66 seconds for the future - forum zeigt Zukunftsgestalter:innen und Nachhaltigkeitspionier:innen

Das umweltbewusste Zuhause

Angesichts der wachsenden Umweltbelastung und des Klimawandels wird nachhaltiges Handeln immer wichtiger.

In Ihrem Zuhause gibt es viele Möglichkeiten, um dieses zu praktizieren. Möchten Sie sich also den Traum vom eigenen Heim verwirklichen, sollten Sie bereits im Voraus an Nachhaltigkeit und umweltfreundliches Bauen denken! Viele originelle Ideen finden Sie in dieser Zusammenstellung an nachhaltigen Tipps für jeden Ihrer Räume.

Nachhaltig bauen, renovieren und einrichten
Planen Sie aktuell den Hausbau, sollten Sie sich Gedanken zu Gebäudeautomation oder Energiesparmanagement machen. Bis 2030 lassen sich damit mehr als sieben Millionen Tonnen CO? einsparen. Bei einem bereits vorhandenen Haus können Sie die Gebäudeautomation auch nachrüsten.

Achten Sie beim Bauen oder bei der Renovierung auf nachhaltige Materialien. Nutzen Sie Farben, die frei von Konservierungsstoffen sind und auf natürlichen Rohstoffen basieren, um ein besseres Wohnklima zu schaffen und die Umwelt nicht zu belasten. 

Für Bodenbeläge sollten Sie natürlichen Materialien wie Bambus, Kork, Echtholz, Massivholz oder Natursteinplatten verwenden. Teppiche aus Naturmaterialien wie Schurwolle, Jute, Hanf, Leinen oder Baumwolle sind nicht nur eine sinnvolle Alternative zu Polyester, sie weisen auch ein geringeres Allergierisiko auf und verbessern das Raumklima. Am GUT-Siegel erkennen Sie beispielsweise nachhaltige Teppiche. 

Nachhaltiger leben und Energie sparen
In allen Bereichen Ihres Zuhauses können Sie Energie sparen. Wenn Sie statt der herkömmlichen Leuchtmittel LEDs verwenden, reduzieren Sie den Stromverbrauch um bis zu 85 Prozent. Auch der Stand-by-Betrieb elektrischer Geräte wie Fernseher, Computer oder Kaffeemaschine erhöht den Stromverbrauch: Jährlich verbrauchen Sie damit im Schnitt ungefähr 500 kWh Strom. Einsparmöglichkeiten ergeben sich beispielsweise mit abschaltbaren Steckdosenleisten. 

Doch auch die Wahl der Geräte macht viel aus. Ein Laptop verbraucht im Jahr ungefähr 22 kWh Strom, während der jährliche Stromverbrauch bei einem Tablet nur bei ca. 13,7 kWh liegt. Mit Ihrer Heizung können Sie ebenfalls viel Energie einsparen: Eine Raumtemperatur von 20 bis 22 Grad Celsius, wie sie vom Bundesumweltamt für Wohnräume empfohlen wird, reicht völlig aus. Halten Sie sich auch für die anderen Räume wie Küche, Schlafzimmer und Bad an die Heizungs-Empfehlungen, denn mit einer niedrigeren Temperatur reduzieren Sie Ihren Energieverbrauch.

Energiesparpotential in der Küche
In kaum einem Raum ergibt sich ein so großes Energiesparpotential wie in der Küche. Sie sparen nicht nur mit abschaltbaren Steckdosenleisten und LEDs Energie. Auch mit energieeffizienten Geräten wie einem Kühlschrank der Energieeffizienzklasse A+++ können Sie gegenüber älteren Geräten zusätzlich bis zu 60 Prozent an Strom sparen. Das gilt genauso für verschiedene andere Geräte wie Spülmaschine oder Waschmaschine. Oft sind viele verschiedene elektrische Geräte echte Stromfresser. In der Verbraucherzentrale können Sie ein Messgerät ausleihen, um solche Stromfresser aufzuspüren und gegen neue, energieeffiziente Geräte zu tauschen. 

Die Platzwahl der Geräte entscheidet ebenfalls über die Höhe des Energieverbrauchs. So sollte der Abstand zwischen dem Kühlschrank und der dahinter befindlichen Wand fünf bis zehn Zentimeter betragen, damit die Luft gut zirkulieren kann. Dann verbraucht der Kühlschrank weniger Energie. Wenn Sie Ihr Brot gerne rösten, ist der Toaster eine gute Alternative zum Backofen. Der Energieverbrauch des Backofens liegt etwa bei 137 kWh, während es beim Toaster es nur 0,9 kWh sind. 

Auch bei Ihrer Geschirrspülmaschine gibt es Möglichkeiten, um Energie zu sparen. Nutzen Sie Wasser, welches um 5 Grad kälter ist als sonst, wird der Energieverbrauch bereits um 10 Prozent gesenkt. Keine Sorge: Ihr Geschirr wird bei einer Temperatur von 50 bis 55 Grad Celsius genauso sauber wie bei 60 Grad! Beim Kochen können Sie bis zu einem Drittel an Energie sparen, wenn Sie Ihre Töpfe abdecken. Schalten Sie den Herd etwa zehn Minuten vor Ende der Garzeit ab, sparen Sie ebenfalls Strom.

Verschiedene Möglichkeiten, um Wasser zu sparen
Einen weiteren Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten Sie, indem Sie Wasser sparen. Ein moderner Geschirrspüler beispielsweise spart im Vergleich zum Abwasch per Hand ca. 28 Prozent Strom und 50 Prozent Wasser. Statten Sie Ihre Wasserhähne mit einem Perlator aus, sparen Sie gegenüber herkömmlichen Strahlreglern ebenfalls bis zu 50 Prozent Wasser. 

Wenn Sie über längere Zeit abwesend sind, sollten Sie unter anderem die Warmwasseraufbereitung abstellen. Für Ihre Toilette können Sie eine Start-Stopp-Spülung nutzen. Damit reduzieren Sie den Wasserverbrauch beim Spülen, der sonst etwa bei 12 Litern pro Spülvorgang liegt, ungefähr um die Hälfte.

Nachhaltige Einrichtung für Ihr Zuhause
An einer nachhaltigen Einrichtung haben Sie lange Freude. Damit schonen Sie die Umwelt und tragen gleichzeitig zu einem besseren Wohnklima bei. Umweltfreundliche Möbel sollten zum Beispiel möglichst aus Echtholz bestehen. Für Kinderzimmer sind größenverstellbare Möbel ideal: Sie wachsen mit dem Kind mit und reduzieren so Ihren Konsum. 

Achten Sie auch bei Heimtextilien und Matratzen möglichst auf Naturmaterialien. Verschiedene Siegel wie beispielsweise OEKO-TEX bieten Ihnen Orientierung. Ein weiteres wichtiges Nachhaltigkeitssiegel für Heimtextilien ist der Grüne Knopf.


     
        
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