Deutsche Bahn schafft neue Lebensräume für Insekten

So werden Flächen für mehr Artenschutz umgestaltet

Die Deutsche Bahn entwickelt Lösungen für eine nachhaltige Bewirtschaftung ihrer Flächen. Auf Pilotflächen legt sie neue Lebensräume für Pflanzen, Insekten und andere Tiere an. Auf Basis der hier gewonnenen Erfahrungen überprüft sie, welche Maßnahmen sich auf möglichst vielen Flächen umsetzen lassen. Unterstützt wird die DB von der Bodensee-Stiftung, dem Global Nature Fund und dem Institut für Lebensbezogene Architektur. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und Teil des EU-Projekts LIFE BooGI-BOP.
 
Die Deutsche Bahn schafft neue Lebensräume für Insekten. © MariaGodfrida, pixabay.comDie ersten Piloten des neuen Projekts zum Schutz der Biodiversität sind bereits gestartet: Am Fahrzeuginstandhaltungswerk in Nürnberg hat die DB auf 280 Quadratmetern Blühwiesen gepflanzt, die als Nahrungsquelle für Insekten dienen. Am Kaiserbahnhof in Potsdam gestaltet die DB aktuell eine 1.100 Quadratmeter große Fläche um. Weitere Piloten folgen: Beim 6-Seen-Projekt in Duisburg-Wedau, einem der größten Stadtentwicklungsprojekte Nordrhein-Westfalens, wird sie die Freiflächen nachhaltig bewirtschaften. Beim Ausbau des ICE-Werks in Rummelsburg werden ebenfalls neue Lebensräume entstehen. „Wir als Deutsche Bahn leisten unseren Beitrag für den Artenschutz", sagt Andreas Gehlhaar, Leiter Umweltschutz bei der DB. „Die Zahl der Insekten in Deutschland ist in den vergangenen Jahren um bis zu 80 Prozent zurückgegangen. Dem wollen, können und müssen wir entgegenwirken."
 
Die Lösungen sollen optimal auf die Umgebung abgestimmt werden und Lebensräume bieten, die regional notwendig sind. Deswegen analysieren die Berater der Bodensee-Stiftung gemeinsam mit Fachleuten der DB jede Fläche individuell. Zusätzlich sollen die Lösungen leicht übertragbar sein. Nur dann können sie auf möglichst vielen Flächen der DB umgesetzt werden.
 
„Aufgrund der Vielfalt und Menge der Flächen, die die DB besitzt, ist das Potenzial zur Förderung der Artenvielfalt groß", sagt Sven Schulz, Projektleiter bei der Bodensee-Stiftung. „Die Bandbreite der Maßnahmen reicht dabei von Nisthilfen für Vögel über das Anlegen von Blühflächen bis hin zur Bepflanzung von Schallschutzwällen. Oftmals können wir aber mit kleinen Veränderungen schon viel erreichen."
 
„Grüne Grundstücke" ist als Nummer 150 nur eine von zahlreichen Maßnahmen, mit denen sich die DB für mehr Artenvielfalt stark macht. Weitere Informationen dazu auf www.deutschebahn.com/gruen.
 
Hintergrund
Das Projekt „Boosting Urban Green Infrastructure through Biodiversity-Oriented Design of Business Premises" (EU LIFE BooGI-BOP) wird vom LIFE Programm der Europäischen Union gefördert. Die sieben europäischen Partner bieten Unternehmen, Kommunen und sozialen Einrichtungen professionelle Erstberatungen zu biodiversitätsfördernden Maßnahmen auf Firmengeländen an, begleiten sie bei der Umsetzung und entwickeln Ansätze, damit eine ökologisch sinnvolle Flächengestaltung in Zukunft breitere Berücksichtigung findet.
 
Interessierte Unternehmen können sich auf der Website des Projekts informieren und die Projektpartner der verschiedenen Länder kontaktieren.
 
Kontakt: Julia Gossenberger, Global Nature Fund (GNF) | gossenberger@globalnature.org 

Quelle: Global Nature Fund (GNF)



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Zukunft braucht Frieden

forum 02/2026

  • Militär & Märkte
  • Grüner Wasserstoff
  • Moorschutz als Invest
  • ESG loves KI
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
20
MAI
2026
Bayerischer Batteriekongress 2026
Einblicke, Strategien, Innovationen
81671 München
21
MAI
2026
Munich Impact Night
Dieser Abend ist für alle, die die Zukunft noch nicht aufgegeben haben
81379 München
20
JUN
2026
Woche des Wasserstoffs 2026 (#WDW2026)
Wasserstoff verbindet
deutschlandweit
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Megatrends

Deutsche wünschen starke Führung
Christoph Quarch analysiert die neue Sehnsucht nach Macht und Herrschaft
B.A.U.M. Insights
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Kreislaufwirtschaft am Bau & Energie für die Zukunft

Gastfreundschaftslektionen aus Südtirol

Städte weltweit fordern eine Beschleunigung des Ausstiegs aus fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energien

Koalition von Ländern treibt beschleunigte Abkehr von fossilen Energien während Energiekrise voran

Deutsche Umwelthilfe widerlegt Mythos angeblich hoher Systemkosten Erneuerbarer Energien

Die Energiewende ist kein Kostenblock – sie ist ein Gewinnmodell für die Regionen

Aufbruch in Santa Marta

Ausbau erneuerbarer Energien

  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • SUSTAYNR GmbH
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • Engagement Global gGmbH
  • ZamWirken e.V.
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • WWF Deutschland
  • TÜV SÜD Akademie
  • circulee GmbH
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • NOW Partners Foundation
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • 66 seconds for the future