Engagement der Energieversorger im Bereich Elektromobilität erreicht Kunden nicht

Untersuchung zeigt Divergenz zwischen Angebot und Nachfrage

Bereits jeder fünfte Energieversorger in Deutschland führt Ladesäulen für Privatkunden in seinem Portfolio. Diese Kompetenz der Energieversorger im Bereich Elektromobilität spiegelt sich bislang nicht in der Kundennachfrage wider, wie eine aktuelle Untersuchung von EuPD Research offenlegt.
 
Untersuchung zeigt: Das Engagement der Energieversorger im Bereich der Elektromobilität erreicht die Kunden nicht. © MikesPhotos, pixabay.comEine wachsende Anzahl an Energieversorgern in Deutschland ist neben den Kernbereichen Strom, Gas und Wärme zunehmend im Mobilitätssegment aktiv. Bereits 22 Prozent der deutschen Energieversorger bieten Privatkunden Ladesysteme für Elektromobile an. Dies sind zwei Prozentpunkte mehr verglichen mit dem Vorjahr.
 
Im Rahmen einer aktuellen Untersuchung des Bonner Markt- und Wirtschaftsforschungs-unternehmens EuPD Research wurden Ansprechpartner der Energieversorger mit unterschiedlich tiefgehenden Fragestellungen rund um Elektromobilität konfrontiert. Die Fragestellungen richteten sich dabei zum einen auf die öffentlich zugängliche Infrastruktur von Stromtankstellen, zum anderen auf Lademöglichkeiten zuhause. Die Reaktionen der Energieversorger legen offen, dass Elektromobilität von den Versorgungsunternehmen als Zukunftsthema angesehen wird und entsprechende Kompetenzen hier innerhalb der Unternehmen aufgebaut wurden. Im Bereich der Fragen zur allgemeinen Infrastruktur wurde jede zweite Antwort richtig und detailliert gegeben, hinsichtlich der Lademöglichkeiten war ein Fünftel der Antworten von sehr guter Qualität.
 
Allerdings wird diese Kompetenz der Energieversorger kaum vom Endkunden nachgefragt. Eine parallel laufende Befragung von Endkunden zeigte, dass lediglich 4 Prozent von mehr als 500 befragten Personen bereits Kontakt mit ihrem Energieversorger zum Thema Elektromobilität hatten – 2018 gaben dies noch 6 Prozent der Befragten an.
 
„Die sich abzeichnende Divergenz zwischen Angebot und Nachfrage zeigt, dass das Segment Elektromobilität noch in den Anfängen steckt. Der Energieversorger erreicht als Ansprechpartner für dieses innovative Thema beim Endkunden offensichtlich zu wenig Aufmerksamkeit.", konstatiert Dr. Martin Ammon, Leiter Energiewirtschaft bei EuPD Research.
 
Die Untersuchung der Servicequalität ist Teil der jährlichen Analyse der Angebotsportfolios von Energieversorgern im Rahmen des Energiewende Awards. Hierbei werden knapp 1.800 Energieversorger in der DACH-Region im Detail durchleuchtet. Die Energieversorger mit herausragendem Engagement im Kontext der Energiewende werden am 16. Mai 2019 auf der The smarter E Europe in München mit dem Energiewende Award ausgezeichnet. Initiatoren des Projektes sind das DCTI Deutsches CleanTech Institut, The smarter E Europe und EuPD Research. 
 
Kontakt: EuPD Research Sustainable Management GmbH | fahmy@energiewende-award.de 


     
        
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