Deutsche Umwelthilfe startet "Tempolimit-Jetzt!" Mitmach-Aktion als Antwort auf CSU/AfD-Kampagne

Nach Unterstützung durch SPD, Grünen und Linke hat selbst der ADAC seinen Widerstand aufgegeben

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ruft alle Bundesbürger dazu auf, sich an einer online Unterschriftenaktion für ein Ende der klimaschädlichen und gefährlichen Raserei auf deutschen Autobahnen auszusprechen. Damit soll auch ein klares Zeichen gegen die CSU gesetzt werden, die am ersten Februarwochenende 2020 eine Unterschriftenaktion für eine Fortsetzung des besinnungslosen Rasens und gegen den Klimaschutz gestartet hat.
 
Die Deutsche Umwelthilfe setzt sich für ein generelles Tempolimit auf Autobahnen und eine Absenkung der Höchstgeschwindigkeit außerorts und in Städten ein. © geralt, pixabay.comMit der Anti-Tempolimit-Kampagne kurz vor den Kommunalwahlen in Bayern kopiert die in Verkehrsfragen zunehmend isolierte CSU fast wortgleich eine Aktion der AfD. Dem setzt die DUH nun eine Online-Aktion für das "Tempolimit Jetzt!" entgegen: Unter www.duh.de/tempolimit-jetzt können sich Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stimme für ein generelles Tempolimit auf Autobahnen und niedrigere Höchstgeschwindigkeiten in den Städten sowie außerorts einsetzen.
 
Dazu Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: "Offensichtlich werden die Vorstände von BMW, Daimler und Porsche unruhig. Nicht anders lässt sich die Panikaktion der bayerischen CSU erklären, die verzweifelt und entgegen des Wunsches einer Zweidrittel- Mehrheit der Wähler in Deutschland einen Aufruf gegen ein generelles Tempolimit startet. Bei CSU-Autominister Andreas Scheuer liegen die Nerven blank, er beschimpfte sogar den ADAC für dessen Ankündigung, nicht mehr gegen ein Ende der Raserei auf deutschen Autobahnen anzukämpfen. Peinlich ist auch der enge Schulterschluss zwischen AfD und CSU. Argumente und Texte wurden offensichtlich kopiert oder stammen vom selben Verfasser. Allein im vergangenen Jahr verstarben 350 Menschen auf Autobahnen, jeden Tag ein Mensch. Ich bin mir sicher: ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen kommt spätestens im Jahr 2021 - entweder aufgrund der Bundestagswahl oder der von uns initiierten Klimaklagen."
 
Gemeinsam mit dem Umweltbundesamt fordert die DUH bereits seit den 1990er Jahren aus Klimaschutzgründen ein generelles Tempolimit von 120 km/h. Bereits 2010 veröffentlichte der Wissenschaftliche Beirat des Bundesverkehrsministeriums, damals noch BMVBS, ein 40-Punkte-Programm zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Zu den Empfehlungen zählen Tempo 130 auf Autobahnen sowie Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in Städten. Doch auch in der aktuellen Überarbeitung der Straßenverkehrsordnung finden diese zentralen Instrumente nach wie vor keinen Eingang - auch die im Koalitionsvertrag verankerte "Vision Zero", also die mittelfristige Senkung der Anzahl der Verkehrstoten auf null - findet keinen Niederschlag in der Revision.
 
Die DUH weist auch mit Verweis auf das Umweltbundesamt darauf hin, dass keine andere Einzelmaßnahme im Verkehrsbereich ein so hohes Klimaschutzpotential hat und so kurzfristig und kostengünstig umgesetzt werden kann.
 
Im Dezember 2018 kündigte die DUH die Bildung der bisher umfassendsten gesellschaftlichen Allianz pro Tempolimit an. Dieses breite Bündnis aus Polizeigewerkschaft, Verkehrsunfall-Opferhilfe, Verkehrs- und Umweltschutzverbänden stellte seine Forderungen im Frühjahr 2019 in der Bundespressekonferenz in Berlin vor. Seit Ende 2018 haben sich immer mehr Wissenschaftler und Fachgremien zu Wort gemeldet und die Forderung nach einem Tempolimit mit Fakten untermauert.
 
Links:
Kontakt: Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) | presse@duh.dewww.duh.de


     
        
Cover des aktuellen Hefts

Zukunft braucht Frieden

forum 02/2026

  • Militär & Märkte
  • Grüner Wasserstoff
  • Moorschutz als Invest
  • ESG loves KI
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
20
MAI
2026
Bayerischer Batteriekongress 2026
Einblicke, Strategien, Innovationen
81671 München
21
MAI
2026
Munich Impact Night
Dieser Abend ist für alle, die die Zukunft noch nicht aufgegeben haben
81379 München
20
JUN
2026
Woche des Wasserstoffs 2026 (#WDW2026)
Wasserstoff verbindet
deutschlandweit
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Pioniere & Visionen

Innovation und Kreativität brauchen Spielräume
Christoph Quarchs Gedanken zum Frühlingserwachen
B.A.U.M. Insights
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Rollen und Verantwortlichkeit in der PPWR: Wer ist wofür zuständig?

Wenn Reisen zur Therapie wird, und Kulinarik zur Strategie

Neues SBTN Accelerator-Angebot hilft Unternehmen Biodiversität strategisch mitzudenken

Der Mond als Testfeld für die Energieversorgung von morgen

Virgin Islands Climate Change Trust Fund launched at Global Sustainable Islands Summit in Gran Canaria, marking new era in climate finance innovation for islands

Kreislaufwirtschaft am Bau & Energie für die Zukunft

Gastfreundschaftslektionen aus Südtirol

Städte weltweit fordern eine Beschleunigung des Ausstiegs aus fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energien

  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Engagement Global gGmbH
  • 66 seconds for the future
  • WWF Deutschland
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Global Nature Fund (GNF)
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • TÜV SÜD Akademie
  • circulee GmbH
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • NOW Partners Foundation
  • SUSTAYNR GmbH
  • ZamWirken e.V.