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Die PVC-Branche in der Kreislaufwirtschaft

Einsparung von über 10 Mio. Tonnen CO2-Emissionen durch Nachhaltigkeitsprogramm VinylPlus®

Im Dezember vergangenen Jahres hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit dem Green Deal einen umfassenden Fahrplan für eine nachhaltige europäische Wirtschaft bis 2050 vorgestellt. Um dieses Ziel zu erreichen, sind verschiedene Maßnahmenpakete geplant. Dazu gehören unter anderem ein neues Klimagesetz zur Verwirklichung eines klimaneutralen Europas sowie ein Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft mit Schwerpunkt auf die nachhaltige Ressourcennutzung. Hier steht der Wert von Produkten, Stoffen und Ressourcen im Fokus, der so lange wie möglich erhalten bleiben und am Ende des Lebenszyklus möglichst wenig Abfall erzeugen soll.

Innovative und moderne PVC-Produkte schneiden sowohl unter ökologischen als auch sozialen und ökonomischen Gesichtspunkten gut ab und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung. © AGPU, Thorsten Martin
Laut EU-Kommission ist das erklärte Ziel des Aktionsplans, den Fußabdruck im Hinblick auf den Ressourcenverbrauch deutlich zu senken und den Anteil kreislauforientiert verwendeter Materialien in den kommenden zehn Jahren noch weiter zu erhöhen. Für Deutschland hat das Umweltbundesamt kürzlich neun Leitsätze für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vorgestellt, die ein gemeinsames Verständnis für die Kreislaufwirtschaft, deren zentrale Begriffe, Prinzipien, Ziele, Maßstäbe und die wichtigsten Handlungsansätze schaffen sollen.

Nachhaltigkeitsprogramm VinylPlus®
Ohne Kreislaufwirtschaft keine nachhaltige Entwicklung, lautet das gemeinsame Credo. Die PVC-Branche in Deutschland und Europa hat schon früh begonnen, die damit verbundenen Herausforderungen anzugehen und sich im Rahmen des Nachhaltigkeitsprogramms VinylPlus® anhand vorab definierter Ziele zu einer „low carbon" Kreislaufwirtschaft zu entwickeln. Das Programm ist im offenen Dialog mit Stakeholdern aus Industrie, Regulierungsbehörden, Nichtregierungsorganisationen und Zivilgesellschaft entstanden und gilt in allen 27 EU-Mitgliedsstaaten sowie in Großbritannien, Norwegen und der Schweiz.

Über 10 Mio. Tonnen CO2-Emissionen eingespart
Mit VinylPlus® hat sich die europäische PVC-Branche einen langfristigen Nachhaltigkeitsrahmen für die gesamte PVC-Wertschöpfungskette gegeben, deren Ziele auf Basis der von The Natural Step erarbeiteten Bedingungen für eine nachhaltige Gesellschaft definiert wurden. Dazu gehört unter anderem die Nachhaltigkeit von PVC-Produkten und ihren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu verbessern und die CO2-Emissionen sowie den Energie- und Ressourcenverbrauch schrittweise zu reduzieren. So wurden seit 2000 bereits mehr als fünf Millionen Tonnen PVC recycelt und über zehn Millionen Tonnen CO2 eingespart.

PVC-Produkte sind kreislauffähig
Innovative und moderne PVC-Produkte schneiden sowohl unter ökologischen als auch sozialen und ökonomischen Gesichtspunkten gut ab und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung – egal ob im Bau- oder Gesundheitsbereich. Maßgeblich für diesen Erfolg sind die niedrigen Lebenswegkosten, die lange Lebensdauer und die Recyclingfähigkeit der vielfältigen Produkte. Als ökobilanziell besonders vorteilhaft erweist sich häufig die Ressourcen- und Energieeffizienz von PVC-Produkten. Eine Tatsache, die sich auch auf den Markterfolg auswirkt.

Das Nachhaltigkeitsprogramm VinylPlus® läuft bereits seit fast 20 Jahren. In dieser Zeit wurden rund 100 Millionen Euro in die Entwicklung von Recyclingtechnologien, Sammel- und Recyclingsystemen für die wichtigsten PVC-Produkte investiert und die Recyclingmengen stetig gesteigert. Auch für die Zukunft haben sich die Unternehmen der gesamten PVC-Wertschöpfungskette ehrgeizige Ziele gesetzt und leisten damit einen wesentlichen Beitrag für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft in Europa.

Mehr Informationen unter www.vinylplus.eu und www.agpu.com.

Technik | Green Building, 01.06.2020
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