Lifestyle | LOHAS & Ethischer Konsum, 17.06.2021
Queer durch die Filmindustrie und Doppelpride
“Pride Month” ist das Thema schlechthin im Juni.
Im Deutschen kann man das etwa mit "Monat des Stolzes” ausdrücken. Neben dem europäischen Fußball, sollte man diesen Monat auch wichtigen gesellschaftlichen Problemen widmen. Denn die LGBT+ Community hat in Deutschland, in Europa, weltweit mit großen Problemen zu kämpfen. Toleranz und Akzeptanz sind für Personen, die sich zugehörig zu dieser Gemeinschaft fühlen, keine Selbstverständlichkeit. Die Film- und Medienlandschaft kann hier ein wichtiges Instrument der gesellschaftlichen Emanzipation sein.
LGBT+ Filme sind Filmklassiker
Man kennt es doch gut: Popcorn in die Mikrowelle, Kronkorken öffnen und ab in bunten Socken auf die Couch. Doch wer macht sich schon Gedanken, dass gesellschaftliche Emanzipation und Unterhaltung nah beieinander liegen können. Was uns die Filmwelt vorlebt, erfährt auch unter uns im Alltag größere Akzeptanz. Hollywood hat die Macht die Realwelt zu beeinflussen. Ohne Zweifel greift der deutsche Film Freier Fall den Zeitgeist eindrucksvoll auf. Das Porträt eines gestandenen Polizeibeamten, dessen gutbürgerliches Leben erfolgreich in eher konservativen, heterosexuellen Sphären verläuft, gerät durch ungeahnte Emotionen für einen männlichen Kollegen aus den Bahnen. Stephan Lacant hat den gesellschaftlichen Wandel mit seinen Charakteren eindrucksvoll eingefangen. Die Kameras scheinen ein Licht auf eine eher unscheinbare Parallelwelt, die nicht sehr im öffentlichen Diskurs steht.
Zwei Länder mit unterschiedlicher Wahrnehmung
Wenn es um die Rechte und Anerkennung der sexuellen Identität könnte die öffentliche Darstellung dieses Themas in Deutschland und Polen nicht unterschiedlicher sein. Während das westlichere Land - trotz liberal-konservativer Regierung, die der gesellschaftlichen Akzeptanz dieser Community häufig Stolpersteine in den Weg legt - einen guten Ruf im In- und Ausland genießt, zeichnet sich östlich der Oder ein ganz anderes Bild. In den letzten Jahren machte Polen eher mit sog. "LGBT freien Zonen” auf sich aufmerksam oder reißerischen Aussagen von politischen Verantwortungsträgern. Die vielen mutigen Menschen, die dort jährlich auf die Straße gehen, Regenbogen-Flaggen hissen und sich tagtäglich für Betroffene einsetzen, nimmt man international leider kaum wahr.
Doppelpride - Grenzenlose Akzeptanz der LGBT+ Community
Dabei gibt es Menschen in beiden Ländern, die gemeinsam die bunten Socken mit Regenbogenmotiv anziehen, um der LGBT+ Community zu größerer Toleranz und Akzeptanz zu verhelfen. Das erkennt man beispielsweise in der Grenzregion: Frankfurt/Oder auf der deutschen und Slubice auf der polnischen Seite. Zum zweiten Mal findet am 4. September 2021 ein Marsch statt, um gemeinsam gegen Homofeindlichkeit zu protestieren. Polen, Deutsche und Menschen aus aller Welt laufen Schulter an Schulter von Slubice nach Frankfurt/Oder - über die Brücke, die die zwei Länder miteinander verbindet. Die Initiative möchte beweisen, dass "Grenzenlosigkeit” und "Weltoffenheit” nicht nur interkulturell verstanden werden sollten, sondern auch als Vielfalt geschlechtlicher Identitäten und Lebensentwürfe. Doppelpride für doppelte Verbesserung!
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