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Wie die Finanzwirtschaft als Treiber von Corporate Social Responsibility fungieren kann

Auf den ersten Blick mögen Finanzinvestoren und Klimaschützer wenig gemeinsam haben. Tatsächlich aber wird der Finanzsektor inzwischen als entscheidender Hebel für die Transformation ganzer Volkswirtschaften in Richtung Klimaneutralität gesehen.

© Nattanan Kanchanaprat, pixabay.comIn einer Zeit, in der die Stimme von Kunden, Umweltschützern und anderen Interessengruppen immer stärker wird, wird die soziale Verantwortung von Organisationen und Unternehmen (Corporate Social Responsibility, CSR) zunehmend als Strategie zur Reduzierung von Geschäftsrisiken und zur Erzielung von Ergebnissen, die sowohl Aktionäre als auch Stakeholder zufriedenstellen, eingesetzt. Aber auch im privaten herrscht eine zunehmende Nachfrage nach Unternehmen, die sozial verantwortungsvoll agieren. So ist es beispielsweise heute auf dem Kreditmarkt nicht mehr ausreichend, ausschließlich günstige Kredite anzubieten (wie Sie solche finden, erfahren Sie im Guide über Kredite von Enqome), viele Verbraucher wünsch sich auch Partner, die verantwortungsvoll agieren.

Soziale Verantwortung bald als Grundpfeiler der Finanzwirtschaft? 
Die Finanzwirtschaft gilt als ein Schmiermittel für die Wirtschaft. Aus diesem Grund stellt sich die Frage, ob sie auch die soziale Verantwortung von Unternehmen und die Nachhaltigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung beeinflussen kann. 

Inzwischen ist es das erklärte Ziel vieler Regierungen, Unternehmen und Finanzinvestoren, die Kapitalströme nachhaltiger zu gestalten. Die Bundesregierung will Deutschland sogar zu einem führenden Standort für nachhaltige Finanzen machen.

Letztes Jahr hat die Bundesregierung zudem eine Richtlinie zur CSR verabschiedet. Diese soll alle großen kapitalmarktorientierten Unternehmen mit 500 oder mehr Mitarbeitern verpflichten, über ökologische Themen zu berichten – darunter würden zu wenige Unternehmen fallen, kritisieren Experten und fordern eine Ausweitung. Die Berichtspflicht auf mittelständische und nicht kapitalmarktorientierte Unternehmen auszuweiten, begründen sie durch die hohe Wertschöpfung von KMUs, gerade in Deutschland sowie der bestehenden Fremdfinanzierung.

An dieser Stelle stellt sich die Frage, in weit es sogar im Eigeninteresse der Unternehmen ist, sich am Thema CSR nachhaltig zu beteiligen und nicht vielleicht die staatlichen Anreize anderweitig gesetzt werden sollten. 

Unternehmerischer Nutzen von CSR
In gewisser Weise kann die soziale Verantwortung von Unternehmen als eine Art Öffentlichkeitsarbeit gesehen werden. Sie geht jedoch darüber hinaus, da Corporate Social Responsibility auch die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens steigern kann. Zu den geschäftlichen Vorteilen der sozialen Verantwortung von Unternehmen gehören die folgenden:

  1. Stärkeres Markenimage, Wiedererkennung und Reputation
    CSR steigert den Wert eines Unternehmens, indem es einen guten Ruf und/oder Markenwert aufbaut und erhält.

  2. Erhöhte Kundentreue und Verkäufe
    Kunden einer Firma, die CSR praktiziert, haben das Gefühl, dass sie der Firma helfen, gute Zwecke zu unterstützen.

  3. Operative Kosteneinsparungen
    Investitionen in die betriebliche Effizienz führen zu Einsparungen bei den Betriebskosten und zu einer geringeren Umweltbelastung.

  4. Bindung von wichtigen und talentierten Mitarbeitern
    Mitarbeiter bleiben oft länger und engagieren sich stärker für ihr Unternehmen, wenn sie wissen, dass sie für ein Unternehmen arbeiten, das CSR praktiziert.

  5. Leichterer Zugang zu Finanzmitteln
    Viele Investoren sind eher bereit, ein Unternehmen zu unterstützen, das CSR betreibt.
Der Ball liegt nun bei der Politik
Die Empfehlungen zur Vorreiterrolle der Finanzwirtschaft sind umfangreich - der Beirat verspricht sich davon eine große Signalwirkung. So empfiehlt er, ein Klimaziel für die Haushalte von Bund und Ländern festzulegen, ausgedrückt als Prozentsatz der Gesamtausgaben für den Klimaschutz.


     
        
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