Zum Internationalen Tag des Kaffees am 1. Oktober

Deutsche Umwelthilfe fordert Klimaschutz-to-go mit Mehrwegbechern

Anlässlich des Internationalen Tag des Kaffees am 1. Oktober fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ein bundesweites Mehrwegbechersystem mit Pfand und ein Reduktionsziel für Coffee-to-go-Becher. Rund 2,8 Milliarden Einwegbecher für Heißgetränke Außer-Haus werden pro Jahr in Deutschland verbraucht. Das entspricht 5.300 Einwegbechern pro Minute und verursacht jährlich 28.000 Tonnen Abfall, der häufig in Parks, auf öffentlichen Plätzen und Straßen landet. Die DUH fordert Kaffeehausketten, Bäckereien und Kantinenbetreiber auf, keine Einwegbecher für den Konsum vor Ort zu verwenden.
 
Jährlicher Verbrauch von 2,8 Milliarden To-Go-Bechern für Heißgetränke ist massives Umweltproblem. © filmbetrachterin, pixabay.com
Einwegbecher gehören zu den zehn kunststoffhaltigen Einwegprodukten, die am häufigsten an Stränden der EU gefunden werden. Sie vermüllen zudem Parks und öffentliche Plätze in Innenstadtbereichen. Dies ist nicht nur ein massives Umweltproblem, weil Mikroplastik freigesetzt wird, sondern führt auch zu hohen Entsorgungskosten. Weggeworfene Einwegbecher füllen jeden Tag 22.000 herkömmliche 50-Liter Mülleimer. Durch die massenhafte Becherproduktion wird zusätzlich der Klimawandel angeheizt.
 
„Wir brauchen endlich eine bundesweite Lösung des Becherproblems. Große Coffee-to-go-Ketten, Bäckereien und Kantinenbetreiber müssen ein flächendeckendes System mit Mehrwegpfandbechern aufbauen, so wie viele Verbraucher es bei Mehrwegflaschen für Mineralwasser bereits kennen. So kann ein Großteil der Ressourcen, die für die Herstellung von jährlich rund 2,8 Milliarden Einwegbechern nötig sind, eingespart und das Klima entlastet werden. Mit Mehrwegbechern wird der Kaffee für unterwegs zum Klimaschutz-to-go", sagt die Stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz.
 
„Es gibt inzwischen einzelne Mehrwegsysteme für Coffee-to-go, jedoch sind diese zumeist regional begrenzt und die Teilnehmer eher Kleinstverkaufsstellen. Die Mehrwegsysteme können bereits jährliche Einsparungen von Millionen Einwegbechern erzielen, doch muss das Ziel die Vermeidung von Milliarden Einwegbechern sein. Mehrwegbechersysteme stecken noch in den Kinderschuhen. Das Problem kann nur gelöst werden, wenn auch die großen Kaffeehausketten mitmachen. Ein nationales Minderungsziel für Einwegbecher könnte den Mehrwegumstieg beschleunigen", erklärt der DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer.
 
In einer im Mai 2019 veröffentlichten Studie des Umweltbundesamtes zu Coffee-to-go-Bechern wurde als wirksame Maßnahme zur Verringerung des Einwegbechermülls ein Minderungsziel von 50 Prozent bis 2022 im Vergleich zu 2016 vorgeschlagen. Nach Einschätzung der DUH sollte ein Minderungsziel allerdings verbindlich und noch ambitionierter sein. So wäre laut dem Umweltschutzverband bis 2022 auch ein Reduktionsziel von 70 Prozent denkbar.
 
„Der Konsum von Kaffee in Einwegbechern vor Ort in den Verkaufsstellen ist nicht notwendig und völlig inakzeptabel. Doch noch immer werden in vielen Kaffeeverkaufsstellen wie selbstverständlich Einwegbecher herausgegeben. Gastronomen sollten grundsätzlich keine Einwegbecher für den Konsum vor Ort in der Verkaufsstelle herausgegeben. Sie sollten ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so schulen, dass Verbraucherinnen und Verbraucher immer gefragt werden, ob sie ihren Kaffee vor Ort to-stay oder außerhalb to-go genießen wollen", sagt Metz.
 
Hintergrund:
Die DUH setzt sich im Rahmen des Projekts „Mehrweg. Mach mit!" für den Einsatz klimafreundlicher Getränkeverpackungen ein. Das Projekt ist Teil der Nationalen Klimaschutzinitiative der Bundesregierung und wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert, aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
 
Informationen zur Klimafreundlichkeit von Bechersystemen für Coffee-to-go finden Sie hier
 
Kontakt: Ann-Kathrin Marggraf, Deutsche Umwelthilfe e.V. | presse@duh.dewww.duh.de


     
        
Cover des aktuellen Hefts

Zukunft braucht Frieden

forum 02/2026

  • Militär & Märkte
  • Grüner Wasserstoff
  • Moorschutz als Invest
  • ESG loves KI
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
20
MAI
2026
Bayerischer Batteriekongress 2026
Einblicke, Strategien, Innovationen
81671 München
21
MAI
2026
Munich Impact Night
Dieser Abend ist für alle, die die Zukunft noch nicht aufgegeben haben
81379 München
16
JUN
2026
BootCamp Impact Business Design
Zertifizierter Impact Business Design Master
Hamburg
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Megatrends

Der Zauber von Olympia - und Geschichten von Hass und Hetze
Christoph Quarch wünscht sich einen Fokuswechsel in der Berichterstattung von den Olympischen Spielen
B.A.U.M. Insights
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft…

EU-Verpackungsverordnung (EU) 2025/40

Rollen und Verantwortlichkeit in der PPWR: Wer ist wofür zuständig?

GWÖ Rheinland Summit 2026, 23./24. Juni in Köln

Pirelli als weltweiter Spitzenreiter in den Sektoren Automobilkomponenten und Automobile der S&P Dow Jones Best-in-Class (DJ BiC) Inzizes bestätigt

Neues SBTN Accelerator-Angebot hilft Unternehmen Biodiversität strategisch mitzudenken

Letzte Chance auf eine umfassende Förderung

With a little help of my friends…

  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Engagement Global gGmbH
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • NOW Partners Foundation
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • 66 seconds for the future
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • TÜV SÜD Akademie
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • WWF Deutschland
  • SUSTAYNR GmbH
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • circulee GmbH
  • ZamWirken e.V.
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen