Wirtschaft | Lieferkette & Produktion, 10.11.2020
Ein sauberes Geheimnis
Neue Verpackungen von Sonnentor sind CO2 sparender
Anfang des Jahres enthüllte Sonnentor bereits seine neue Tee-Verpackung. Doch jetzt geht‘s ans Eingepackte, denn der Kräuterspezialist hat die Innovation einem CO2-Check unterzogen. Die Ergebnisse lüften ein sauberes Geheimnis: Satte 20 Prozent CO2 werden gegenüber der vorigen Lösung eingespart. Ein Ergebnis, das auch die Umwelt freut.
Der Kräuterexperte hat den CO2-Check in Kooperation mit dem unabhängigen Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) durchgeführt. „Ein wichtiger Schritt, denn es gilt laufend zu prüfen, ob unsere Entwicklungen im Bereich Verpackung, auch tatsächlich eine Verbesserung für die Umwelt mit sich bringen", erklärt Sonnentor Gründer Johannes Gutmann und ergänzt: „In diesem Fall ist das Ergebnis eindeutig positiv!"Änderungen, die ins Gewicht fallen
Die massive Einsparung ist dank mehrerer Optimierungen im Verpackungsprozess möglich. In den alten Aufgussbeutelhüllen der Doppelkammerbeutel von Sonnentor war ein Aromaschutz aus Polypropylen eingearbeitet. Dieser wurde durch eine verbesserte Barriere ersetzt, die aus Holzfolie besteht. Durch den verstärkten Aromaschutz ist bei den Teeschachteln außen keine zusätzliche Verpackung mehr notwendig, so werden jährlich 20.000 kg Verpackungsmaterial eingespart. Doch nicht nur bei diesem Schritt war die Umstellung erfolgreich. Der Umwelt zuliebe reduziert der Bio-Pionier an allen Ecken und Enden. Dank einem Papier für die Aufgussbeutelhüllen, welches um ein Drittel dünner ist, wurde auch der Papierverbrauch massiv reduziert, und zwar um 22.000 kg. Einsparungspotentiale wurden ebenfalls bei den Transportverpackungen genutzt. Durch eine effizientere Schlichtung entstehen keine unnötigen Leerräume mehr. Das spart ein Drittel des Gewichts. Außerdem haben die Transportkartons einen Recyclinganteil von rund 80 Prozent, was sich ebenfalls positiv auf die CO2-Bilanz auswirkt.
Bio-Pionier auf dem Holzweg
„Verpackung geht uns alle an", betont Gutmann und erklärt: „Wir müssen Verpackungen endlich als Wertstoff ansehen und nicht als Müll. Ziel muss es sein, Kreisläufe zu schließen. Es gibt viele Wege in die Zukunft. Wir bei Sonnentor setzen auf Kompostierbarkeit und Recycling."
Bereits 2008 hat Sonnentor die Umstellung von konventionellen auf nachhaltige Materialien eingeleitet. Rund 70 Prozent sind aus nachwachsenden Rohstoffen. Dazu zählen Folien aus Holzfaser, Teebeutel aus Bananenfaser, Papier und Karton. Was nicht kompostiert wird – wie zum Beispiel Glas und Metall – kann wiederverwertet werden. Insgesamt können bereits 91 Prozent der Verpackungen einem Rohstoffkreislauf zugeführt werden.
Endlich eine sinnvolle Schmutzkübelkampagne
Orientierung ist beim Thema Verpackung ein wichtiges Stichwort, das bis zur Entsorgung mitgedacht werden muss. Auch die innovativste Hülle muss letztendlich den vorgesehenen Weg weitergehen, also recycelt oder kompostiert werden bzw. im richtigen Mülleimer landen. „Wir sprechen mit unseren Fans offen über die Materialien, die wir verwenden, sowie deren richtige Entsorgung", so Gutmann. Sonnentor hat deshalb eine eigene Website dazu erstellt.
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