Garten-PV - Stromkosten um fast 80 Prozent gesenkt!

Historisches UN-Abkommen für Unternehmensverantwortung kommt voran

Starke Beteiligung an Verhandlungen zum verbindlichen Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechte

Freitagabend ist bei der UNO in Genf die fünfte Verhandlungsrunde (14. - 18. Oktober) zu einem verbindlichen Abkommen für Unternehmensverantwortung (TNC-Treaty) erfolgreich zu Ende gegangen. Knapp 60 Staaten und über hundert VertreterInnen der Zivilgesellschaft diskutierten den Vertragsentwurf, darunter auch 5 VertreterInnen der Treaty Alliance Austria (NeSoVe, DKA, Südwind).
 
Fotoaktion 'Rechte für Menschen - Regeln für Konzerne' vor Beginn der Verhandlungen. © NeSoVeWährend die EU im Frühjahr noch eine Teilnahme ablehnte, hat sie nun an den Verhandlungen teilgenommen und ihre Position eingebracht. Auch einige Mitgliedsstaaten wie Spanien und Frankreich haben das Wort ergriffen und ihre Unterstützung für den UN-Prozess deklariert. Eine neue Version des Vertragsentwurfs wurde diskutiert, der wesentliche Verbesserungen bringt und einige Kompromissvorschläge in Richtung EU enthält.
 
„Auch Österreich sollte eine proaktivere Rolle einnehmen" fordert Carla Weinzierl, Koordinatorin der österreichischen zivilgesellschaftlichen Treaty Alliance Austria und Geschäftsführerin des Netzwerks Soziale Verantwortung (NeSoVe), „Ein EU-Mandat wird zwar unterstützt aber gerade Österreich hat als neues Mitglied des UN-Menschenrechtsrats seine besondere Verantwortung für die Unterstützung des UN-Vertrags wahrzunehmen."
 
Die UN-Verhandlungen über ein verbindliches Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten (UN-Treaty) in Genf haben zum Ziel, dass Menschenrechtsverstöße von Konzernen entlang der Wertschöpfungskette verhindert werden und nicht länger straflos bleiben.
 
„Kinder und Jugendliche sind von Wirtschaftsaktivitäten oft in besonderem Maß betroffen. Verletzung von Kinderrechten, wie ausbeuterische Kinderarbeit, ökologische Schäden, Vertreibung und dergleichen sind Gefahren, die lebenslange, nicht rückgängig zu machende und generationsübergreifende Konsequenzen haben. Kinder- und Menschenrechte sind kein Wunschkonzert, daher treten wir gemeinsam mit unseren PartnerInnen für einen internationalen Vertrag zu Wirtschaft und Menschenrechte ein, der auch speziell auf die Situation von Kindern und Jugendlichen ein Augenmerk legt." so Marieta Kaufmann von der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar.
 
„Gerade ArbeitnehmerInnen und GewerkschafterInnen in den komplexen globalen Lieferketten unserer Jeans oder Handys sind immer wieder Opfer von Verfolgung und Gewalt im Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen von Konzernen. Hier haben wir in Genf unsere Forderungen eingebracht damit das geplante UN-Abkommen auch wirklich zu Verbesserungen für die ArbeiterInnen beiträgt." so Stefan Grasgruber-Kerl von der Menschenrechtsorganisation Südwind.
 
Arbeitsrechtsexperte Pak Kin Wan hat in Genf direkt aus Hong Kong berichtet „Die Situation in Hong Kong ist aktuell besonders schwierig. ArbeitnehmerInnen werden von den Repressionen der Konzerne und der Regierung getroffen. Wir hoffen das UN-Abkommen gibt uns mehr Möglichkeiten unsere Rechte in den Lieferketten zB der Elektronik- und Bekleidungsindustrie durchzusetzen. Dafür wäre eine klare Position Österreichs und der EU auch für die chinesischen ArbeiterInnen wichtig."
 
„Anstatt sich für Menschenrechte einzusetzen, erschwerten die österreichische Regierung wie auch die EU-Kommission von Beginn an den Treaty-Prozess. Österreich und die EU-Kommission haben aber die Pflicht sich wie eine gute Schiedsrichterin klar gegen Fouls der Konzerne zu richten.
 
Nach den UN-Verhandlungen werden wir uns jetzt an die RegierungsverhandlerInnen in Österreich wenden um sicherzustellen, dass eine klare Unterstützung des UN-Vertrags ins Regierungsprogramm aufgenommen wird und die neue Bundesregierung im Interesse von Mensch und Umwelt und nicht ausschließlich im Interesse der Konzerne agiert", so Weinzierl abschließend.

Petition: Rechte für Menschen – Regeln für Konzerne.
 


     
        
Cover des aktuellen Hefts

Frau Reiche – es reicht!

forum 03/2026

  • Resilienz
  • Klimafinanzierung
  • Wald
  • Startups
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
22
JUL
2026
3-30-300: Mehr Grün in die Stadt
Im Rahmen der Serie "München 'grüner' machen"
80336 München und online
28
SEP
2026
Zertifikatskurs „Sustainability Management“
Wir verbinden Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit!
95447 Bayreuth
24
NOV
2026
Forum Solar Plus - Frühbucherpreis bis 27. Juli
Die erneuerbare Energiewelt im Fokus - Ticketrabatt für forum-Leser*innen!
10178 Berlin
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Sport & Freizeit, Reisen

Der Rummelplatz als Kulturgut
Christoph Quarchs Gedanken zur Volksfestzeit
B.A.U.M. Insights
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

ETS I Reform: CO2-Preis braucht flankierende Maßnahmen

Erfolgreicher Kinostart von "The Odyssee" in USA

Effizientes Bauen mit Holz im urbanen Raum

Rechtsgutachten zum neuen Heizungsgesetz

BIOFACH-Gründer Hagen Sunder feiert 85. Geburtstag

Happy Birthday – Pioniere als Inspiration für die nachfolgenden Generationen

Wenn das Stromnetz mitredet

Easee - Intelligentes Laden und Nachhaltigkeit für deutsche Fuhrparks

  • WWF Deutschland
  • 66 seconds for the future
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Global Nature Fund (GNF)
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • TÜV SÜD Akademie
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • SUSTAYNR GmbH
  • Engagement Global gGmbH
  • NOW Partners Foundation
  • ZamWirken e.V.
  • Klimabündnis Ebersberg-München