Gesellschaft | Politik, 27.03.2019
Ein klare Position beziehen
999 Zeichen von Bernhard Schwager, Head Sustainability Office der Robert Bosch GmbH
Die Wirtschaft hat schon immer ein vitales Interesse an politischen Rahmenbedingungen. Deutlich wird dies durch Lobbyaktivitäten, an denen sich Unternehmen für einen sinnvollen Interessensausgleich der verschiedenen Stakeholder beteiligen. Dies ist wichtig, um gemeinsam Lösungen oder zumindest Kompromisse durch konstruktive und kritische Auseinandersetzung zu finden. Auch wenn politisches Engagement von Firmen in der Öffentlichkeit oft kritisch gesehen wird, Corporate Political Responsibility (CPR) ist längst Teil eines umfassenden Nachhaltigkeitsverständnisses rund um Corporate Governance und wirtschaftsethischen Themen wie Compliance oder Integrität. Zur Verantwortung von Unternehmen sollte daher auch das Thema gesellschaftlicher Zusammenhalt gehören. Ein intensiveres Engagement für den Erhalt rechtstaatlicher und demokratischer Strukturen zahlt sich zudem für Unternehmen aus. Hier klare Positionen bei aktuellen Themen oder kontroversen Fragestellungen zu beziehen, würde den politischen Willensbildungsprozess positiv befördern. Dazu könnten speziell CEOs einen förderlichen Beitrag leisten und Sachverhalte gegenüber der Öffentlichkeit erklären.Bernhard Schwager ist innerhalb der Zentralabteilung Arbeits-, Brand-, Umweltschutz und Nachhaltigkeit der Robert Bosch GmbH als Leiter der Geschäftsstelle Nachhaltigkeit tätig. In dieser Funktion ist er unter anderem Ansprechpartner für die verschiedenen Stakeholdergruppen und treibt Nachhaltigkeitsthemen voran. Er vertritt das Unternehmen in verschiedenen nationalen und internationalen Organisationen.
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