Lifestyle | Essen & Trinken, 11.04.2021
Weniger Ammoniak und mehr Tierwohl durch bessere Belüftung
Modell-Vorhaben simuliert Rinderstall
Die Landwirtschaft gilt als eine der größten Quellen für Ammoniakemissionen. Besonders die Rinderhaltung steht im Fokus. Das Johann Heinrich von Thünen-Institut hat berechnet, dass sich der Ammoniakausstoß senken lässt, wenn die
Rinderställe anders aufgebaut sind und ein Abluftkanalsystem installiert
wird. Gleichzeitig steigt so das Tierwohl. Die Deutsche Bundesstiftung
Umwelt (DBU) hat das Projekt fachlich und finanziell mit 97.270 Euro
gefördert.
Versauerung und Stickstoffanreicherungen im Boden und in Gewässern
bedeuten Belastungen der Ökosysteme, die oft auf Ammoniakemissionen
zurückzuführen sind. Nach Vorgabe der Europäischen Union müssen diese Emissionen sinken. In der deutschen Landwirtschaft ist die
Rinderhaltung für etwa die Hälfte der Ammoniakemissionen
verantwortlich. Ein Großteil davon entfällt auf den Stall und die
Lagerung von Gülle.Mehr Tierwohl und weniger Ammoniak
"Eine Möglichkeit, die Emissionen zu reduzieren ist die sogenannte partielle Unterflurabsaugung", erläutert der technische Projektleiter Stefan Linke. Die hohe Ammoniakkonzentration werde unter einem Spaltenboden, auf dem die Rinder stehen, abgesaugt und gereinigt. Oberhalb des Bodens belüfte Wind den Stall weiterhin. So könne Ammoniakbelastung reduziert und gleichzeitig der Tierschutz verbessert werden.
Modell-Vorhaben simuliert Rinderstall
Die Forscher des Instituts haben zusammen mit dem unternehmerischen Kooperationspartner Norddeutsche Bauernsiedlung einen Rinderstall mit 255 Tieren simuliert, in dem die partielle Unterflurabsaugung zum Einsatz kommt. "Die Ergebnisse zeigen, dass die Ammoniakemission deutlich gesunken ist", sagt Linke. "Da die Methode bisher aber nur mathematisch simuliert wurde, haben wir bereits Kontakt mit Vertretern aus der Abluftreinigungsindustrie aufgenommen, um einen Partner für ein Folgeprojekt zu gewinnen." Ziel sei es, einen Rinderstall mit entsprechender Technik zu bauen und zu vermessen.
Frau Reiche – es reicht!
forum 03/2026
- Resilienz
- Klimafinanzierung
- Wald
- Startups
Kaufen...
Abonnieren...
22
JUL
2026
JUL
2026
3-30-300: Mehr Grün in die Stadt
Im Rahmen der Serie "München 'grüner' machen"
80336 München und online
Im Rahmen der Serie "München 'grüner' machen"
80336 München und online
15
SEP
2026
SEP
2026
24
NOV
2026
NOV
2026
Forum Solar Plus - Frühbucherpreis bis 27. Juli
Die erneuerbare Energiewelt im Fokus - Ticketrabatt für forum-Leser*innen!
10178 Berlin
Die erneuerbare Energiewelt im Fokus - Ticketrabatt für forum-Leser*innen!
10178 Berlin
Anzeige
Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.
Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.
Bildung
Keine Zeit für Kinder und ZukunftChristoph Quarch analysiert die Vergleichsstudie der UNICEF zur Kinderarmut
Jetzt auf forum:
Günstig durch das teure Reiseparadies
Sondervermögenstracker: Jeder fünfte Euro aus dem KTF ist nicht klimawirksam
Von der Idee ins Machen: Warum der nächste Schritt leichter ist, wenn man ihn nicht alleine geht
Genuss braucht Qualität und Qualität braucht nachhaltige Landwirtschaft
110,396 cigarette butts collected in one month
Sonae Arauco legt ersten Nachhaltigkeitsbericht vor
Arbeit wirksam mit Team Human x AI gestalten
Regional die Energiewende mit Hilfe von Wasserstoff voranbringen





















