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Fortschrittliches Mobilitätskonzept von Schneider im Fernsehen

Reportage „Wege aus dem Stau – Straßenverkehr neu gedacht"

Immer mehr Autos und Lkws rollen auf Deutschlands Straßen, und Staus und Abgase gehören zu unserem Alltag. In der arte-Mediathek ist die Dokumentation „Verkehr ohne Chaos" mit dem Beitrag über das Mobilitätskonzept der Schneider Schreibgeräte GmbH noch bis zum 6. Juli 2019 zu sehen.
 
Fortschrittliches Mobilitätskonzept von Schneider im Fernsehen. © Pressefoto Schneider Schreibgeräte GmbHIn der Sendung werden verschiedene Lösungsansätze gezeigt, wie man z.B. durch kostenlosen Nahverkehr, Bündelung von Lkw-Leerfahrten oder Förderung des Radfahrens den Verkehr auf den Straßen reduzieren kann. Auch Teilaspekte des betrieblichen Mobilitätskonzeptes von Schneider wurden in diesem Beitrag beleuchtet. Vorgestellt wurden der kostenlose Betriebsbus und die Fahrradkampagne der Firma.
 
Für Schneider als EMAS-zertifiziertes Unternehmen, ist es schon seit vielen Jahren ein Anliegen in allen Bereichen Emissionen einzusparen. Ein wichtiger Bereich ist die Mobilität, das heißt der Fuhrpark und die Mitarbeiterfahrten. Diese Bereiche beeinflussen die Produktion zwar nicht direkt, erweisen jedoch große Potentiale um Emissionen einzusparen. Folglich begann das Unternehmen schon vor vielen Jahren diese Bereiche zu überdenken. Eine effiziente Umwelt- und sozialverträgliche Mobilität anzuregen und zu fördern, d.h. eine grünere Fahrzeugflotte zu schaffen und auch den alltäglichen Berufsverkehr zu verringern, ist bei Schneider daher ein hoch angesetztes Ziel.
 
Das Unternehmen selbst liegt mitten im Grünen: Außerhalb des Ortes und kaum fußläufig zu erreichen. Da es in der ländlichen Umgebung der Firma so gut wie keinen öffentlichen Nahverkehr gibt, fiel die Option einer Förderung des ÖPNV für Schneider leider aus. Um mehrere Mitarbeiter auf wenige Fahrzeuge zu bündeln entschied man sich daher bei Schneider für einen vom Unternehmen bezahlten Bus. Diesen gibt es nun schon seit den 80er Jahren. Er fährt viermal am Tag zu den Hauptarbeitszeiten. Der 55 Sitzplätze zählende Bus ist im Winter sehr gut belegt, erspart den Mitarbeitern das lästige Eiskratzen und bietet eine sichere und kostenlose Fahrt zur Arbeit und auch wieder zurück.
 
Im Sommer bietet sich im pittoresken Schwarzwald das Rad als schönste und nachhaltigste Alternative für den Arbeitsweg an, deshalb konkurrieren die zwei Mobilitätskonzepte, und der Bus fährt im Sommer nicht so gut besetzt. 2012 startete Schneider daher erstmalig die Initiative zur Förderung des Radverkehrs mit einem eigenen E-Bike-Verleih für 12 interessierte Mitarbeiter. Die Mitarbeiter bekamen das E-Bike kostenlos zur Verfügung gestellt, mussten sich jedoch verpflichten anstatt mit dem Auto an mindestens 80 Tagen im Jahr mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Was mit 12 Rädern anfing und lediglich 20 werden sollten, stieß auf große Begeisterung seitens der Mitarbeiter.
 
Im ersten Jahr waren es 12 Räder, im Folgejahr verdoppelte sich die Zahl und 2015 besaßen bereits 54 Mitarbeiter des Unternehmens eines der firmeneigenen E-Bikes. Da der Aufwand der Instandhaltung/Versicherung etc. der Räder sehr hoch war, entschied man sich Ende 2015 auf ein Fahrradleasing-Modell umzusteigen. Seit 2016 können die Mitarbeiter nun ihr ganz persönliches Rad/ E-Bike kostengünstig über die Firma leasen.
 
Durch den Umstieg auf das neue Modell hat nun jeder Mitarbeiter die Möglichkeit ein Fahrrad zu leasen, ohne sich auf 80 Tage im Jahr zu verpflichten. Außerdem neu: Seit dem Umstieg auf das Leasing Modell können die Schneider-Mitarbeiter nun auch Räder für Ihre Ehepartner/-innen über die Firma leasen. Nur wenn der Ehepartner ebenfalls ein Rad hat werden auch privat mehr Fahrradkilometer zurückgelegt und das Fahrrad dem Auto vorgezogen.Bei regelmäßiger Nutzung unterstützt Schneider zusätzlich die Leasingrate. Von den 194 geleasten Rädern fahren 98 Personen an mehr als 60 Tagen mit dem Rad zur Arbeit. Dafür werden sie von der Firma belohnt. Schneider bezuschusst die monatliche Leasingrate mit 35 €.
 
Außerdem bezahlt die Firma die jährliche Wartung und Versicherung der Räder. Sie lobt auch Jahr für Jahr diverse Wettbewerbe aus, z.B. über die Anzahl der Fahrten zur Arbeit oder die in diesem Kontext zurückgelegten Gesamtkilometer. Als Hauptpreis wird die Leasingrate der drei besten Fahrer dieser beiden Kategorien sogar komplett von der Firma übernommen. Diese Wettbewerbe, sowie jährliche gemeinsame Fahrradausflüge, sorgen ganz nebenbei für gute Stimmung und Motivation unter den Radfahrern und fördern das Wir-Gefühl im Betrieb.
 
Insgesamt kostet die Fahrradkampagne die Firma ca. 80.000 € im Jahr. Aber immerhin – manch einer kann durch das Fahrradleasing sogar auf einen Zweitwagen verzichten. Die Zahlen sind allgemein beachtlich: In den letzten beiden Jahren wurden bei Schneider stolze 13.340 Fahrten zur Arbeit auf dem Fahrrad zurückgelegt, was mit einer Strecke von 138.000 km einhergeht. Rückblickend wurden seit Einführung des „JobRads" im Jahr 2012 somit über 400.000 Autokilometer eingespart, wodurch Schneider auch weiterhin erfolgreich Schritt für Schritt den Emissionsausstoß verringert und einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft liefert.
 
Neben der Fahrradkampagne und dem Werksbus stellt Schneider außerdem schrittweise den eigenen Fuhrpark auf rein elektrisch betriebene Fahrzeuge und Hybrid-Fahrzeuge um. Bestehende Verbrennerfahrzeuge werden verkauft. Die Mitarbeiter der Firma wurden in großem Stil zur Nutzung von Elektrofahrzeugen und Hybridfahrzeugen geschult und ermuntert.
 
Für weiter entfernt liegende Reiseziele ist es für Schneider-Mitarbeiter, sofern dies möglich ist, weiterhin obligatorisch mit dem Zug zu fahren. In dieser Hinsicht ist man bei Schneider konsequent. Vielreisende besitzen eine Business Bahncard mit welcher man im Fernverkehr mit 100% Ökostrom und somit komplett emissionsfrei fährt. Fast 200.000 km legen die Mitarbeiter der Firma im Jahr mit dem Ökostrom der Bahn zurück.
 
Kontakt: Martina Schneider, Schneider Schreibgeräte GmbH | Martina.Schneider@schneiderpen.de

Technik | Mobilität & Transport, 14.04.2019
     
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