„Unsere Arbeit steht in Flammen“?

Agroforst muss als tragendes Anbaukonzept in der Amazonasregion gefordert und gefördert werden

MISEREOR unterstützt seit Mitte der 90er Jahre gemeinsam mit Partnerorganisationen in Bolivien, Brasilien, Peru, Ecuador und Kolumbien Ansätze nachhaltiger Landwirtschaft und Ernährungssicherung. Dabei ist die Einführung von Agroforstsystemen gemeinsam mit Kleinbauernfamilien und indigenen Gruppen ein wesentlicher Baustein. Es geht darum, den Anbau von landwirtschaftlichen Produkten und Forstwirtschaft so miteinander zu verbinden, dass der Regenwald nachhaltig genutzt, die eigene Existenzgrundlage sichergestellt und die Bodenfruchtbarkeit langfristigen erhalten wird. Auch zur Anpassung an den Klimawandel und seine wachsenden Folgen ist es unabdingbar, Agroforst als tragendes Anbaukonzept in der Amazonasregion zu fordern und zu fördern.

Die Waldbrände im Amazonas sind eine große Gefahr für zum Teil mehr als zehn Jahre alte Agroforstparzellen. © pixundfertig, pixabay.comDagmar Schumann, MISEREOR-Referentin für ländliche Entwicklung in Lateinamerika, zur aktuellen Situation der Waldbrände, die nun bedrohen, was über Jahrzehnte aufgebaut und gewachsen ist:
 
„Die aktuell weitverbreiteten unkontrollierten Brände in der Amazonasregion sind eine große Gefahr für zum Teil mehr als zehn Jahre alte Agroforstparzellen. Die Brände ruinieren jahrelange Aufbauarbeit und treiben die betroffenen Kleinbauern und Indigene an den Rand des sozialen und finanziellen Ruins. Es ist erschütternd zu hören, dass diese wichtige und erfolgreiche Arbeit der Partner und Menschen vor Ort nun in Flammen aufgeht. Viele dieser Ansätze wurden mit Spendenmitteln und öffentlichen Fördergeldern unterstützt. Es ist noch nicht absehbar, wie es für die Betroffenen nun weitergehen wird, doch unsere Partner arbeiten schon aktiv an ersten Hilfsmaßnahmen und werden ihre Arbeit nach den Bränden fortsetzen."
 
Für Interviews und Hintergrundgespräche zum Thema Agroforst steht Dagmar Schumann gerne zur Verfügung.
 
Was die Waldbrände für die indigene Bevölkerung, ihre Lebensräume und Existenzgrundlage bedeutet, weiß Markus Zander, Länderreferent für Bolivien.
 
Sie wollen die Partner in der Amazonasregion unterstützen? Hier finden Sie mehr darüber, wie sich MISEREOR-Partner für den Erhalt des Amazonas einsetzen.
 
Kontakt: Corinna Würzberger, MISEREOR | Corinna.Wuerzberger@misereor.dewww.misereor.de

Umwelt | Naturschutz, 30.08.2019
     
Cover des aktuellen Hefts

Jetzt reicht's!

forum 04/2020

  • Klimaschutz als Volkssport
  • Marketing for Future
  • Systemrelevant
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
17
FEB
2021
BIOFACH und VIVANESS
Shaping Transformation. Stronger. Together.
online
11
MÄR
2021
Kinostart „Now" - „If you fail, we will never forgive you!"
A Film for Climate Justice by Jim Rakete
deutschlandweit
Alle Veranstaltungen...

Gemeinsam ist es Klimaschutz

natureOffice nimmt Sie mit auf die Reise durch den Klimakosmos - gleich YouTube-Kanal abonnieren und Baum pflanzen!

Politik

Mit Experten kann man kein Land regieren!
Christoph Quarch fordert, die Entscheidungen wieder dahin zu verlagern, wo sie hingehören: ins Parlament.

Jetzt auf forum:

Wer, wenn nicht er?

JOBLINGE: Gemeinsam mit vielfältig engagierten Unternehmen gegen Jugendarbeitslosigkeit

Followfood zahlt Impact Investor BonVenture aus

Cookies & Datenschutz - was ist 2021 zu beachten?

Keinen Millimeter Abweichung

Die Woche der Veränderung

Jabil baut Kapazitäten für nachhaltige Verpackungen mit dem Kauf von Ecologic Brands™ aus

Die Hälfte vom Teller für Obst und Gemüse

  • Global Nature Fund (GNF)
  • TourCert gGmbH
  • SÜDWIND e.V. - Institut für Ökonomie und Ökumene
  • Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
  • PEFC Deutschland e. V.
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • VDMA Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen