66 seconds for the future - forum zeigt Zukunftsgestalter:innen und Nachhaltigkeitspionier:innen

Grün ist das neue Schwarz:

Nachhaltige Werbung liegt im Trend

Flyer, Poster, Werbebanner: Marketingprodukte kleiden sich neuerdings am liebsten in Grün. Und der nachhaltige Look steht ihnen nicht nur richtig gut, sondern erfreut sich auch bei den Kunden großer Beliebtheit. Umweltschutz gehört zu den wichtigsten Themen unserer Gesellschaft. Mit Freuden stellen wir fest, dass sich etwas tut. Ein Umdenken findet statt, die Nachfrage nach umweltfreundlichen Produkten steigt und so verändert sich auch das Angebot: Nach und nach entdecken wir in der Welt der Werbung immer mehr Artikel, die sich ganz im Sinne der Zeit im Recyclingkleid präsentieren. Wir zeigen, dass Nachhaltigkeit und Werbung hervorragend zusammenpassen. 

Nachhaltigkeit – was bedeutet das überhaupt?
Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Doch was verstehen wir eigentlich darunter? Kurz und knapp gesagt, geht es darum, Ressourcen zu sparen, zum Beispiel durch Recycling. Ganz nach dem Motto: Aus Alt mach Neu. 

Nehmen wir ein Beispiel, mit dem wohl jeder etwas anfangen kann: die Pfandrückgabe von Plastikflaschen. Statt die Flaschen einfach wegzuwerfen, bringen wir sie zum Pfandautomaten. Damit bewahren wir sie nicht nur vor dem Schicksal, als nutzloser Abfall zu verkümmern. Wir sorgen auch dafür, dass sie recycelt werden und in neuer Gestalt nützliche Dienste leisten können – wie etwa in Form einer Bannerfahne spannende Werbebotschaften an den Mann zu bringen.  

Werbung trägt Secondhand – wie wird die PET-Flasche zum Banner? 
Fragt sich nur, welche Reise die PET-Flasche zurücklegen muss, um vom Getränkebehältnis zum Werbeartikel zu werden? Wir begleiten sie im Schnelldurchlauf vom Förderband der Pfandrückgabe bis zur Wiedergeburt als Marketingprodukt: 

Hinter den Kulissen eines Pfandautomaten finden wir einen Haufen von Plastikflaschen. Hier werden sie zusammengepresst und machen sich dann auf den Weg zur Recyclingfirma. Vorsortieren, Reinigen, Zerkleinern: Nach dem Recyclingprozess erkennen wir die PET-Flasche, die nun zu kleinen Flakes geworden ist, nicht mehr wieder. Die Spinnerei und Wirkerei lassen sie schließlich zum Recyclingmaterial werden. In der Druckerei beginnt die ehemalige PET-Flasche ihr neues Leben als Werbebanner. Weitere Informationen zu Nachhaltigkeit in der Werbung finden Sie im Vispronet Blog

Grüne Looks – wie sieht nachhaltige Werbung aus?
Das Wichtigste an nachhaltiger Werbung ist, dass sie auch tatsächlich grün ist und sich sozusagen nicht nur einen grünen Mantel umhängt. Das Stichwort lautet in dieser Verbindung Greenwashing. Hier verfolgt ein Unternehmen einzig den Zweck, sich nach außen hin umweltfreundlich und verantwortungsbewusst zu zeigen. Ein Blick hinter die Kulissen sieht dann jedoch leider anders aus. Denn das angebliche „Recycling" besteht darin, die Plastikabfälle aus der eigenen Produktion zu verwerten. Dieser Vorgang wird Post-Industrial-Recycling oder auch Pre-Consumer-Recycling genannt und kann nicht als echtes Recycling angesehen werden. 

Echte grüne Werbung sieht gänzlich anders aus. Im Sinne des Post-Consumer-Recyclings besteht die Rohware zu 100 Prozent aus wiederverwerteten Verpackungsabfällen. Sie waren tatsächlich schon im Kreislauf und wurden vom Endverbraucher genutzt. Also beispielsweise die anfangs erwähnte PET-Flasche, die zunächst als Trinkflasche dient und dann über den Pfandautomaten zur Recyclingfirma gelangt. Nutzt Werbung Rohware, die auf diese Weise recycelt wird, so darf sie sich zu Recht grüne Werbung nennen. 

Doch beim nachhaltigen Material hört grüne Werbung noch nicht auf. Viele Druckereien setzen auch beim Druckprozess auf umweltschonende Produkte. So nutzen sie unter anderem wasserbasierende Dispersions- und Sublimationstinte, die Bannerfahnen, Spannbänder und Beachflags mit hochauflösenden Fotos, Grafiken und Schriften bedrucken. 

Mehr als nur ein Trend – was bewirkt umweltfreundliches Marketing?
Nachhaltige Werbung ist alles andere als eine Modeerscheinung. Es geht ihr darum, tatsächlich etwas zu verändern. Und das gelingt ihr auch: Die Herstellung von Produkten aus Recyclingmaterial reduziert die Verschmutzung von Natur und Meeren, senkt die CO2 Emissionen und spart Rohstoffe ein. 

Marketing ist ein fester Bestandteil unseres Wirtschaftssystems. Um nicht darauf verzichten zu müssen, gilt es alternative Wege zu erschließen und nachhaltige Lösungen zu suchen. Grüne Werbung leistet nicht nur gegenwärtig, sondern auch künftig einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt. Damit die Gleichung aufgeht, liegt es an den Werbetreibenden, im Sinne der Nachhaltigkeit zu agieren und auf umweltschonende Materialien zurückzugreifen.  


     
        
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