Beim Klimaschutz ist Scheitern keine Option

Sustainable Mobility EXPLAINED – Einblicke in die Zukunft der Mobilität

Wie wollen wir unsere mobile Zukunft gestalten? Können Technologien wie Künstliche Intelligenz die CO2-Bilanz von Transport und Verkehr nachhaltig verbessern? Und welche Auswirkungen hat COVID-19 auf die Nachhaltigkeitsstrategien von Industrie und Politik? Das waren Leitfragen der EXPLAINED Konferenz zum Thema Sustainable Mobility, die Microsoft am 12. Mai 2020 veranstaltet hat – erstmals nicht bei Microsoft Berlin, sondern im virtuellen Raum.

Die Konferenz zum Thema Sustainable Mobility, die Microsoft am 12. Mai 2020 veranstaltet hat, bot Einblicke in die Zukunft der Mobilität. © MicrosoftDigitale Lösungen, Sharing-Angebote, zen­trale Mobilitätsplattformen und Datenpools seien eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen der Mobilitätswende, erklärte Marion Tiemann, Kampaignerin Mobilität und Klimawandel bei Greenpeace in ihrer Online-Keynote. Generell müssten Wege und insbesondere Pendlerstrecken reduziert werden – dafür könnte die Corona-Pandemie der Auftakt sein, denn die Krise habe gezeigt, dass Homeoffice funktioniert. Ohne digitale Technologien ist keine nachhaltige Mobilität möglich, betonte auch Dirk Meyer, Leiter Digitalagenda im Bundesumweltministerium in seinem Explained-Beitrag. Deshalb sei es wichtig, Nachhaltigkeitsziele eng mit technologischen Initiativen zu verzahnen. Gerade auch in der Corona-Krise hätten digitale Technologien geholfen, Angebote schneller umstellen, Routen zu optimieren und Fahrgäste besser zu informieren, erklärte Dr. Henry Widera, CIO der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Auch der österreichische Bahn- und Busbetreiber ÖBB setzt auf Digitalisierung um sein Angebot zu verbessern: Je weniger Klicks ich für die Buchung brauche, desto attraktiver wird der Zug, sagte Michaela Huber, Vorständin der ÖBB-Personenverkehr AG beim Online-Panel der Explained.

Trotz der Corona-Krise wolle sein Unternehmen an seiner geplanten Dekarbonisierungs-Strategie festhalten, betonte Ralf Pfitzner, Leiter Nachhaltigkeit bei Volkswagen. Digitalisierung und Elektrifizierung seien sind die großen Treiber der Transformation. Sie stellen die Automobilindustrie aber auch vor große Herausforderungen, zum Beispiel bei der Qualifizierung der Beschäftigten. Hier steht Microsoft als Partner bereit, um „die Automobilität auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft zu unterstützen", erklärte Sabine Bendiek, Vorsitzende der ­Geschäftsführung von Microsoft Deutschland. Mit Volkswagen wurde bereits eine langfristig angelegte Zusammenarbeit vereinbart, um Themen wie Nachhaltigkeit und digitale (Fort-)Bildung voranzutreiben.

Bendiek betonte aber auch die Verantwortung von Digitalunternehmen für den eigenen ökologischen Fußabdruck. Microsoft hat sich ambitionierte Ziele gesetzt und will in Zukunft mehr CO2 aus der Atmosphäre entfernen als ausstoßen. Diese „negative CO2-Bilanz" soll 2030 erreicht werden. Bis 2050 will Microsoft sogar den gesamten Kohlenstoff aus der Atmosphäre beseitigen, den das Unternehmen seit seiner Gründung 1975 ausgestoßen hat. Ein ehrgeiziger Plan, so Bendiek, aber beim Klimaschutz ist ­Scheitern definitiv keine Option.

Dass auch Startups viel zum Thema Nach­haltigkeit beitragen können, zeigte sich beim Online-Pitch der Explained. So präsentierte das Startup Breeze Technologies sein Konzept, die Luftqualität in Städten nachhaltig zu verbessern. Mit Unterstützung durch das Microsoft-Programm „AI for Earth" baut Breeze derzeit in Hamburg eines der dichtesten Luftmessnetze der Welt. Um noch mehr nachhaltige und soziale Ideen zu fördern, hat Microsoft ein eigenes Förderprogramm für Social Entrepreneurs gestartet. Denn, und auch das wurde bei der Explained-Konferenz mehr als deutlich, die großen Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nur durch enge Zusammenarbeit und die richtigen Technologien bewältigen.

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Dieser Artikel ist in forum 02/2020 - die Corona-Sonderausgabe - Einfach zum Nachdenken... und Handeln erschienen.



     
        
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