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Erfolg für Bundestagspetition „Pestizidkontrolle“

Starkes Votum für den Schutz der Bienen

Die Zeichnungsphase der Bundestagspetition „Pestizidkontrolle" ist erfolgreich abgeschlossen. Petent Thomas Radetzki, Imkermeister und Vorsitzender der Aurelia Stiftung in Berlin, konnte am Dienstag den frühzeitigen Erfolg seiner Petition verkünden und bedankte sich bei allen Unterstützer*innen via Twitter und Facebook. Bis zum Ende der Zeichnungsfrist am 1. Mai kamen 55.817 Unterschriften auf dem Petitionsportal des Bundestags zusammen. Zudem seien rund 15.852 zusätzliche, manuelle Stimmen auf dem Postweg eingegangen, teilte Radetzki mit.
 
Das Kampagnenteam: v.l.n.r. Daniela Maul, Jan Hellberg, Jan Ostrop, Thomas Radetzki, Florian Amrhein, Bernd Rodekohr. © Thomas Radetzki, Aurelia StiftungMit einem zu erwartenden Endergebnis von deutlich über 70.000 Stimmen gehört Radetzkis Petition zu den zehn erfolgreichsten Bundestagspetitionen überhaupt. Von den durchschnittlich rund 17.000 Petitionsanträgen, die pro Jahr beim Bundestag eingehen, erreichen nur wenige das für eine öffentliche Anhörung erforderliche Quorum von 50.000 Unterschriften. 
 
Die Bundestagspetition „Pestizidkontrolle" fordert strengere Sicherheitsprüfungen von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln, kurz: Pestiziden. Deren massenhafter Einsatz in der Landwirtschaft gilt als eine der Hauptursachen für das globale Artensterben – insbesondere unter Bienen und anderen Insekten. Auch für den Menschen birgt der Pestizideinsatz und damit einhergehende Artenverlust existentielle Risiken. So mahnte erst vor wenigen Tagen der Präsident des Weltbiodiversitätsrats (IPBES), Robert Watson, an: „Die Zerstörung der Artenvielfalt und der Ökosysteme hat ein Niveau erreicht, das unser Wohlergehen mindestens genauso bedroht wie der durch den Menschen verursachte Klimawandel." 
 
Wie immer mehr wissenschaftliche Studien belegen, bergen auch zugelassene und vermeintlich „sichere" Pestizide kaum abschätzbare Gesundheits- und Umweltrisiken. Radetzki und andere Experten sprechen sich deshalb für eine Reform der staatlichen Zulassungsverfahren aus und fordern, dass unter anderem sogenannte subletale Wirkungen oder auch Cocktaileffekte durch die gleichzeitige Anwendung mehrerer Pestizide in den Sicherheitsprüfungen berücksichtigt werden müssen. Inwieweit der Bundestag den Reformvorschlägen von Thomas Radetzki entsprechen wird, werden die kommenden Monate zeigen. Zunächst muss der Petitionsausschuss die postalisch eingegangenen Unterschriften prüfen und über eine öffentliche Anhörung beraten. Radetzki hofft auf eine Entscheidung noch vor den Sommerferien.
 
Kontakt: Thomas Radetzki, Aurelia Stiftung Telefon
thomas.radetzki@aurelia-stiftung.dewww.pestizidkontrolle.de

Gesellschaft | Politik, 02.05.2019
     
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