Eine Welt. Ein Klima. Für globale Entwicklung und Klimaschutz gemeinsam handeln! Engagieren Sie sich jetzt: www.allianz-entwicklung-klima.de

NGOs fordern mehr Wertschätzung für Lebensmittel

Verbraucher setzen mit Hashtag #notmyMHD ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung

Zum 40. Jubiläum des Welternährungstags am 16. Oktober ruft die Deutsche Umwelthilfe (DUH) gemeinsam mit dem Bündnis Lebensmittelrettung zu mehr Wertschätzung für Lebensmittel auf. In Deutschland landen jedes Jahr 18 Millionen Tonnen Lebensmittel in der Tonne. Zu früh entsorgt werden Lebensmittel häufig aufgrund eines abgelaufenen Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD). Als Zeichen gegen die Lebensmittelverschwendung rufen die DUH und das Bündnis Lebensmittelrettung deshalb alle Verbraucherinnen und Verbraucher auf, zum Welternährungstag verzehrfähige Lebensmittel mit abgelaufenem MHD zu essen und davon Fotos unter dem Hashtag #notmyMHD in den sozialen Netzwerken zu posten.
 
Deutsche Umwelthilfe und Bündnis Lebensmittelrettung fordern zum Welternährungstag am 16. Oktober Ende der Lebensmittelverschwendung, überarbeitetes Mindesthaltbarkeitsdatum und Wegwerfstopp für Supermärkte. © AlbanyColley, pixabay.comÜber die Hälfte der Lebensmittelverluste wäre vermeidbar. In Privathaushalten zählen vor allem begrenzte Haltbarkeit, Fehlplanung beim Einkauf oder Kochen zu den Hauptursachen. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher verlassen sich bei der Beurteilung von Lebensmitteln mit abgelaufenem MHD außerdem zu wenig auf ihre eigenen Sinne. Das liegt an mangelndem Verständnis, aber auch an der zu geringen Wertschätzung von Lebensmitteln.
 
Besondere Verantwortung trägt jedoch der Handel: Insbesondere hier führt das MHD dazu, dass genießbares Essen im Müll landet. Dabei ist das MHD lediglich ein Qualitätsversprechen nach eigenem Ermessen der Hersteller. Die meisten Produkte sind weit über das MHD hinaus haltbar. Mit über 30 Prozent werden besonders häufig Milchprodukte wegen eines abgelaufenen MHDs weggeworfen – über die Hälfte davon ungeöffnet.
 
Dazu Hanna Legleitner, Bündnis Lebensmittelrettung: „Deshalb fordern wir als Bündnis mehr staatliche Investitionen in die Erforschung des MHDs. Das MHD muss sich an der Verzehrfähigkeit von Lebensmitteln orientieren und darf nicht willkürlich vom Hersteller festgelegt werden. Wir brauchen klare Richtwerte zur Bestimmung des MHDs. Ein Abweichen davon ist dann die Ausnahme."
 
Auch die DUH sieht vor allem die Politik in der Verantwortung. Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Das Ziel Deutschlands, bis 2030 die Lebensmittelverschwendung zu halbieren, lässt sich durch rein freiwillige Maßnahmen nicht erreichen. Die Bundesregierung muss endlich einen gesetzlichen Wegwerfstopp in Supermärkten, klare Reduktionsziele und verbindliche Dokumentationspflichten für alle Akteure einführen."
 
Über das Bündnis Lebensmittelrettung:
Gegründet wurde das Bündnis von foodsharing, SIRPLUS, Too Good To Go und RESTLOS GLÜCKLICH, um eine starke Stimme gegen die Lebensmittelverschwendung in der Öffentlichkeit darzustellen und Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Das Bündnis vertritt die Meinung, dass die von der Bundesregierung verabschiedete Nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung nicht ausreichen wird, um die erklärten Ziele zu erreichen. In einem gemeinsamen Brief, gerichtet an die Politik, formuliert das Bündnis klare Forderungen für einen effektiven Lösungsansatz gegen die Lebensmittelverschwendung. Den Forderungen schlossen sich bereits über 30 Organisationen und Initiativen, darunter auch die DUH, an.
 
Über Clean Air Farming:
Das Projekt Clean Air Farming (LIFE17 GIE/DE/610 Air & Agriculture) von der DUH wird im Rahmen des LIFE-Programms von der EU-Kommission gefördert. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie online.
 
Links:
Kontakt: Ann-Kathrin Marggraf, Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) | presse@duh.de | www.duh.de

Lifestyle | Essen & Trinken, 14.10.2019
     
Cover des aktuellen Hefts

Ist die Party vorbei?

forum Nachhaltig Wirtschaften 03/2022 mit dem Schwerpunkt: Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft

  • Regeneratives Wirtschaften
  • Kapital für nachhaltiges Bauen
  • Der Champagner der Energiewende
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
11
OKT
2022
Frankfurter Zukunftskongress
Frische Ideen angewandt - Willkommen in der Zukunft!
60318 Frankfurt am Main
21
OKT
2022
Nürnberger CSR-Tag „Welt im Wandel!"
Unser Stadt gemeinsam lebensWERT gestalten
Online
26
OKT
2022
"Klimaschutz mit Strategie"
Die Lieferkette von Vaude auf dem Prüfstand
online
Alle Veranstaltungen...
Zero Waste Vision. Mit der DIN SPEC 91436 Zertifizierung von TÜV SÜD Müll- und Abfallmengen nachhaltig reduzieren. Informieren Sie sich jetzt!

Gemeinsam ist es Klimaschutz

natureOffice nimmt Sie mit auf die Reise durch den Klimakosmos - gleich YouTube-Kanal abonnieren und Baum pflanzen!

Politik

Was unterscheidet Kunst von anderen kulturellen Formen wie Politik und Ökonomie?
Im Rahmen der documenta fordert Christoph Quarch den internationalen Kunstbetrieb auf, sich neu zu definieren
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Negativpreis für Greenwashing: Goldener Geier 2022

Deutscher Nachhaltigkeitspreis

Pascoe Naturmedizin auf dem Weg zur Klimaneutralität

Mit Kreativität gegen Zukunftssorgen:

Commown: Die Kooperative für nachhaltige Elektronik

forum präsentiert Ihre Events und Awards

Photovoltaik

GROHE präsentiert Recycling-Dusche als innovative Lösung gegen globale Wasserknappheit

  • Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
  • Verka VK Kirchliche Vorsorge VVaG
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Nespresso Deutschland GmbH
  • TourCert gGmbH
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Frankfurt University of Applied Sciences
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • B.A.U.M. e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • PEFC Deutschland e. V.