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Driversity

Musterbeispiel für Co-Creation

Die Veranstaltung in Berlin gab forum Raum für ein Gespräch und Videointerviews unter anderem mit Michael Birk, dem Initiator von driversity.
 
© driversityMehr als ein Think-Tank: Teams in einer Größe von 10-20 Personen arbeiten an konkreten Lösungen. Implementierungsworkshops in Unternehmen sorgen für die konkrete Umsetzung von Mobilitätsprojekten. 150 Teilnehmer aus 100 Unternehmen engagieren sich im Netzwerk und arbeiten aktiv mit. Die Teilnehmer werden durch Community Manager und Coaches unterstützt.
 
Michael, was hat Euch veranlasst, driversity ins Leben zu rufen?
Nach zahlreichen dialogischen und interaktiven (Workshop)-Formaten mit Unternehmenskunden (z.B. Dialogwerkstätten), haben wir festgestellt, dass es uns zwar gemeinsam gelingt, gute Ideen zu entwickeln. Aber es fehlte an Anschluss: Nach den Workshops blieben die Ideen unbearbeitet liegen. Gleichzeitig äußerten viele Teilnehmer und wir den Wunsch, die Ideen auch umzusetzen, zum Leben zu kriegen. driversity öffnet den Raum hierfür.
 
driversity? Was ist das Ziel?
Die driversity-Netzwerkinitiative hat das Ziel, zukunftsweisende und attraktive Lösungen für die Mitarbeitermobilität kollaborativ und interdisziplinär zu entwickeln. Da sich die Mobilitätsbedarfe von Mitarbeitern aufgrund großer Entwicklungen wie Urbanisierung, New Work, Digitalisierung etc. verändern, braucht es – neben dem klassischen Dienstwagen – auch andere Antworten auf die Frage, wie Mitarbeiter zunehmend und flexibel mobil sein können. Unternehmen, die dafür neue Lösungen entwickeln, werden im „War for Talents" zukünftig die Nase vorn haben. Bereits vorhandene Produkte, Angebote und technische Lösungen können schon sehr hilfreich sein, doch häufig stellen sie Insellösungen in einer immer komplexer werdenden Welt dar. „Das neue Grün ist bunt" ist deshalb nicht nur eines unserer Mottos, sondern auch Ausdruck unserer Arbeits- und Denkweise. Interdisziplinäre und unternehmensübergreifende Expertenteams aus Business Travel, Flottenmanagement, CSR und HR sowie Wissenschaft arbeiten kollaborativ und losgelöst von ihren eigenen Geschäftsmodellen an ganz unterschiedlichen Ansätzen. Dabei geht es vorrangig um den Menschen und wie sein Mobilitätsverhalten positiv verändert werden kann.
 
Was ist bisher geschehen?
© driversitydriversity startete im Juni 2017 mit 55 Teilnehmern, seitdem gab es über 25 persönliche Treffen als Netzwerktreffen, Dialogwerkstätten, Teamsprints in den Themen und Implementierungsworkshops in Unternehmen. Zeitgleich bearbeiten Teams in einer Größe von 10-20 Personen 8 Mobilitätsthemen. 2019 fanden vier Implementierungsworkshops in Unternehmen statt, die den Auftakt für die konkrete Umsetzung von Mobilitätsprojekten darstellen. Gegenwärtig sind knapp 150 Teilnehmer aus 100 Unternehmen im Netzwerk engagiert und arbeiten aktiv mit. Die Teilnehmer werden durch Community Manager und Coaches unterstützt.
 
Wie geht es weiter?
driversity soll weiter wachsen und neue Themen aufgreifen, allerdings nicht um der schieren Größe des Netzwerks willen, sondern um noch schlagkräftiger in der Umsetzung zu werden. Dazu werden wir neben der GLS Bank, NTT Data, der DGFP und Hochschule Heilbronn weitere Partner ins Boot holen, die das Mindset der Co-Creation teilen und sich für die Entwicklung des Netzwerks engagieren. Wir streben auch einen diversen Partnermix an und gehen als nächstes auf Vertreter aus den Branchen Energie, Automobil (OEM, Zulieferer) und Immobilienwirtschaft zu. Die aus den Themen und Teams gewonnenen Erkenntnisse arbeiten wir auf und stellen sie dem Netzwerk und auch neuen Teilnehmern zur Verfügung, die in ihren Unternehmen konkrete Projekte starten wollen. Außerdem fühlen wir uns darin bestätigt, dass die Form der gelebten Zusammenarbeit (offen, kollaborativ, interdisziplinär, auf Augenhöhe, losgelöst von eigenen Geschäftsmodellen und absolut umsetzungsorientiert) eine Blaupause für die Bewältigung komplexer und anspruchsvoller Herausforderungen der Zukunft sein kann. Entsprechend sind wir auch offen für neue Themenfelder, von und in denen wir lernen können.

Dieser Artikel ist in forum 04/2019 - Food for Future erschienen.



     
        
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