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Betriebsrente dringend notwendig im Kampf um Talente

Schon heute können Unternehmen viele Stellen für Fachkräfte nicht mehr besetzen. Sie stehen in einem dramatischen Wettbewerb um die besten Fach- und Führungskräfte. Angesichts der ungünstigen demographischen Entwicklung in Deutschland wird dieser Wettbewerb in den nächsten Jahren weiter an Schärfe gewinnen. Intelligente Konzepte sind mehr denn je gefragt, um im "war for talents" zu bestehen. Eine aktuelle Studie, die das F.A.Z.-Institut im Auftrag der zur ERGO Versicherungsgruppe gehörenden Victoria Leben erstellt hat, zeigt die entscheidende Bedeutung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) als Instrument der Personalrekrutierung und bindung.

Paradigmenwechsel in der Unternehmensführung
Während in den letzten Jahren und Jahrzehnten die Sorge um Absatzmärkte das unternehmerische Handeln bestimmte, sind es heute die "neuen Knappheiten" in der Beschaffung von Fachkräften und Kapital. "Nur jedes zweite Unternehmen kann den Bedarf an Fachkräften decken. 70 Prozent der Unternehmen müssen heute einen deutlich höheren Aufwand betreiben, wenn sie Fachkräfte gewinnen wollen. Unsere Untersuchung hat gezeigt, dass die Unternehmen immer häufiger dazu übergehen, die bAV als kostengünstiges Steuerungsinstrument für das Gewinnen und Binden von Fach- und Führungskräften zu nutzen", fasst Frank Neuroth, Vorstandsmitglied der Victoria Lebensversicherung, eines der wesentlichen Ergebnisse der Studie zusammen. Acht von zehn Betrieben, die eine bAV anbieten, sind mit deren Wirkung als Bindungs- und Gewinnungsinstrument von Fachkräften zufrieden. Über ein Drittel der befragten Personalverantwortlichen bewerten die Nutzung der Betriebsrente durch ihre Beschäftigten als gut. Dabei erreichen vor allem die Unternehmen die Ziele im Personalmanagement, die die bAV ihren Beschäftigten vollkommen oder anteilig bezahlen. "Arbeitgeberfinanzierte bAV ist nach einigen Jahren des Rückgangs wieder klar auf dem Vormarsch", so der Victoria Vorstand. Die Zufriedenheit der Betriebe, die nur Entgeltumwandlung anbieten, erreicht nicht das Niveau der "aktiven" Vorsorgefinanzierer, bei denen sich der Arbeitgeber ganz oder teilweise in die Beitragszahlung einbringt.

Bedeutung der bAV im Personalmanagement nimmt zu
Die Victoria-Studie zeigt, dass die umworbenen Fach und Führungskräfte nicht das erstbeste Jobangebot akzeptieren, sondern gestiegene Vergütungsansprüche stellen. Unternehmen begegnen diesen Erwartungen, in dem sie ihren künftigen Mitarbeitern variable Zahlungen und freiwillige Zusatzleistungen wie die bAV anbieten. Es zeigt sich sogar, dass dabei die bAV ganz oben auf der Maßnahmenskala der Unternehmen rangiert, um Fachkräfte zu gewinnen und zu binden.

Richtige Finanzierung ausschlaggebend
Zunehmende Kreditverknappung bei schlechteren Bonitäten führt aber auch dazu, dass die Finanzierung der bAV für die Unternehmen eine entscheidende Rolle spielt. Insbesondere alte, pensionsrückstellungsfinanzierte Versorgungen stehen daher auf dem Prüfstand. "Unsere Studie zeigt, dass 27 Prozent aller befragten Unternehmen aus diesem Grund eine Auslagerung der Pensionsverpflichtungen - zum Beispiel auf einen Pensionsfonds - vornehmen will", betont Neuroth.

"Tag der Zukunft"
Die Studie und ihre Ergebnisse werden im Rahmen des "Tag der Zukunft" vorgestellt, zu dem die Victoria Lebensversicherung heute wichtige Entscheider aus Wirt-schaft und Politik nach Düsseldorf eingeladen hat. Unter dem Motto "planen, umsetzen, profitieren - die Bedeutung der betrieblichen Altersversorgung für den Unternehmenserfolg" diskutieren erfahrene Unternehmensleiter, Gewerkschafter und Arbeitgebervertreter über die aktuellen Herausforderungen und Umsetzungsmöglichkeiten der Unternehmen im Wettbewerb um Fachkräfte und Kapital.

www.victoria.de

Quelle:



     
        
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