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Nachhaltig wirtschaften, nachhaltig ausbilden:

Warum Wissen um CSR mittlerweile unerlässlich ist

Corporate Social Responsibility ist wichtiger denn je. Und um diesen Bereich künftig noch stärker im Unternehmen verankern zu können, ist Wissen um diese Disziplin gefragt. Ausbildungen, die sich mit diesem Spannungsfeld beschäftigen, sind daher unerlässlich. 

© Akil Mazumder, pexels.comBewusster mit Ressourcen und der Umwelt umgehen, nachhaltig wirtschaften oder eben Corporate Social Responsibility (CSR) – mittlerweile gibt es viele Schlagwörter und Umschreibungen für eine Entwicklung, die von einer Randerscheinung zum Gebot der Stunde avanciert ist: Es geht um die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen. Das heißt: Immer mehr Firmen integrieren soziale Belange und Umweltbelange in ihre Unternehmertätigkeit und in die jeweiligen Wechselbeziehungen mit Kooperationspartnern, Interessensgruppen und Kunden. Und das müssen sie auch: Denn obwohl CSR nach wie vor weitgehend als freiwilliger Akt angesehen wird, so zeigen Studien, dass Konzepte, die sich mit diesem Thema befassen, mehr und mehr zur Pflicht werden: Damit leisten Unternehmen nicht mehr nur einen Beitrag zu einer besseren Welt, sondern es geht auch um die damit einhergehende Reputation, das Positionieren des eigenen Unternehmens als nachhaltiger Player oder attraktiver Arbeitgeber. Mit anderen Worten: Wer sich nicht um CSR kümmert, findet sich heutzutage schnell am Abstellgleis wieder. Insbesondere Millenials gelten als werteorientierter und ethisch anspruchsvoller als die Generationen zuvor. Doch die Werteverschiebung ist mittlerweile – nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie – in der gesamten Gesellschaft spürbar. So legte das österreichische Institute for Social Research and Consulting Ogris & Hofinger GmbH, kurz SORA, kürzlich folgende Zahlen offen: Laut einer Studie wünschen sich 83 % aller Befragten mehr Engagement der Unternehmen für die Bevölkerung und die Umwelt. 78 % gaben darüber hinaus sogar an, Produkte bestimmter Firmen aufgrund moralischer Bedenken nicht zu kaufen. In Deutschland ist die Situation ähnlich. 

© sevenstorm_juhaszimrus, pexels.com
Erste Bemühungen, aber noch Luft nach oben 
Doch obwohl das Thema gesamtgesellschaftlich betrachtet stetig an Bedeutung gewinnt, hinken viele Wirtschaftsbereiche den Ansprüchen der Kunden und Interessensgruppen noch immer nach. Zwar beschäftigt sich auch die Europäische Union seit dem Jahr 2000 mit diesem Spannungsfeld, was zu einem weitreichenden Informationsaustausch geführt hat, doch viele kritische Punkten konnten bislang nach wie vor nicht systematisch diskutiert werden. Die Europäische Kommission fordert inzwischen Unternehmen auf, bei der Entwicklung eines CSR-Ansatzes eines von drei Regelwerken als Leitlinie heranzuziehen: den ISO-Standard-26000-Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung, den globalen Paket der vereinten Nationen oder die OECD-Richtlinien für multinationale Unternehmen. Das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit weist in diesem Zusammenhang auf die Tatsache hin, dass CSR zwar natürlich ein wichtiges Thema für die Bundesregierung sei, hierzulande allerdings bereits eine große Regelungsdichte, z.B. in Hinblick auf Umweltstandards, vorherrsche. Somit bleibe für zusätzliches Engagement weniger Spielraum als etwa in anderen Ländern. Die gute Nachricht: In Summe gibt es mittlerweile einige Aktivitäten zur Förderung von CSR, viele davon wurden allerdings ursprünglich ohne direkten Bezug dazu initiiert. Viele Bemühungen, Standards und Normen im Bereich Umwelt- und Naturschutz, Verhaltenskodizes oder Arbeitsrecht sind daher zwar als positiv zu bewerten, stehen aber nur indirekt im Zusammenhang mit CSR. 

Mode- und Lebensmittelbranche hinken nach 
Deutschland steht hierbei bei vielem also noch am Anfang der Debatte und auch bei den deutschen Unternehmen ist in puncto CSR noch Luft nach oben. Doch allzu lange warten sollte man mit entsprechenden Maßnahmen nicht mehr, denn eine Studie des IFH Köln zeigt, dass der Megatrend Nachhaltigkeit das Potenzial hat, den Handel erneut und nachhaltig zu verändern. Die Studie verrät, dass 2020 80 % der befragten Konsumenten bewusst auf etwas verzichtet haben. 43 % davon nannten wiederum einen nachhaltigeren Lebensstil als Hauptgrund hierfür. Vor allem Frauen liegen Nachhaltigkeit und Umweltschutz so sehr am Herzen, dass sie ihr Leben verstärkt danach ausrichten wollen. Welche Branche in Sachen Nachhaltigkeit punkten kann und wo noch der größte Handlungsbedarf besteht, das offenbarte wiederum der CSR-Index des IFH Köln. Hierbei schnitten vor allem die Mode- und Lebensmittel-Branche schlecht ab. Zu den Unternehmen mit den besten Bewertungen gehören Alnatura, DM, Jack Wolfskin, Segmüller, notebooksbilliger.de, Bauhaus oder Peek & Cloppenburg. 

Durchhaltevermögen und umfassendes Konzept 
Wer auf den CSR-Zug aufspringen möchte, braucht in jedem Fall nicht nur ein ausgeklügeltes Konzept, sondern auch einen umfassenden Ansatz und das nötige Durchhaltevermögen. Denn wer sich zum Beispiel nur einseitig auf einen Wert, wie soziales Engagement oder Umweltstandards einer Lieferkette, konzentriert, alles andere jedoch außer Acht lässt, kann sogar rote Zahlen schreiben. Und messbar werden die meisten positiven Effekte dieser Maßnahmen oft erst nach einigen Jahren. Zu diesem Fazit kommt eine Untersuchung der Boston Consulting Group (BSG). Auf der anderen Seite können CSR-Konzepte Unternehmen Türen zu neuen Märkten öffnen oder Mitarbeiter anlocken. 

© Andrea Piacquadiof, pexels.com
Wissen in Ausbildung integrieren
Egal, ob nun im kleinen oder großen Stil, und egal in welcher Branche, wer das Thema vorantreiben will – und das ist, wie veranschaulicht, mittlerweile keine Frage des Wollens mehr –, braucht das nötige Know-how. Ausbildungen, die sich mit dem Thema CSR beschäftigen, sind daher wichtig – ja mehr noch: Wer später im unternehmerischen Bereich Fuß fassen möchte, kommt daran im Grunde genommen nicht mehr vorbei. Darauf reagieren immer mehr Hochschulen, Universitäten, Ausbildungseinrichtungen und Fortbildungsinstitute. Oft wird dieses Wissen nach einem allgemeinen wirtschaftlichen Bachelorstudium oder einer wirtschaftlichen Basisausbildung erworben. So gibt es zum Beispiel an der Fachhochschule Wiener Neustadt Campus Wieselburg den Masterstudiengang „Green Marketing", an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg den Masterstudiengang „Business and Social Impact" oder an der Technischen Universität Dresden den Masterstudiengang „Business Ethics and Responsible Management". 

Wirtschaft | CSR & Strategie, 21.04.2022
     
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