Eine Welt. Ein Klima. Für globale Entwicklung und Klimaschutz gemeinsam handeln! Engagieren Sie sich jetzt: www.allianz-entwicklung-klima.de

EU-Taxonomie: Atomkraft bremst die Energiewende aus

NGO empfiehlt Schnellkurs in Sachen Energiewende für die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen

Die Atomkraft-Entscheidung der EU-Kommission kommentiert Michael Müller, Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands:
 
Die Atomkraft ist die größte Bremse für eine dezentrale und effiziente Energieversorgung. Denn ihre „Logik" ist darauf ausgerichtet, möglichst viel Strom zu produzieren. Dafür braucht die Atomkraft große Kraftwerke, Hochleistungsübertragungsnetze und gewaltige Reserven. Ein Atomkraftwerk kommt zudem nur auf einen Nutzungsgrad von rund 30 Prozent, ist also höchst ineffizient. Und Atomstrom ist auch nicht Kohlendioxid-frei, wenn die gesamte Produktionskette vom Uranabbau über den Kraftwerksbetrieb bis zur immer noch ungelösten Entsorgungsfrage gesehen wird. GEMIS-Zahlen belegen, dass ein Gaskraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung hier wesentlich günstiger liegt.

Die Atomkraft ist die größte Bremse für eine dezentrale und effiziente Energieversorgung. © distelapparath, pixabay.comSeit den 1980er-Jahren hat sich der Bundestag immer wieder intensiv mit der Frage der Atomkraft beschäftigt. Seitdem gibt es eine klare Mehrheit in der Bevölkerung für den Atomausstieg. Dabei geht es nicht allein um die Gefahr eines GAU, sondern auch um die innere Logik der Atomstromversorgung. Die ist nicht vereinbar mit den drei großen Zielen einer ökologischen Energiewende: erneuerbare Energien ausbauen, Energie einsparen und effizienter werden.

Das entscheidende Problem der heutigen Energieversorgung ist nicht der Ausstieg aus der Atomkraft und auch nicht der Ausstieg aus der Kohle, sondern die amputierte Energiewende. Das Einsparen und auch die Effizienzrevolution kommen heute nicht vor, was nicht zuletzt an der einseitigen Fixierung auf erneuerbare Energien liegt.

Der deutsche Atomausstieg war richtig und notwendig, auch und gerade für eine nachhaltige und zukunftsfähige Energieversorgung.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen war als Ministerin beteiligt an wichtigen Diskussionsprozessen in Deutschland. Dabei hat sie scheinbar nicht aufgepasst. Ein Schnellkurs in Sachen Energiewende könnte helfen. Dann kommt hoffentlich auch die EU weg von dem französischen Unsinn, Atomkraft als nachhaltig zu bewerten. Hier spielen eher militärische Überlegungen eine Rolle als die ökologische Vernunft.

Kontakt: Michael Müller, NaturFreunde Deutschlands | mueller@naturfreunde.de | www.presse.naturfreunde.de

Gesellschaft | Politik, 03.01.2022
     
Cover des aktuellen Hefts

Zeit, die Stimme zu erheben und endlich zu handeln?

forum Nachhaltig Wirtschaften 04/2022 mit dem Schwerpunkt: Globale Ziele und Klimaschutz

  • Ukrainekrieg und Hunger auf der Welt
  • Doppelte Dividende durch Nachhaltigkeit
  • Green Chefs
  • Die Brücke zur Natur
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
08
DEZ
2022
Die Klimashow mit neun Promis
Promis fragen - SPIEGEL-Bestsellerautoren antworten
online
12
DEZ
2022
Nachhaltigkeitskongress
Der Zukunftskongress für Wirtschaft mit Weitsicht
40217 Düsseldorf
21
JAN
2023
Wir haben es satt!
Gutes Essen für alle – statt Profite für wenige!
10117 Berlin
Alle Veranstaltungen...
Text

Gemeinsam ist es Klimaschutz

natureOffice nimmt Sie mit auf die Reise durch den Klimakosmos - gleich YouTube-Kanal abonnieren und Baum pflanzen!

Sport & Freizeit, Reisen

Haben wir in Katar unsere Werte verraten?
Christoph Quarch sieht hier die Politik in der Bringschuld und nicht den Fußball - und empfiehlt den sieben europäischen Fußballverbänden, die FIFA sofort nach der WM zu verlassen.
B.A.U.M. Insights

Jetzt auf forum:

„Meilensteine“ bringen Weilerbach voran

Österreichischer Umweltjournalismus-Preis 2022: Die Preisträger stehen fest

Wir gratulieren:

Macht die Reform des Einwanderungsrechts die deutsche Staatsangehörigkeit zum Ramschartikel?

ICG vergibt den "Real Estate Social Impact Investing Award 2022"

Porsche tritt UN Global Compact bei

And the winner will be...

CarSharing für Unternehmen: Einfach mobil und die Kosten im Blick

  • PEFC Deutschland e. V.
  • Nespresso Deutschland GmbH
  • Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Frankfurt University of Applied Sciences
  • Verka VK Kirchliche Vorsorge VVaG
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Global Nature Fund (GNF)
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • TourCert gGmbH
  • B.A.U.M. e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen