNF)
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • SUSTAYNR GmbH
  • Engagement Global gGmbH
  • TÜV SÜD Akademie
  • 66 seconds for the future
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • ZamWirken e.V.
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • NOW Partners Foundation
  • WWF Deutschland