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Der Unterschied zwischen Tabakerhitzern und E-Zigaretten

Beim Dampfen mit Tabakerhitzern sind Konsumenten weniger Schadstoffen ausgesetzt als beim Rauchen.

Dass Rauchen schädlich ist, ist kein Geheimnis. Trotzdem kommt etwa ein Viertel der Deutschen nicht vom Genussmittel Tabak los. In den letzten Jahren drängen vermehrt neue Produkte zur Nikotinaufnahme auf den Markt, die nicht so schädlich wie herkömmliche Zigaretten sein sollen. Hinlänglich bekannt sind dabei die E-Zigaretten. Daneben gibt es als relativ neues Produkt den sogenannten Tabakerhitzer. Wie ein Tabakerhitzer funktioniert und was der Unterschied zur E-Zigarette ist, erklären wir in diesem Artikel.

Tabakerhitzer als idealer Ein- und Umstieg in Dampfprodukte
© pixabay, pexels.comTabakerhitzer gibt es seit 2017 auf dem deutschen Markt. Im Gegensatz zur E-Zigarette entwickeln Tabakerhitzer durch die Erhitzung natürlichen Tabakdampf. Das macht sie besonders für passionierte Zigarettenraucher als Einstieg in die nicht so gesundheitsschädlichen Dampfprodukte interessant. 
Auch wenn die noch junge Studienlage noch kein endgültiges Fazit zulässt, so deuten erste Untersuchungen daraufhin, dass Tabakerhitzer weniger schädlichen Einfluss auf die Gesundheit haben als herkömmliche Zigaretten. Fakt ist jedenfalls, dass Konsumenten beim Dampfen mit Tabakerhitzern weniger Schadstoffen ausgesetzt sind als beim Rauchen.
 
Was genau ist ein Tabakerhitzer und wie funktioniert er?
Tabakerhitzer – auch Vaporizer genannt – sind batteriebetriebene Geräte, die durch elektrisches Erhitzen von Tabak nikotinhaltige Emissionen erzeugen. Der Tabak wird in sogenannten Tabaksticks mit einem elektrischen Heizstab auf 250 bis 300 Grad Celcius erhitzt.

Beim konventionellen Rauchen beträgt die Temperatur der Glut einer Zigarette um die 900 Grad Celcius. Die dadurch freigesetzten Aerosole bestehen aus 4800 Verbindungen, von denen 89 als gesundheitlich gefährlich eingestuft werden.

Die im Vergleich zu herkömmlichen Tabakzigaretten deutlich niedrigere Temperatur beim Tabakerhitzer mindert die Schadstoffproduktion. Krebserregende Substanzen werden um rund 80 Prozent reduziert. Die Nikotinfreisetzung ist hingegen weiterhin mit einer herkömmlichen Zigarette vergleichbar. Zwar enthält das nikotinhaltige Aerosol, das beim Tabakerhitzer durch Erhitzung und nicht durch Verbrennung entsteht, immer noch zahlreiche krebserregende Stoffe – jedoch in deutlich geringeren Mengen als die konventionelle Zigarette.
 
IQOS
Einer der bekanntesten Tabakerhitzer-Marken ist IQOS. Das Unternehmen wirbt damit, dass in den IQOS Heets kein klassischer Teer wie in Zigaretten enthalten ist. Laut eigener Aussage sind bereits zwölf Millionen Kunden von der herkömmlichen Zigarette auf den Tabakerhitzer umgestiegen.
 
Glo
Die zweite bekannte Marken ist Glo. Ihre Marktingformel lautet „Heat-not-burn". Das Unternehmen vermarktet darunter eine innovative Technologie: Das Dampfen von Glo-Produkten soll es ermöglichen bis zu 95 Prozent weniger Schadstoffe zu konsumieren als beim normalen Rauchen.

Tabakerhitzer und E-Zigaretten - Unterschiede und Gemeinsamkeiten
E-Zigaretten sind derzeit in der Praxis die am meisten verwendeten Produkte zur Tabakentwöhnung. Bei den E-Zigaretten wird allerdings kein Tabak, sondern ein sogenanntes E-Liquid erhitzt. Diese Liquids bestehen aus Proylenglykol, Glycerin und natürlichen oder naturidentischen Aromastoffen. Teilweise wird auch Nikotin zugesetzt.

E-Liquids werden in einem Tank oder Depot in der E-Zigarette gelagert und mithilfe eines Verdampferkopfes aus Heizdraht und Watte verdampft.
Der Unterschied zwischen Tabakerhitzer und E-Zigarette liegt also vor allem in der Substanz: Während bei den Tabakerhitzern herkömmlicher Tabak verwendet wird, verdampfen E-Zigaretten Flüssigkeiten.

Beides besser als normale Zigaretten
Was ist nun besser – Tabakerhitzer oder E-Zigaretten? Bei einem Vergleich der Drogenbeauftragten der Bundesregierung von 2019, schneiden beide Produkte - was die gesundheitlichen Risiken angeht – besser ab als normale Zigaretten und Wasserpfeifen. Die Schadstoffgehalte werden bei Tabakzigaretten und Wasserpfeifen als „sehr hoch" eingestuft, bei Tabakerhitzern dagegen „deutlich reduziert" und bei E-Zigaretten „stark reduziert".
 
Fazit
Für Menschen, die sich von der herkömmlichen Zigarette entwöhnen wollen, stellen Tabakerhitzer eine interessante Möglichkeit dar, um vom Glimmstängel loszukommen. Die Nikotinfreisetzung ist mit einer herkömmlichen Zigarette vergleichbar – jedoch enthalten die Aerosole beim Tabakerhitzer deutlich weniger Schadstoffe als die konventionelle Zigarette.

Lifestyle | Gesundheit & Wellness, 04.02.2022
     
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