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Unternehmensappell: Fairen Wettbewerb herstellen und Wirtschaftsstandort Deutschland sichern

Über 700 Unternehmen fordern Abbau klimaschädlicher Subventionen von der zukünftigen Ampel-Koalition. Eine Mitzeichnung des Appells ist noch bis 15.11.2021 möglich.

Immer mehr Unternehmen warnen davor, dass künftig mangelnder Klimaschutz zum Standortnachteil wird. Nun fordern über 700 Unternehmen, darunter weltweit tätige Unternehmen wie Remondis, Mahlo oder Weleda von den Koalitionsverhandelnden den Abbau klimaschädlicher Subventionen. So soll der Wirtschaftsstandort Deutschland gesichert, Marktverzerrungen beendet und das Klima geschützt werden.

© wirtschaftsstandort-klimaschutz.deKlimaschutz ist knallharte Standortpolitik. Um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu sichern, fordern mehrere hundert Unternehmen von der künftigen Bundesregierung angepasste Rahmenbedingungen. Ihr Appell: Eine marktwirtschaftlich orientierte Klimapolitik braucht in dieser Legislaturperiode einen klaren Abbauplan für marktverzerrende, klimaschädliche Subventionen. So wird ein fairer Wettbewerb geschaffen, die Planungssicherheit für private und unternehmerische Investitionen erhöht und die Marktposition von zukunftsfähigen, klimapositiven Lösungen und Technologien gefördert. 

„Wir brauchen endlich eine Wirtschaftspolitik, bei der sich Investitionen in Nachhaltigkeit und Klimaschutz rentieren. Nur so werden wir den Wirtschaftsstandort Deutschland langfristig sichern", ist Dr. Sandra Wolf, Geschäftsführerin der Riese & Müller GmbH, überzeugt. Riese & Müller, ein inhabergeführtes Unternehmen, beschäftigt am Firmensitz in Mühltal mehr als 700 Mitarbeitende.

Patrick Kopischke, Geschäftsführer der Oskar Pahlke GmbH Schaumstoffe, stellt klar: „Ich erwarte von der künftigen Bundesregierung, dass die Marktverzerrungen in Deutschland beendet und faire Marktbedingungen für Klimaschutz hergestellt werden. Deswegen haben wir den Appell unterzeichnet."
 
Konkret fordern die Unternehmen in ihrem Appell:
  1. Dieselprivileg abschaffen
  2. Kerosin und Flugtickets besteuern
  3. Carbon-Leakage-Schutz nur noch für Unternehmen, die durch CO2-Bepreisung tatsächlich belastet werden
  4. Industrieausnahmen bei Energie- und Strompreisen auf Klimaschutz ausrichten
  5. Dienstwagenprivileg nur noch für Nullemissionsfahrzeuge  
Carolin Schenuit, Geschäftsführerin Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft, erklärt: „Es ist Zeit, ernst zu machen beim Abbau klimaschädlicher Subventionen. Zwei der drei verhandelnden Parteien haben diese Maßnahme in ihren Wahlprogrammen, über 85 Prozent der Bevölkerung unterstützt sie und ebenso große Teile der Wirtschaft, wie unser Appell zeigt. Jetzt gilt es, daraus konkrete Politik zu machen." 

Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft, fasst zusammen: „Die unterzeichnenden Unternehmen erwarten eine kluge wirtschaftspolitische Rahmensetzung für den Klimaschutz. Der Abbauplan für klimaschädliche Subventionen gehört in den Koalitionsvertrag!"

Den Appell unterzeichnet haben sowohl produzierende Unternehmen wie Riese & Müller, Oskar Pahlke Schaumstoffe, Weleda, VAUDE, Mahlo, Werkhaus oder Hebie GmbH gezeichnet. Auch mittelständische Unternehmen wie idealo, die WBS Gruppe, Ratisbona und BODAN Großhandel, Finanzakteure wie die GLS Bank, Triodos Bank, Umweltfinanz AG, Diomedea und Energieplayer wie Naturstrom, EWS, Green Planet Energy, wiwin, Consolar und Westwind unterstützen die Forderungen. Hinzu kommen innovative Startups wie refurbed, enpal, Salzwasser, Regiogröön, Ecosia und Tomorrow.

Der Unternehmensappell ist eine Initiative von FÖS und BNW. Eine Mitzeichnung des Appells ist noch bis 15.11.2021 möglich.


Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft (BNW e.V.)
Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft (BNW e.V.) ist seit 1992 die politische Stimme für eine nachhaltige Wirtschaft. Der unabhängige Unternehmensverband setzt sich für Umwelt- und Klimaschutz ein, ist als gemeinnützig anerkannt und führt eine Reihe von Bildungsprojekten durch. Der Verband und seine 500 Mitgliedsunternehmen zeigen: Wirtschaft, Soziales und Ökologie gehören zusammen. Immer wieder initiiert und koordiniert der BNW Bewegungen wie die Wirtschaftsinitiative „Entrepreneurs For Future". Über seinen europäischen Dachverband Ecopreneur.eu bezieht der Verein auch in Brüssel Stellung.

Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) e.V.
Das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) e.V. ist ein unabhängiger politischer Think Tank für marktwirtschaftliche Instrumente in der Umwelt- und Klimapolitik. Das FÖS erstellt ökonomische Studien und politische Expertisen. Seit 1994 setzt es sich für die Weiterentwicklung der sozialen Marktwirtschaft zu einer ökologisch-sozialen Marktwirtschaft ein. Die Schwerpunkte des FÖS liegen dabei in den Themenbereichen ökologische Finanzreform sowie Energie-, Verkehrs-, Ressourcen- und Agrarpolitik.
 
Kontakt:
Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V., Dr. Katharina Reuter | reuter@bnw-bundesverband.de | www.bnw-bundesverband.de
Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e.V., Carolin Schenuit | Carolin.Schenuit@foes.de | www.foes.de

Gesellschaft | Politik, 10.11.2021
     
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