Die großen Klimaziele – Was können wir bewirken?

Klimafreundlichkeit im Alltag

Zum Ende der Weltklimakonferenz in Glasgow wird eines klar: Von den großen Klimazielen sind wir noch weit entfernt. Klimaschützerinnen und Klimaschützer kritisieren die zu weichen Beschlüsse der „großen Player". Es liege in der Hand der Bevölkerung, Druck auf die Politik auszuüben und sich mit der Klimakrise auseinanderzusetzen. Unter www.nachhaltiger-warenkorb.de informieren die Regionalen Netzwerkstellen Nachhaltigkeitsstrategien darüber, wie die Integration eines klimafreundlichen Konsums im Alltag gelingt.   

Laut dem Klimarechner des Umweltbundesamts spart alleine der Verzicht auf Fleisch eines Durchschnittsdeutschen 0,45 Tonnen CO2. © JillWellington, pixabayWas nützt es eigentlich, im eigenen Haushalt auf klimaneutralen Konsum zu setzen, wenn Großkonzerne und Staaten sich nicht an die Regeln halten? Wo ist es hilfreich, selbst CO2 einzusparen und wo nicht? Der Nachhaltige Warenkorb zeigt auf, welche Rolle ein nachhaltiger Konsum jeder und jedes Einzelnen beim Erreichen der Klimaziele spielt.
 
Klimaschutz „Top Down"
Zum Ende des Weltklimagipfels 2021 in Glasgow haben 190 Staaten und Organisationen bestätigt, den weltweiten Kohleausstieg in den 2040er Jahren anzupeilen. Zwei weitere wichtige Abkommen wurden geschlossen, eines zur Verringerung von Methan sowie ein weiteres, das die Abholzung der Wälder bis zum Ende des Jahrzehnts beenden soll. Auch haben einige Länder erstmals Ziele für Klimaneutralität genannt. Allerdings liegt dieses zum Beispiel bei China im Jahr 2060 und in Indien in 2070, während Deutschland eine Treibhausgasneutralität bis 2045 anstrebt. Das verkörpert die Relevanz von internationaler Zusammenarbeit und gesetzlichen Regulierungen. Denn nur wenn alle Staaten an einem Strang ziehen und insbesondere die größten Treibhausgasemittenten ihre Abgase reduzieren, kann die menschengemachte Erderwärmung bis 2100 auf 1,5-Grad begrenzt werden.

Klimaschutz „Bottom Up"
Kohleausstieg, Elektromobilität und Erneuerbare Energien: Wie das 1,5-Grad-Ziel langfristig erreicht werden kann, ist den meisten Staaten klar. Doch es fehlt die politische und wirtschaftliche Motivation sich der Kosten und Mühen anzunehmen. Da kommen die Wählerinnen und Konsumenten ins Spiel. Mit ihren Entscheidungen können sie beeinflussen, was auf den Markt kommt. Denn die Nachfrage bestimmt das Angebot. Das hat Auswirkungen auf Rohstoffgewinnung, Distribution, Produktion und Entsorgung.

Was bedeutet klimafreundlicher Konsum?
Was können Verbraucherinnen und Verbraucher tun, um klimafreundlicher zu leben? Es beginnt beim alltäglichen Konsum: Laut dem Klimarechner des Umweltbundesamts spart alleine der Verzicht auf Fleisch eines Durchschnittsdeutschen 0,45 Tonnen CO2. Das entspricht einem Viertel des durch die Ernährung entstehenden CO2. Dass das individuelle Konsumverhalten impulsgebend ist, zeigt auch das steigende Angebot von Bioprodukten, Ökostrom oder Carsharing-Diensten. Denn je mehr Menschen beim Einkauf auf Umwelt- und Prüfsiegel achten, umso mehr dieser Produkte werden hergestellt. Die „Bigpoints" im nachhaltigen Konsum sind Mobilität, Wohnen und Ernährung. In diesen Bereichen macht unser Konsumverhalten wirklich einen Unterschied.

Ein Ratgeber für nachhaltigen und sozialen Konsum
Der Nachhaltige Warenkorb unterstützt die großen Klimaziele der COP26 im Kleinen. Über die eigene Website sowie die Social-Media-Kanäle – inklusive des neu eröffneten Instagram-Profils – werden regelmäßig Informationen, Tipps und Hilfestellungen für Verbraucherinnen und Verbraucher geteilt. Diese vereinfachen den Einstieg in einen umweltbewussten und sozialen Konsum. Mithilfe des bundesweiten interaktiven Einkaufsführers können nachhaltige Alternativen zu den klassischen Supermärkten einfach gefunden werden.

Den ökologischen Fußabdruck kennen 
In einem Test zum persönlichen Ökologischen Fußabdruck können Konsumentinnen und Konsumenten ermitteln, wie viele Planeten benötigt werden würden, wenn alle Menschen so wohnen, leben und konsumieren würden wie sie.    

Kontakt: Projektbüro „Der Nachhaltige Warenkorb" | kontakt@nachhaltiger-warenkorb.de | www.nachhaltiger-warenkorb.de

Lifestyle | LOHAS & Ethischer Konsum, 12.11.2021
     
Cover des aktuellen Hefts

Systemwandel - wie wird die große Transformation zur Realität?

forum Nachhaltig 04/2021 stellt sich grundlegenden Fragen zur Veränderung

  • Bildung & SDG
  • Gesellschaft & Politik
  • Finanzen & Klimaschutz
  • Kreislaufwirtschaft & Lieferketten
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
01
APR
2022
SensAbility - The WHU Impact Summit
Invest. Innovate. Inspire.
56179 Vallendar & online
Alle Veranstaltungen...

Gemeinsam ist es Klimaschutz

natureOffice nimmt Sie mit auf die Reise durch den Klimakosmos - gleich YouTube-Kanal abonnieren und Baum pflanzen!

Energie

Ab aufs Wasser!
Schwimmende Photovoltaik-Anlagen können zum erforderlichen schnellen Ausbau der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien beitragen
B.A.U.M. Insights

Jetzt auf forum:

Abgeordnete fordern Homöopathie-Reform als "klares Bekenntnis zu Medizin und Wissenschaft"

Startup Cozero macht Energieversorger LichtBlick klimatransparent

Französischer Uranatlas zeigt Daten und Fakten zu den oft verdrängten Gefahren der Atomindustrie

Eine neue Zeit… braucht neue Skills

Diversität und Frauenförderung

Wiener KI-Spezialist in der Weltspitze bei Sprachverarbeitung angekommen

Regelsystem PAUL wird weiter von der BAFA gefördert

Asahi Kasei produziert nachhaltiges Acrylnitril – Biopropylen als Grundstoff

  • PEFC Deutschland e. V.
  • Verka VK Kirchliche Vorsorge VVaG
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • TourCert gGmbH
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Global Nature Fund (GNF)
  • B.A.U.M. e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • SÜDWIND e.V. - Institut für Ökonomie und Ökumene