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Enkeltaugliche Lebensweise für alle

Studierende der FH Münster präsentieren in Filmen die Ergebnisse aus einer Denkwerkstatt

In forum Nachhaltig Wirtschaften 1/2021 stellen wir Ihnen weitere Visionen im Bereich Nachhaltiges Design vor. 
Ein Gedankenspiel: Seitdem Petra eine App vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit nutzt, hat sich ihr Leben völlig verändert. "Enkeltaugliche Lebensweise für alle", so der Name, hilft Petra, nachhaltiger zu leben. Durch sie nimmt Petra beispielsweise an Challenges teil, verabredet sich mit anderen zum gemeinsamen Essen und sucht in einer Karte den nächsten Unverpackt-Laden. Petra lebt mit einer Behinderung, doch das ist für sie alles kein Problem: Die App gibt es auch in leichter Sprache, einfach zu bedienen ist sie ohnehin. Auch Bernd, Petras Betreuer, nutzt sie. Ab 2025 soll die App für alle Smartphone-Nutzer*innen verpflichtend sein.

Eine der Ideen aus der Denkwerkstatt Dieses Szenario ist in die Zukunft gerichtet, denn ein Bundesministerium für Nachhaltigkeit gibt es bekanntlich nicht und auch keine verpflichtende App. Es stammt aus einem Film, den eine Gruppe von Studierenden der FH Münster in dem Seminar "Denkwerkstatt: Enkeltaugliche Lebensweise für alle" umgesetzt hat. "Sie hatten die Aufgabe, Ideen zu entwickeln, wie sozial und finanziell benachteiligte Menschen an einem nachhaltigen Lebensstil teilhaben können", erklärt die Lehrbeauftragte Sophie Löbbering. Niemanden zurückzulassen und auch die Schwächsten auf diesem Weg mitzunehmen ist eine wesentliche Forderung aus der Agenda 2030, in der die 17 UN-Ziele für eine nachhaltige Entwicklung definiert sind.

Die Organisationsberaterin Löbbering, selbst FH-Alumna aus dem Masterstudiengang Nachhaltige Dienstleistungs- und Ernährungswirtschaft, hat die Denkwerkstatt geleitet. Begleitet wurde sie von Christoph Spahn, einem Unternehmensberater aus Köln, und von Prof. Dr. Carola Strassner vom Fachbereich Oecotrophologie - Facility Management (OEF).

Unter erschwerten Bedingungen eines Online-Semesters sind aus fachlichem Input und moderierten Kreativprozessen insgesamt vier Legefilme in Gruppenarbeit entstanden. "Es war herausfordernd. Die Denkwerkstatt ist mit viel Interaktion, kreativem Denken und Handarbeit konzipiert", sagt Löbbering. Sie sei überrascht, so eine Studentin aus dem Seminar, dass es dennoch so gut funktioniert habe.

Ihre Ergebnisse und Filme haben die Studierenden auf der Messe Biofach in einer Videokonferenz präsentiert. "Sie sind auf großes Interesse gestoßen und haben lebendige Diskussionen hervorgerufen", so Strassner.

Die Filme sind unter fh-muenster.de/enkeltauglich abrufbar.
 


     
        
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