Umwelt | Klima, 01.09.2021

Klimaneutralität in der Bio-Lebensmittel-Herstellung

Die Bauck GmbH setzt auf CO2-Einsparungen und Kompensation – in Mittelamerika und in der Region

Für die Bauck GmbH liegen nachhaltiges Handeln, Klimaschutz und fruchtbare Erde in der eigenen DNS. Bereits der Großvater des heutigen Geschäftsführers Jan-Peter Bauck stellte seinen Hof auf die biologisch-dynamische Landwirtschaft um, um in Einklang mit der Natur zu wirtschaften. Das war vor rund 90 Jahren. Inzwischen ist aus dieser Keimzelle ein wachsender Hersteller von Bio-Lebensmitteln geworden – und der Schritt zur Klimaneutralität war ganz logisch. Seit circa sieben Jahren ist die Bauck GmbH EMAS zertifiziert, seit rund drei Jahren rechnerisch klimaneutral.
 
© BauckhofEinsparen wo möglich
Als produzierender Betrieb benötigt die Bauck GmbH natürlich weiterhin Energie und stößt so auch direkt CO2 aus. Mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen wird fortlaufend daran gearbeitet, den eigenen Fußabdruck zu reduzieren. Eine eigene Photovoltaikanlage, die laufende Umstellung des Fuhrparks auf Elektromobilität und Einsparung von Verpackungsmaterial sind nur davon. So schnell wie möglich so viel Energie wie möglich zu reduzieren ist das tägliche Ziel.

Kompensieren wo nötig – in der Ferne und vor der eigenen Haustür
Alleine durch die vielfältigen Maßnahmen zur Einsparung von Energie und damit CO2 lässt sich die Klimaneutralität aktuell nicht erreichen. Ein Teil der Kompensation findet durch die Unterstützung des Projekts Plan Vivo in Nicaragua statt. In dem unterstützten Projekt haben sich Kleinbauern in Nicaragua zusammengeschlossen, um ungenutzte Landflächen wieder aufzuforsten. Die Zunahme der Waldfläche, eine bessere Raumnutzung sowie ihre ökologische Bewirtschaftung verbessern die Lebensqualität der Bewohner:innen und zahlen nachhaltig in den Klimaschutz ein.
 
Doch der Bauck GmbH ist es besonders wichtig, auch in der eigenen Nachbarschaft aktiv etwas für zur CO2-Kompensation zu tun. Die Lösung: Kompost. Ein auf den ersten Blick ungewöhnlicher Ansatz, der bei genauerer Betrachtung sehr sinnvoll ist. Nur wenige Kilometer von der Produktionsstätte der Bauck GmbH entfernt liegt der Bauckhof Stütensen, einer der landwirtschaftlichen Betriebe aus dem das Unternehmen hervorgegangen ist. Dort wird die bei der Produktion von Mehlen und anderen Mühlenprodukten anfallende Dinkelspelze kompostiert. Nachdem sie zuerst als Einstreu in den Ställen dient, wird sie anschließend zu hochwertigem Hummus kompostiert. Der Hummus besteht zu großen Teilen aus Kohlenstoff, der durch die Einarbeitung in die Äcker CO2 bindet. Und zusätzlich trägt er auch noch zur Verbesserung der Bodenqualität bei – ein Gewinn für alle Seiten. Und natürlich das Klima.

Mehr Informationen zu den Maßnahmen der Bauck GmbH: www.bauckhof.de/klimaneutral
Mehr Informationen zu Plan Vivo: www.planvivo.org/

Dieser Artikel ist in forum Nachhaltig Wirtschaften 03/2021 mit Heft im Heft zur IAA Mobility - KRISE... die größte Chance aller Zeiten erschienen.



     
        
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