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Grüne IT trifft den Nerv der Zeit

Thomas Lesser im forum-Interview

Nachhaltigkeit gibt es nicht zum Nulltarif, sagt Thomas Lesser, Geschäftsführer der GREEN IT Das Systemhaus GmbH, im Interview. Er beobachtet aber einen erfreulichen Umdenkungsprozess: Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt auch im Austausch mit den Kunden immer mehr an Bedeutung.

Herr Lesser, Ihr Unternehmen hat bei unserem Wettbewerb „Büro & Umwelt" 2021 in der Kategorie „Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitenden" den ersten Platz belegt. Warum ist Ihnen Nachhaltigkeit im Büroalltag wichtig?
Thomas Lesser ist einer von drei Geschäftsführern des ITDienstleisters GREEN IT, Sieger beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2022 im Transformationsfeld Klima. © GREEN ITWir haben uns in den vergangenen Jahren viel mit der Entwicklung unserer Umwelt beschäftigt. Der Klimawandel ist in aller Munde. Da ist es für uns selbstverständlich, unsere Lebensbereiche zu beobachten und zu prüfen, wo wir nachhaltiger agieren können. Denn durch unser Verhalten beeinflussen wir nicht nur die Welt, in der wir arbeiten, sondern auch die Welt, in der wir leben.

Für uns gehört Nachhaltigkeit zur Unternehmens-DNA. Dies haben wir direkt bei Unternehmensgründung in 2013 mit unserer ursprünglichen Leitidee „Act economic. Think ecologic" definiert. Für uns bedeutet es, nicht nur auf einen grünen Büroalltag bei uns achten, sondern auch unsere Kunden dabei unterstützen, ihre IT-Infrastruktur nachhaltig zu gestalten. In Zeiten der Digitalisierung ist diese ein immens wichtiger Ansatzpunkt in Bezug auf Kosten und Umweltschutz. Zum Beispiel gibt es im Bereich der PC-Arbeitsplätze unterschiedlichste Möglichkeiten, um ressourcenschonend zu arbeiten. Manche davon sind offensichtlich, andere entdeckt man erst bei genauerem Hinsehen.

Was sind aktuell Ihre dicksten Bretter, wenn es um ökosoziale Beschaffung geht?
Uns allen ist sicherlich noch der Slogan „Geiz ist geil" in Erinnerung. Ich denke, uns ist inzwischen bewusst geworden, was das zum einen für das Lohnniveau in produzierenden Unternehmen und bei Dienstleistern und zum anderen für den Raubbau an Natur und Umwelt bedeutet. Was ich damit sagen will: Nachhaltigkeit gibt es nicht zum Nulltarif. Ich muss als Kunde, als Nutzer bereit sein, dafür Geld auszugeben. Glücklicherweise hat mittlerweile ein Umdenkungsprozess begonnen.

Gleichzeitig sehe ich eine Herausforderung beim aktuellen Warentransport, ob im unternehmerischen oder im privaten Umfeld. Durch das Online-Shopping, welches in Zeiten der Corona-Pandemie verständlicherweise zugenommen hat, laufen wir nicht nur Gefahr, dass der lokale Handel vernachlässigt wird. Die verantwortungsvolle Produktion und Beschaffung sowie der umweltschonende Versand sind nicht überall selbstverständlich. Schauen Sie sich einfach mal an, wie Ihr letztes Post-Paket, welches Sie erhalten haben, verpackt war. War das Verpackungsmaterial recyclingfähig? War es vielleicht sogar eine Mehrwegverpackung? Oder war der Karton viel zu groß für das gekaufte Produkt und somit mit allerhand Füllmaterial gefüllt, welches direkt im Abfall gelandet ist? Fest steht: Sowohl die Produktion der Verpackungen als auch der Transport und die Entsorgung belasten die Umwelt. Hier sind wir alle gefordert, Verantwortung zu übernehmen und unser Verhalten entsprechend anzupassen.

Wie nehmen Sie Ihre Mitarbeiter:innen in Sachen Nachhaltigkeit mit? Oder kommen die Impulse sogar aus der Belegschaft?
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hochmotiviert in Sachen Nachhaltigkeit. Bei uns nennen wir das unseren „GREEN Spirit". Wir freuen uns sehr und sind stolz, dass zwei wichtige Projekte zum emissionsfreien IT-Betrieb direkt aus unserem Team vorgeschlagen wurden. Zum einen ist die smartflower zu nennen, welche wir vertreiben und auch selbst ein Exemplar davon vor unserer Hauptverwaltung in Dortmund aufgestellt haben. Das ist ein hocheffizientes Solarsystem, geformt wie eine Blume, welches bis zu 40 Prozent mehr Ertrag als herkömmliche Photovoltaik-Anlagen erzeugt. Ebenso ist die Kooperation mit unserem Partner windCORES, bei welchem wir die GREEN IT Cloud betreiben, durch einen Tipp aus der Belegschaft entstanden.

Um das Wissen, die Erfahrungen und Wünsche unserer Mitarbeiter:innen weiter zu fördern, haben wir Anfang 2020 einen Nachhaltigkeitskreis ins Leben gerufen. Dieses Team recherchiert Ideen, stimmt sich mit Lieferanten sowie Anbietern ab und erarbeitet anschließend Vorschläge zur kontinuierlichen Verbesserung innerhalb des Büroalltags der GREEN IT. Diese gehen von der Einführung von Wasserspendern über die Installation von Bewegungsmeldern bis hin zur Beschaffung von Milch beim Bauern vor Ort anstelle des Supermarktes.

Welche Rolle spielen für Sie Netzwerke und Partnerschaften beim Thema Ressourcenschonung und „FAIRantwortung", wie Sie es nennen?
Wir ziehen alle an einem Strang für die erfolgreiche Klimatransformation, daher übernehmen wir „FAIRantwortung" für unsere Region. Und damit meinen wir alle Regionen, die rund um unsere Standorte in ganz Deutschland verteilt sind. Für uns ist es unerlässlich, dass wir uns mit anderen Akteuren der Gesellschaft austauschen, uns gegenseitig unterstützen und voneinander lernen. Daher sind wir aktiver Partner im CSR-Netzwerk „bewusst wie e.V." Diese Organisation für Corporate Social Responsibility setzt sich für mehr gesellschaftliche Verantwortung und Bewusstsein in Unternehmen und bei Führungskräften ein.

Als Unternehmen engagieren wir uns zudem in unterschiedlichsten Themenfeldern, ob beim Sponsoring lokaler Nachwuchsvereine, der Unterstützung sozialer Institutionen oder durch Baumspenden und Artenschutz. Zum Beispiel haben wir an unseren Standorten Dortmund und Hannover langfristige Patenschaften für Imkervereine übernommen. Auf diese Art und Weise sagen wir „Danke", denn wir wissen, dass der Erfolg eines Unternehmens auch immer von dessen Umfeld abhängt.

Haben Sie den Eindruck, Ihren Kunden ist Ihr Nachhaltigkeitsengagement wichtig? Anders gefragt: Ist nachhaltige Beschaffung ein relevantes Thema im Gespräch mit den Kunden?
Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt auch im Austausch mit unseren Kunden immer mehr an Bedeutung. Da sie sich selbst nachhaltig ausrichten möchten, legen sie immer mehr Wert auf Partner, denen die Balance aus ökologischer, sozialer und ökonomischer Verantwortung wichtig ist. Dabei spielen die Beschaffung und der Einsatz von Informationstechnologie eine signifikante Rolle. Der Begriff „Green IT" steht für grüne, umweltschonende IT. Dahinter steckt zum einen der ressourcenschonende Einsatz von Hardware. Zum anderen das Vermindern von CO2-Emissionen bei der Herstellung und Anwendung von IT-Lösungen. Grüne IT wird zum Beispiel durch geringeren Energieverbrauch von Systemen und Rechenzentren erreicht. Möglich wird dies durch spezielle, energiesparende Softwarelösungen sowie die Nutzung erneuerbarer Energien für den IT-Betrieb.

Die IT-Konzepte, die wir bei uns und bei unseren Kunden umsetzen, sind Teil unseres Engagements in Sachen Nachhaltigkeit. Insbesondere mit der Idee der Zero Emission IT und der damit verbundenen Lösung der GREEN IT Cloud driven by windCORES haben wir das richtige Produkt zur richtigen Zeit auf dem Markt. Wir treffen damit den Nerv der Zeit und können den Wunsch nach nachhaltigen IT-Lösungen ohne Umwege erfüllen.

Quelle: B.A.U.M. e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften

Technik | Green IT, 01.03.2022
Dieser Artikel ist in forum Nachhaltig Wirtschaften 01/2022 ist erschienen. Schwerpunkt: Energiewende - Was wäre, wenn? erschienen.
     
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