Mit gutem Beispiel vorangehen

PERÚ PURO nominiert für den deutschen Nachhaltigkeitspreis

Bei der grünsten Gala Deutschlands in Düsseldorf könnte in diesem Jahr ein Projekt in Sachen Kakao als Preisträger auf der Bühne stehen. Die Jury schreibt zu der Nominierung: „Der Kakao-Importeur PERÚ PURO GmbH setzt auf Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das Unternehmen bezieht den Kakao direkt von 45 Kleinbauern in Peru und lässt ihn zu hochwertigen Produkten verarbeiten."
 
Schokolade spielt im Leben des Tropenbiologen Arno Wielgoss eine zentrale Rolle. Hören Sie das Interview, das Deutschlandfunk Kultur mit ihm geführt hat. © perupuro.de (Linus Heilmann)Für PERÚ PURO sind die Kleinbauern von Beginn an Partner auf Augenhöhe. Der Firmengründer Dr. Arno Wielgoss arbeitet seit 20 Jahren eng mit ihnen zusammen und sein gemeinnütziger Verein „Frederic Hilfe für Peru" unterstützt sie mit Projekten im Bereich Gesundheit, Bildung, Nutzung regenerativer Energien und ökologischem Landbau. Durch die Aus- und Weiterbildung der Kakaobauern erkennen diese die Bedeutung von Biodiversität und Ökosystemleistungen und tragen aktiv zum Schutz des umliegenden Regenwaldes bei. Zusätzlich hat sich PERÚ PURO maßgeblich an der Gründung einer Frauenkooperative beteiligt, mit deren Hilfe die Frauen vor Ort ihre Interessen und Rechte erstmals institutionalisiert vertreten können.
 
Bis zum Jahr 2025 will das Unternehmen seinen Kakaoimport mehr als verdoppeln. Damit zeigt PERÚ PURO stellvertretend für andere Initiativen dieser Art, dass Kakao und Schokolade auch ganz anders hergestellt werden können.
 
Verarbeitet wird der Kakao sorten-, jahrgangs- und lagenrein. PERÙ PUROAuf degradierten Flächen wird zunächst ein ausgeklügeltes System von Bodendeckerpflanzen etabliert, die schon nach kurzer Zeit erlauben, artenreiche Agroforstsysteme anzupflanzen. Dabei werden verschiedene Arten einheimischer Tropenbäume aufgeforstet, die Schattenbäume für den Kakao sind, aber auch als Bauholz und Geldanlage für spätere Generationen verwendet werden können. Besonders empfehlenswert ist der Anbau in Kombination mit anderen Lebensmitteln. Dies schafft neue Einkommensmöglichkeiten durch den Verkauf vor Ort und macht die Kleinbauern von Lebensmitteleinkäufen unabhängig. Der Bodenbewuchs in artenreichen Anbausystemen erhält dauerhaft die Fruchtbarkeit der Böden. Die Schaffung neuer Anbauflächen durch Brandrodung entfällt somit.

Wann fließt wieviel Geld?
Bei PERÚ PURO erfolgt eine 100-prozentige Vorfinanzierung der Ernte mit der Bezahlung direkt im Dorf. Dabei erhalten die Kleinbauern das Doppelte des Mindest-Fair-Trade- und Biopreises. Höhere Einkommen sollen in Zukunft durch Qualitätssteigerungen erzielt werden. Schon jetzt wird der Kakao von Hand selektiert und temperaturkontrolliert fermentiert. Ein Nebeneffekt: Die Bauern begeistern sich für die Qualitätssteigerung ihres Kakaos.
 
Im Herbst 2019 wird die Frauenkooperative ihre eigene kakaoverarbeitende Röstanlage in Betrieb nehmen. So verbleibt der größte Teil der Wertschöpfungskette direkt bei den Erzeugern des Kakaos. Verarbeitet wird der Kakao sorten-, jahrgangs- und lagenrein. Hauptverkaufsargument soll neben den hohen sozialen und ökologischen Standards immer die außergewöhnlich hohe Qualität des Kakaos sein. 
 
Kontakt: PERÙ PURO GmbH, Dr. Arno Wielgoss | arno.wielgoss[at]perupuro.de | www.perupuro.de

Lifestyle | Essen & Trinken, 06.08.2019
     
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