Aktiv gegen die Plastikverschmutzung

Nachhaltigkeitsinitiative der deutschen Tourismusbranche veröffentlicht Leitfaden zur Reduzierung von (Einweg-)Plastik in Hotels und Tourismusbetrieben

Über 8 Millionen Tonnen Plastikmüll gelangen jährlich in die Ozeane, 2050 wird es mehr Plastik als Fische in den Meeren geben. Alarmierende Zahlen! In wichtigen touristischen Zielgebieten wie beispielsweise den Balearen hat der Tourismus einen wesentlichen Anteil am Plastikaufkommen. Insbesondere in der Sommersaison steigt hier der Plastikabfall durch Tourismus um mehr als 30 Prozent.
 
Über 8 Millionen Tonnen Plastikmüll gelangen jährlich in die Ozeane, 2050 wird es mehr Plastik als Fische in den Meeren geben. © Kakuko, pixabayDeshalb hat Futouris, die Nachhaltigkeitsinitiative der deutschen Tourismusbranche, einen Leitfaden zur Reduzierung von (Einweg-) Plastik in Hotels und Tourismusbetrieben veröffentlicht. Dieser im Rahmen des Branchenprojektes „Plastikfreier Urlaub auf den Balearen" entwickelte Ratgeber enthält Alternativen zu vielfach verwendeten Einwegplastikprodukten. 
 
Die verschiedenen Plastikprodukte werden anhand ihrer Auswirkungen in puncto Nachhaltigkeit dargestellt, sodass Betriebe unkompliziert die für sie am besten umzusetzenden Alternativen wählen können. Damit können die Auswirkungen auf die Umwelt genau bewertet und leichter berücksichtigt werden. 
 
Der Leitfaden
Der Leitfaden wurde im Rahmen des Projektes „Plastikfreier Urlaub auf den Balearen" entwickelt, bei dem die Futouris-Mitglieder mit der Regierung der Balearen und lokalen NGOs wie z.B. "Travel Without Plastic” und "Save The Med” kooperieren, um gemeinsam aktiv gegen die Plastikverschmutzung vorzugehen. Zusammen mit lokalen Hoteliers und weiteren Partnern aus der Tourismusbranche wurden Konzepte und Maßnahmen für die Reduzierung von Plastikabfällen und ein verbessertes Recycling entwickelt. 

Der Leitfaden unterstützt die Tourismusbetriebe darin, nachhaltigere Alternativen für häufig verwendete Einwegplastikprodukte zu finden. So werden zum Beispiel verschiedene Alternativen für Plastikflaschen, Miniatur-Toilettenartikel, in Plastik verpackte Badezimmerartikel, Slipper, Strohhalme, Plastikgeschirr und Take-away Boxen vorgeschlagen. Die empfohlenen Alternativen werden nach einem von "Save The Med” entwickelten Index nach ihrer Nachhaltigkeit bewertet. Wichtige Kriterien sind hierbei die Auswirkungen des verwendeten Materials auf die Umwelt, Recyclingfähigkeit und vorhandene Entsorgungsmöglichkeiten. 

Plastikwasserflaschen und ihre Deckel tragen bspw. einen erheblichen Anteil zur Plastikverschmutzung an Stränden und in den Meeren bei. Diese können im Hotelbetrieb zum Beispiel durch Wasserstationen in öffentlichen Bereichen oder auf den Fluren oder durch die Nutzung von Mehrweg-Glasflaschen von lokalen Lieferanten ersetzt werden. Beide Alternativen reduzieren die negativen Auswirkungen auf die Umwelt bereits erheblich und können auch zur Kosteneinsparung beitragen.
 
Prof. Dr. Harald Zeiss, Vorstandsvorsitzender von Futouris, ist überzeugt: „Die meisten Einweg-Plastikprodukte sind leicht zu ersetzen. Aber viele Unternehmen kennen die Möglichkeiten nicht. Hier setzt unser Leitfaden an: Wir bieten Tourismusbetrieben weltweit eine übersichtliche Auswahl von nachhaltigeren Alternativen an. So sparen wir den Unternehmen Zeit und reduzieren Plastikartikel entlang der gesamten touristischen Wertschöpfungskette”.
Im nächsten Schritt werden die entwickelten Pilotmaßnahmen zur Reduzierung des Plastikverbrauches von den am Projekt beteiligten Hotels in der Praxis erprobt und auf ihre Durchführbarkeit und die zu erreichenden Einsparungen am Plastikaufkommen getestet.
 
Der Leitfaden kann auf der auf der Futouris-Website kostenlos heruntergeladen werden.
 
Kontakt: Futouris e.V. | info@futouris.org | www.futouris.org

Quelle: Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig

Lifestyle | Sport & Freizeit, Reisen, 02.03.2021
     
Cover des aktuellen Hefts

Systemwandel - wie wird die große Transformation zur Realität?

forum Nachhaltig 04/2021 stellt sich grundlegenden Fragen zur Veränderung

  • Bildung & SDG
  • Gesellschaft & Politik
  • Finanzen & Klimaschutz
  • Kreislaufwirtschaft & Lieferketten
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
22
JAN
2022
Wir haben es satt!-Demo - Neustart Agrarpolitik jetzt!
#WHES22: Auf die Straße für Bauernhöfe, Tiere und das Klima
10117 Berlin
Alle Veranstaltungen...

Gemeinsam ist es Klimaschutz

natureOffice nimmt Sie mit auf die Reise durch den Klimakosmos - gleich YouTube-Kanal abonnieren und Baum pflanzen!

Gesundheit & Wellness

The only way out is the way through?
Ohne die gemeinsame Veränderung unseres Verhaltens, unserer Konsumgewohnheiten und unseres Lebensstils wird uns die Impfpflicht nicht weiterbringen!
B.A.U.M. Insights
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Impulse für einen DAX-Konzern: Abschlussworkshop bei Symrise

Nachhaltig Weihnachten feiern

Warum wir bei unserem Wohnquartier Kokoni One auf Holz setzen

Deutscher Nachhaltigkeitspreis für Billie Eilish, Joss Stone und Chris De Burgh

Bio-Pionier, Wegbereiter und Qualitätsführer im Bereich Bio-Aromatherapie

Ein mithilfe von erneuerbaren Energien betriebenes Mikronetz soll Strom auf die japanische Insel Okinoerabu bringen

CrossLend strukturiert nachhaltige Anleihe für Bikeleasing, Ergo und MEAG als digitales Asset

Innovatives Ladegerät für E-Autos gewinnt zwei Preise

  • Verka VK Kirchliche Vorsorge VVaG
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • SÜDWIND e.V. - Institut für Ökonomie und Ökumene
  • B.A.U.M. e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • TourCert gGmbH
  • VDMA Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
  • PEFC Deutschland e. V.