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Umwelt | Klima, 02.03.2022

Anpassungen an den Klimawandel: „Wir müssen die verpassten Jahre jetzt aufholen“

Angesichts des voranschreitenden Klimawandels warnt South Pole vor den verheerenden Folgen für Kleinbauern in Ländern des Globalen Südens.

Nur 5 Prozent der Gelder für den Klimaschutz werden in Anpassungsmaßnahmen investiert – das meiste davon in Industrieländern. 

Millionen Menschen sind schon jetzt Extremwetterbedingungen, wie Stürmen oder Dürren, ausgesetzt. © Madeline_ann, pixabay.com„Die Anpassung an den Klimawandel wird oft als ein Thema gesehen, um das wir uns erst nach der Verringerung der Kohlenstoffemissionen kümmern müssen", sagt Urs Dieterich, Managing Director of the Landscape Resilience Fund (LRF). „Darum müssen wir jetzt die verpassten Anpassungsmaßnahmen aus vielen Jahren aufholen", mahnt Dieterich, angesichts des aktuellen IPCC-Reports. Der LRF ist eine gemeinsame Gründung von WWF und South Pole. 

Denn die Klimarisiken sind gerade für Landwirte in Schwellenländern gravierend. Jeder klimabedingte Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion bedroht ihre Lebensgrundlage. Millionen Menschen sind schon jetzt Extremwetterbedingungen, wie Stürmen oder Dürren, ausgesetzt. 

Die Kosten für die Anpassung an den Klimawandel werden allein in den Ländern des Globalen Südens auf 70 Milliarden US-Dollar pro Jahr geschätzt. Vorsichtige Berechnungen gehen davon aus, dass sich dieser Betrag bis 2030 mehr als verdoppeln und bis 2050 mehr als verfünffachen wird. 

Dennoch wird bisher nur ein Bruchteil der für den Klimaschutz aufgewendeten Mittel für Anpassungsmaßnahmen ausgegeben. Und der Großteil dieser Gelder fließt nicht in Entwicklungs- ­sondern in Industrieländer mit hohen durchschnittlichen Einkommen. 

Die Net-Zero-Umfrage von South Pole ergab, dass gerade die Unternehmen Anpassung an den Klimawandel als wichtig einstufen. 58 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass Anpassung neben Klimaneutralität die oberste Priorität habe. Das führt jedoch in den seltensten Fällen zu zusätzlichen Aufwendungen. Nur sieben Prozent investieren nach eigenen Angaben auch in solche Maßnahmen. 

Über South Pole 
South Pole ist eine führende Anbieterin von Klimaschutzlösungen. Seit 2006 unterstützt South Pole öffentliche und private Akteure dabei, ihre Geschäftsmodelle zu dekarbonisieren und sich wirksam für Klimaschutz zu engagieren. Als Projektentwicklerin hat South Pole mehr als 700 Klimaschutzprojekte in über 50 Ländern ins Leben gerufen, die vom Klimawandel betroffene Regionen fördern, Ökosysteme schützen und mehr als eine Gigatonne CO2-Emissionen eingespart haben. 

Über den Landscape Resilience Fund (LFR) 
Der Landscape Resilience Fund (LRF) ist eine unabhängige Stiftung, die private Klimafinanzierung für gefährdete Kleinbauern und Landschaften mobilisiert. Der LRF wurde gemeinsam von South Pole und dem World Wide Fund for Nature (WWF) entwickelt, um einen Weg zur Unterstützung sinnvoller Klimaanpassung in gefährdeten Landschaften zu schaffen. Die Stiftung bietet zinsgünstige Darlehen und Kapazitätsaufbau für anpassungsorientierte KMU und Projekte, um ihnen einen besseren Zugang zu privaten, renditeorientierten Investoren zu ermöglichen. Der Fund bettet ihre Aktivitäten in einen Landschaftsansatz ein. Im Februar 2022 wurde die LRF als einer der neun globalen Gewinner der UpLink World Economic Forum Climate Justice Challenge bekannt gegeben. 

Kontakt: Urs Dieterich, Managing Director, LFR | u.dieterich@southpole.com | www.southpole.com


     
        
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