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Bienenvölker genießen ihr SmartHome an Telekom-Standorten

Smarte Bienenstöcke auf dem Gelände der Telekom-Zentrale

Die Bedeutung von Bienen ist in aller Munde: Schon jedes Kind genießt Honig, Äpfel oder Kirschen in dem Wissen, dass wir diese Nahrungsmittel nur dank der fleißigen Insekten genießen können. Aber wussten Sie auch, dass selbst Kaffee von der Bestäubungsleistung der bekannten Hautflügler abhängig ist?
 
Smarte Bienenstöcke auf dem Gelände der Telekom-Zentrale in Bonn. © Deutsche TelekomDenn Honigbienen bestäuben rund 80 Prozent unserer Pflanzen und erzeugen damit einen volkswirtschaftlichen Wert von schätzungsweise 1,6 Milliarden Euro pro Jahr allein in Deutschland. Dabei sind Bienen ebenso wie viele andere Insekten bedroht: Erderwärmung, Umweltverschmutzung, intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden und der zunehmende Verlust von Artenvielfalt machen den Nützlingen zu schaffen.
 
Auch auf Grund ihrer hohen Bedeutung für die Ernährungssicherheit hat die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft dazu aufgerufen, „nachhaltige Systeme zugunsten von Bestäubern" zu fördern, also zum Beispiel Blumen wachsen zu lassen und nicht zu früh zu mähen.
 
Ein Ansatz, der inzwischen an verschiedenen Telekom-Standorten erprobt wird: An mehreren Standorten wurden auf geeigneten Flächen „Bienenweiden" mit für Bienen attraktiven Pflanzen ausgesät – nach Rücksprache mit dem Saatguthersteller natürlich in der Farbrichtung „Magenta". Gleichzeitig handelt es sich um niedrig-wachsende, dünnstielige Pflanzen, so dass auch bei einem höheren Mähabstand die Wiesenpflege mit einem herkömmlichen Rasenmäher möglich ist.
 
Parallel folgen dem erfolgreichen Piloten von vernetzten Bienenstöcken in Bonn und München in diesem Jahr SmartHomes für weitere Völker, unter anderem in Darmstadt und Hamburg. Der Clou: Die Bienenstöcke werden komplett mit IoT-Technik ausgestattet und mit dem Maschinen- und Sensorennetz (NarrowBand IoT) der Telekom verbunden. Unsere intelligenten Sensoren sammeln und übertragen viele Daten des Bienenstocks. Beispielsweise wird das Gewicht des Bienenstocks gemessen – dies gibt einen Hinweis auf den Füllstand der Waben. Außerdem werden Informationen zur Temperatur und Luftfeuchtigkeit gesammelt. All diese Daten bekommt der Imker über die T-Systems Cloud auf seine App. So kann er aus der Ferne stets das Verhalten und den Zustand seines Bienenvolks überwachen und beurteilen.
 

Kranke Bienen frühzeitig erkennen
Eine wichtige Informationsquelle dafür ist die Geräuschkulisse innerhalb des Bienenstocks. Sie gibt Hinweise auf den Gesundheitszustand der Bienen. Auch dieser wird gemessen und an den Imker übermittelt. Bei Auffälligkeiten kann er gezielt eingreifen. So ist es möglich, schnell zu handeln, und gleichzeitig werden unnötige Störungen der Bienen vermieden.
 
Datenreichtum
Da die SmartHomes für Bienen an verschiedenen Stellen im Bundesgebiet die Daten sammeln, können die erhobenen Werte miteinander vergleichen werden. Die Digitalisierung leistet so einen wichtigen Beitrag zur Arterhaltung.
 
Damit auch die wilde Verwandtschaft nicht vergessen wird, hängten Beschäftigte auch Insektenhotels auf.
 

Quelle: Deutsche Telekom AG

Umwelt | Biodiversität, 06.06.2019
     
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