WeiterGebenOrg bringt gebrauchte Möbel wieder in den Kreislauf - für den guten Zweck

Bei Schulmöbeln ist das Sozialunternehmen bereits Marktführer in der Europäischen Union

In Deutschland landen jährlich Millionen gebrauchter Möbelstücke auf dem Sperrmüll. Und das, obwohl sie noch in gutem Zustand sind. Die Initiative WeiterGebenOrg hat sich zum Ziel gesetzt, diese Verschwendung auf ein Minimum zu reduzieren und bietet Firmen und öffentlichen Einrichtungen mit der Vermittlung von Möbelspenden eine Alternative zum Sperrmüll. Gemeinnützige Vereine und Einrichtungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz werden über einen eigenen Newsletter über lokal und regional verfügbare Möbelspenden informiert. Auf diese Weise erhalten nicht mehr benötigte Hotel-, Gastro-, Schul- und Büromöbel ein zweites Leben. Bei einem Wettbewerb im Rahmen des Interreg Central Europe Projekts "CE-RESPONSIBLE" wurde das Social Start-up als eines von 10 Unternehmen mit innovativen Ideen zur Zusammenarbeit mit etablierten Unternehmen (Corporates) ausgewählt.

WeiterGebenOrg - Möbelspenden für die Zweitverwendung
Die Initiative WeiterGebenOrg hat sich zum Ziel gesetzt, die Verschwendung gebrauchter Möbelstücke auf ein Minimum zu reduzieren und bietet Firmen und öffentlichen Einrichtungen mit der Vermittlung von Möbelspenden eine Alternative zum Sperrmüll.© weitergeben.org
Fast 50 Millionen Möbelstücke landen jährlich in der deutschen Sperrmüllverbrennung. Ein Grund dafür ist, dass für viele gebrauchte Möbel keine Abnehmer*innen gefunden werden. Und das, obwohl die meisten noch in gutem Zustand sind. Das ökologisch-soziale Unternehmen WeiterGebenOrg will das ändern und arbeitet an einem Möbelkreislaufsystem, das offen für alle Marktteilnehmer*innen sein soll - von den Möbelproduzent*innen, über den Neu- und Second-Hand-Handel bis zu Reparaturdienstleistung und Verwertung. 

"Unsere Gesellschaft verliert durch die unnötige Sperrmüllverbrennung jährlich Möbel im Anschaffungswert von 22 Milliarden Euro, infolgedessen muss die Umwelt um die gleiche Menge Materialien wiederkehrend ausgebeutet werden. Mit WeiterGebenOrg helfen wir, diese zweifache unnötige Verschwendung mit einfachen Maßnahmen erheblich ins Positive zu drehen”, so Koordinator Harald Prokscha. 

Wenn Behörden, Unternehmen, Hotels, Kommunen oder Bildungseinrichtungen Einrichtungsgegenstände nicht mehr benötigen, wird WeiterGebenOrg aktiv und versucht jeweils Interessent*innen dafür zu finden. Über ein überregionales Infosystem für gebrauchte Sachspenden werden vorrangig gemeinnützige Vereine und Einrichtungen benachrichtigt, die sich grundsätzlich für gebrauchte Möbel interessieren und ihren Bedarf der Plattform mitgeteilt haben. Auf diese Weise werden Umweltbelastungen reduziert und da Sperrmüll-Leistungen nicht in Anspruch genommen werden, können bei den Entsorgungskosten deutliche Einsparungen erzielt werden.

WeiterGebenOrg: Offen für die Zusammenarbeit mit Unternehmen
© Weitergeben.orgIm deutschsprachigen Raum arbeitet die Initiative bereits mit verschiedenen Behörden, Kommunen, Unternehmen und Konzernen zusammen, um ein Maximum an Gebrauchtmöbeln in die Weiterverwendung zu bringen. In einem nächsten Schritt möchte WeiterGebenOrg auch in anderen Ländern aktiv werden, um möglichst viele der in Europa rund 10 Millionen Tonnen Gebrauchtmöbel pro Jahr im Sinne von Natur und Gesellschaft zu bewahren und an die weiterzugeben, die etwas damit anfangen können. 

Für diese Expansion ist das Sozialunternehmen auf der Suche nach Partner*innen, die dabei helfen, eine europaweite Koordinierung gebrauchter, gewerblicher und schulischer Möbel voranzutreiben. Der Aufbau eines Möbelkreislaufsystems durch eine direkte Vernetzung der Möbelindustrie mit der Kreislaufwirtschaft steht dabei im Zentrum der Entwicklung. Harald Prokscha betont: "Die Möbelbranche beginnt gerade erst, Themen wie "Nachhaltigkeit” und "Kreislaufwirtschaft” zu entdecken. Mit unserer Expertise und unserem Kreislaufsystem unterstützen wir Unternehmen beim Erhalt von geschaffenen Werten und Umweltressourcen und tragen zur Bewusstseinsbildung bei, dass Altmöbel kein Müll sind, sondern wertvolle Ressourcen. Je mehr Möbel wir vor dem Sperrmüll bewahren können, desto mehr können wir unsere Abläufe optimieren und auf diese Weise mithelfen, die gesamte Möbelbranche schneller nachhaltig zu machen.” 

Für Möbelhersteller*innen, Möbelhändler*innen, Reparaturbetriebe und Verwerter*innen hat WeiterGebenOrg das Netzwerk Möbelkreislauf gegründet. Diesem können alle Marktteilnehmenden beitreten, um Kooperationspartner*innen, Auftraggeber*innen oder Abnehmer*innen für ihren Produktbereich zu finden. 

Kontakt: WeiterGebenOrg, Harald Prokscha | info@weitergeben.org | www.weitergeben.org 

Über WeiterGebenOrg
WeiterGebenOrg wurde gegründet, um die Umwelt zu schützen und den Sperrmüll zu entlasten, zusätzlich werden gemeinnützigen Institutionen unterstützt. Über die Gebrauchtmöbel-Plattform haben Kindergärten, Schulen und gemeinnützige Einrichtungen, wie z. B. Vereine (g e.V.), Genossenschaften (gGG) gUG gGmbH usw. Zugang zu kostenfreien gebrauchten Möbeln – in der Regel für Selbstabholer.

Wer große Mengen, einheitlicher Möbel, z.B. für Büro, Werkshallen oder Umkleiden mit vielen gleichen Möbelstücken zur Freude des Betrachters/Arbeiters einheitlich in Maßen und Farben einrichten will, kommt an WeiterGebenOrg nicht vorbei. 

WeiterGebenOrg ist der einzige überregionale Spendendienst, der auf gebrauchte Schul- und Gewerbemöbel und Gebrauchtmöbel in großer Anzahl spezialisiert ist. Dabei ist WeiterGebenOrg überall in Deutschland aktiv und versucht, die Möbel immer regional in der Nähe des Spenders an gemeinnützige Organisationen mit entsprechendem Bedarf zu vermitteln.

Über CE RESPONSIBLE
Im Rahmen des Interreg Central Europe Projekts CE RESPONSIBLE haben es sich 11 Partner aus 9 EU-Ländern zur Aufgabe gemacht, soziale Unternehmer*innen zu unterstützen und sie mit etablierten Unternehmer*innen aus anderen Branchen zusammenzubringen. Das Projektkonsortium besteht aus Partner*innen aus Deutschland, Italien, Kroatien, Österreich, Polen, der Slowakei, Slowenien, der Tschechischen Republik und Ungarn. In Deutschland kümmert sich ikosom im Rahmen des Projekts um die Umsetzung diverser Aktivitäten. 

Auf der Plattform www.Net4SocialImpact.eu finden Sozialunternehmer*innen und verantwortungsvolle For-Profit Unternehmer*innen eine Datenbank mit wertvollen Ressourcen zu unterschiedlichen Themen, u.a. zu Finanzierungsmöglichkeiten, Mentoring-Angeboten, Weiterbildungsservices, Vernetzungsmöglichkeiten oder hilfreichen Tools. Ziel der Plattform ist es, unterschiedliche Unternehmen und Projekte miteinander zu vernetzen und eine Community rund um Impact-Themen aufzubauen.


     
        
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