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So funktioniert das Geld aus dem Internet

Die Zahl der Krypto-Gegner ist in den letzten Jahren stark gesunken

Es war der richtig stark aufgeblähte Immobilienmarkt, der im Sommer 2007 für den Ausbruch der Banken- wie Finanzkrise gesorgt hat. Mit Beginn der Weltwirtschaftskrise haben die Menschen das Vertrauen in die Finanzbranche verloren und sich nach einem System gesehnt, das unabhängig von Banken und Staaten funktioniert.

© WorldSpectrum, pixabay.comEin Wunsch, der ein Jahr später in Erfüllung ging: Satoshi Nakamoto hat mit der Idee einer Kryptowährung den Grundstein für ein Bezahlsystem gelegt, das zwischen den Personen funktioniert - hier gibt es keinen Mittelsmann, also keine Bank und keinen Staat, der als Bindeglied zwischen den geldtransferierenden Personen steht. 

Der Bitcoin, so der Name der ersten Kryptowährung, hat am Anfang zwar noch für Kopfschütteln gesorgt, nach wenigen Jahren aber eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er durchaus eine Ergänzung zum traditionellen Finanzsystem ist. Das zeigte sich auch im Kursverlauf: Bewegte sich der Bitcoin nach seiner Markteinführung noch im Cent-Bereich, so kratzte die Kryptowährung Ende 2017 an der 20.000 US Dollar-Marke - heute (Stand: Anfang August 2019) liegt der Bitcoin bei 11.800 US Dollar.

China befasst sich mit der Bitcoin-Geschichte
Natürlich gibt es nicht nur Krypto-Fans, wobei die Zahl der Gegner in den letzten Jahren deutlich gesunken ist. Auch China scheint nun langsam die Seite zu wechseln. So hat die chinesische Zentralbank jetzt auf ihrer Homepage ein Erklärungsdiagramm zum Bitcoin veröffentlicht. Ein, so sind die Branchenexperten überzeugt, durchaus positives Signal in Richtung der Kryptowährung. 

Die Grafik illustriert die Geschichte des Bitcoin - angefangen vom Projektentwurf 2008 bis über die ersten wichtigen Meilensteine. Dazu gehören unter anderem die ersten 50 „geschürften" Coins sowie die Ankündigung, dass Facebook nun mit einer eigenen Kryptowährung, die den Namen Libra trägt, am Markt mitmischen möchte.

Zudem wird erklärt, wie der Bitcoin den Wert erhält. Hier führen die Autoren vor allem die begrenzte Umlaufmenge (maximal 21 Millionen Coins), die Funktion als Wertaufbewahrungs- sowie Zahlungsmittel und den immer schwieriger werdenden Mining-Prozess an. 

Die aktuellen Prognosen sehen den Bitcoin schon bei über 20.000 US Dollar; es gibt auch Analysten, die überzeugt sind, der Bitcoin werde demnächst sogar die 100.000 US Dollar-Hürde überspringen. Wohl auch, weil es immer mehr Menschen gibt, die die Kryptowährung als sicheren Hafen verstehen. Das „digitale Gold" scheint, zumindest aus heutiger Sicht, eine rosige Zukunft vor sich zu haben.

Wer in den Bitcoin investieren will, der braucht natürlich die passende Plattform. Wichtig ist, dass im Vorfeld ein Vergleich angestellt wird, sodass man weiß, dass es sich um einen seriösen Anbieter handelt. So bringt man beispielsweise über diverse Erfahrungs- oder Testberichte in Erfahrung, ob Bitcoin Profit seriös ist oder nicht.

© petre_barlea, pixabay.comDie chinesische Zentralbank verweist natürlich auch auf die Gefahren. So wird etwa der Hackerangriff auf Mt. Gox als warnendes Beispiel hervorgehoben. Zudem werden auch die bedeutendsten Verluste erwähnt - so etwa der Absturz 2018, als der Bitcoin innerhalb weniger Tage von knapp 20.000 US Dollar auf unter 10.000 US Dollar abgestürzt ist.

Eine Währung für Kriminelle?
Der Unterschied zwischen dem Euro und dem Bitcoin? Der Euro wechselt in Form von gedruckten Geldscheinen den Besitzer, während es durch den Mining-Prozess jeder Person möglich ist, einen digitalen Coin zu erzeugen, der dann in einem virtuellen Portemonnaie (Wallet) aufbewahrt wird. Jedoch kann man Coins einer bestimmten Währung auch über Marktplätze oder Börsen kaufen - hier wird dann das Fiatgeld (beispielsweise der Euro) gegen die Kryptowährung getauscht.

Der Bitcoin ist deshalb so beliebt, weil er einerseits dezentral ist, also keinen Staat und keine Bank hinter sich hat, und andererseits anonym verwendet werden kann - das heißt, es sind anonyme Transaktionen möglich. Das ist mitunter auch die „Schwachstelle" der Kryptowährung. Denn der Bitcoin galt lange Zeit als Währung der Kriminellen; auch heute ist der Bitcoin die Nummer 1-Währung im sogenannten Darknet. 

Doch zu behaupten, der Bitcoin würde ausschließlich von Kriminellen verwendet werden, wäre falsch. Die Kryptowährung ist in den letzten Jahren durchaus in die Mitte der Gesellschaft gerückt; heutzutage gibt es immer mehr Akzeptanzstellen, sodass mit der Kryptowährung unter anderem auch schon in diversen Online-Shops bezahlt werden kann. 


     
        
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