Nachhaltige Geschenkideen

Tipps für ressourcenschonende Geschenke

In der heutigen Zeit liegt der Fokus nicht mehr nur auf individuellen und besonderen Geschenkideen. Man möchte auch, dass diese Geschenke nachhaltig sind. Doch was bedeutet Nachhaltigkeit?

Geht es um eine umweltfreundliche Herstellung und Verpackung? Sollen diese Geschenke, falls sie einmal kaputtgehen, repariert werden können? Und falls das nicht geht oder sie generell nicht mehr gebraucht werden, müssen sie dann auf jeden Fall recyclingfähig sein?

Tatsächlich umfasst das Wort Nachhaltigkeit all das. Im Grundsatz heißt es, keine größere Menge an Ressourcen zu verbrauchen, als nachwachsen kann. Die oben genannten Beispiele bedeuten, dass mit den vorhandenen Materialien sparsam, also ressourcenschonend umgegangen wird. Dadurch hat das verbrauchte Material Zeit nachzuwachsen, z. B. indem sowohl durch umweltfreundliche Verpackung als auch durch Reparatur oder Recycling von altem Material weniger bis gar kein neues Material verbraucht werden muss. Und das bedeutet natürlich auch, den Verbrauch von fossilen Materialien zu vermeiden.

Doch nicht nur die Herstellung ist wichtig, auch der Transport der Ware ist ein Faktor. Es gibt viele Lebensmittel in unseren Supermärkten, die aus Südamerika, Südafrika oder Neuseeland stammen. Allein der Transport über diese weite Strecken ist schon nicht mehr mit Nachhaltigkeit vereinbar. Die Art und Weise des Anbaus ist ein weiterer Faktor. Werden Obst, Gemüse und andere Nahrungsmittel wie Palmöl und Soja wirklich nachhaltig angebaut oder werden dafür wertvolle Flächen zerstört bzw. eine große Menge an Pestiziden verwendet?

Jetzt war ausschließlich von Produkten die Rede. Doch es gibt auch nachhaltige Dienstleistungen, die man verschenken kann. Man kann z. B. einen nachhaltigen Urlaub verschenken, nachhaltige Lebensmittel oder Gutscheine für nachhaltige Hilfe im Haushalt.

Nachhaltigen Urlaub zum Verschenken
© Thomas B., pixabay.comNachhaltiger Urlaub beinhaltet zum einen den Weg zum Urlaubsziel und zum anderen den Aufenthalt selbst.

Was den Weg betrifft, ist der Urlaub nahe der eigenen Haustür am umweltfreundlichsten. Dabei kann man den Urlaubsort per Rad oder Bahn oder die Kombination von beidem erreichen. Das bedeutet einen Transport ohne den Verbrauch fossiler Brennstoffe. Selbst die Fahrt mit einem Reisebus ist umweltfreundlicher als der Individualverkehr per Auto, sofern es sich nicht um ein Elektroauto handelt, das mit grünem Strom betankt wird.

Sollte man dennoch nicht auf eine Reise mit dem Flugzeug oder Schiff verzichten wollen, kann man die Möglichkeit nutzen, einen CO2-Ausgleich zu zahlen, z. B. bei Atmosfair. Inzwischen gibt es auch Schiffe, die eine bessere CO2-Bilanz haben. Am umweltfreundlichsten sind natürlich Segelschiffe. Ein Segeltörn als Urlaubsreise wäre also ideal. Viele Menschen möchten allerdings eine Kreuzfahrt unternehmen. Es gibt inzwischen Kreuzfahrtschiffe, die nicht mehr mit Schweröl betankt werden, sondern stattdessen Flüssiggas verwenden. Obwohl auch Gas ein fossiler Brennstoff ist, wird bei dessen Verbrennung weniger CO2 ausgestoßen.

Sowohl beim regionalen als auch beim Auslandsurlaub sollte ein ressourcenschonender Aufenthalt gewählt werden. Sowohl die Unterkunft als auch die Unternehmungen am Urlaubsort sollten unter diesem Aspekt gewählt werden. Dies findet immer mehr Verbreitung. Es gibt bspw. Hotels, die klimaneutral arbeiten. Dort wird auch beim Essen auf Nachhaltigkeit geachtet, z. B. unter Verwendung regionaler und Bio-Lebensmittel. Sollte man auswärts essen gehen wollen, kann man auch hier darauf achten, ein Restaurant mit regionaler Küche zu besuchen oder eines, das nachhaltig angebaute bzw. produzierte Lebensmittel verarbeitet.

Die Umgebung vor Ort kann man zu Fuß, mit einem (Leih)Fahrrad oder bei längeren Strecken mit einem Elektro(miet)wagen erkunden.
Man kann sich während des Urlaubs auch mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen, um dadurch weitere Ideen für einen ressourcenschonenden Umgang mit der Umwelt zu erhalten. Man kann geführte Wandertouren buchen, die sich mit dem Thema Natur und Umweltschutz beschäftigen. Beim Besuch eines Zoos, Aquariums oder Tierparks erfährt man etwas zum Thema Artenvielfalt und über bedrohte Tierarten sowie den Grund für diese Bedrohung.

Nachhaltige Lebensmittel zum Verschenken
Wenn man jemandem mit selbst gemachtem Kuchen, Brot oder Pralinen beschenken möchte, sollte man darauf achten, nachhaltige Lebensmittel zu verwenden.

Bei Lebensmitteln gibt es viele Aspekte, auf die man achten kann. Dazu gehören die Herkunft der Lebensmittel, die Herstellung bzw. Verarbeitung, die Verpackung und der Transport.

Im besten Falle sollte man Lebensmittel aus regionalem Anbau verwenden. Das verursacht den geringsten durch Transport verursachten CO2-Ausstoß. Wenn man Schokolade verschenken möchte, z. B. auch für selbst gemachte Pralinen, ist das in Deutschland natürlich nicht möglich. Dann sollte man wenigstens darauf achten, dass das Lebensmittel nachhaltig und unter fairen Arbeitsbedingungen angebaut wird. Ebenfalls empfehlenswert ist natürlich, wenn die Lebensmittel mit einem Bio- oder gleichwertigen Siegel gekennzeichnet sind. Das Biosiegel ist ein staatlich kontrolliertes Siegel, das in Deutschland verwendet wird und gleichbedeutend mit dem EU-Biosiegel ist. Dabei müssen mindestens 95 Prozent der Zutaten aus biologischem Anbau stammen.

Am besten sollte man Lebensmittel ohne Verpackung kaufen. Einiges an Obst und Gemüse ist bereits unverpackt vorhanden. Je nach Obst- und Gemüsesorte und -menge kann man es ohne Verpackung abwiegen bzw. an der Kasse abwiegen lassen. Oder man verwendet wiederverwendbare Netze. Die gibt es auch aus umweltfreundlichen Materialien wie Bio-Baumwolle. In Unverpackt-Läden bekommt man auch andere Lebensmittel als Obst und Gemüse. Dorthin kann man entweder seine eigenen Verpackungen mitnehmen oder Pfandbehälter nutzen. So hat man weniger Verpackungsmüll zu Hause. Dabei ist man außerdem auf dem besten Weg zum Zero Waste-Trend, also keinen Müll zu produzieren.

Gutscheine
Gutscheine können eine nachhaltige Alternative zu anderen Geschenkideen sein. Gutscheine kann man selbstverständlich in Geschäften kaufen. Dabei sollte man darauf achten, dass es Unternehmen mit einer Nachhaltigkeitsphilosophie sind. Man kann Gutscheine aber auch selbst erstellen, noch dazu auf Umweltpapier. Außerdem kann man Gutscheine auch digital erstellen und versenden.

Mit Gutscheinvorlagen kann man das ganz einfach umsetzen, da sie sowohl digital als auch zum Ausdrucken sind oder gerne als Vorlage zum Selbermachen genutzt werden können. Mithilfe von Gutscheinvorlagen kann man ganz bewusst nachhaltige Geschenkideen verschenken, z. B. nachhaltige Urlaubsreisen, Produkte oder sogar Dienstleistungen, u. a. nachhaltig im Haushalt helfen:
  • Rasen mähen mit einem Elektrorasenmäher, der mit grünem Strom geladen wird; oder gleich ganz ohne Strom mit einem Spindelrasenmäher, der einen gepflegt aussehenden Rasen hinterlässt
  • Putzen mit nachhaltigen und umweltfreundlichen Putzmitteln
  • nachhaltig kochen oder backen – am besten regional und bio
  • Gassi gehen – das geht auch mit kompostierbaren und plastikfreien Beuteln, um die Hinterlassenschaften des Vierbeiners umweltfreundlich zu beseitigen
  • Für Gutscheine zu Weihnachten findet man z. B. hier passende Weihnachtssprüche und -gedichte: Gutscheinspruch.de/weihnachtswuensche

Lifestyle | LOHAS & Ethischer Konsum, 28.08.2021
     
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  • Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
  • Verka VK Kirchliche Vorsorge VVaG
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • PEFC Deutschland e. V.
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • B.A.U.M. e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • TourCert gGmbH
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • SÜDWIND e.V. - Institut für Ökonomie und Ökumene
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG