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Forschung für weniger Plastik im Einkaufskorb

Stetig wachsender Verbrauch von Kunststoffverpackungen soll gestoppt werden – Alternativen sind gefragt

Mehr über Innovationen bei Verpackungen und welchen Beitrag Bürger, Politik und Unternehmen dazu leisten, lesen Sie auch in der forum Nachhaltig Wirtschaften 1/2019
Projekt Innoredux erforscht Verpackungsinnovationen für Lebensmittel, Textilien, Bürobedarf sowie Kosmetika, Hygiene-, Wasch- und Reinigungsmittel/Forschung gemeinsam mit Branchenakteuren im „Reallabor" in der Stadt Heidelberg 

Beim Einkauf von Lebensmitteln, Kleidung oder Kosmetik wächst die Zahl der Kunststoffverpackungen scheinbar unaufhaltsam und hat sich in zwei Jahrzehnten verdoppelt. Die Kundinnen und Kunden haben oft nicht einmal die Wahl, Produkte unverpackt zu kaufen. Das will das Forschungsprojekt Innoredux ändern und Wege aufzeigen, wie innovative Geschäftsmodelle im Handel Plastikmüll entlang der Wertschöpfungskette reduzieren können. Die Forscherinnen und Forscher werden dabei seit Februar 2019 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert. In einem Reallabor-Forschungsansatz in der Stadt Heidelberg erarbeiten das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und das Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) gemeinsam mit Handelsunternehmen innovative Verpackungslösungen für den Online- und stationären Handel. 

Verbrauch von Kunststoffverpackungen hat sich verdoppelt – innovative Lösungen gesucht 
Verpackungsinnovationen für Lebensmittel, Textilien, Bürobedarf sowie Kosmetika, Hygiene-, Wasch- und Reinigungsmittel sind dringend notwendig um die Plastikflut einzudämmen. © Hans, pixabayNach Daten des Umweltbundesamtes wurden im Jahr 2015 von den in Deutschland verarbeiteten Kunststoffen 35 Prozent für die Herstellung von Verpackungen verwendet. Insgesamt landeten in Deutschland zuletzt jährlich rund drei Millionen Tonnen Kunststoffverpackungen im Müll. 

„Dringend sind innovative Maßnahmen gefragt, um Kunststoffeinträge in die Umwelt zu mindern. Damit diese sich in der Praxis durchsetzen, schauen wir in unserem Projekt insbesondere nach Ansätzen, die für die Unternehmen gleichzeitig Wettbewerbsvorteile schaffen", so Projektleiter Dr. Frieder Rubik vom IÖW über die Herangehensweise des Projektes Innoredux.
 
Neue Konzepte für mehrere Warengruppen gesucht
Das Projekt möchte erreichen, dass Produkte so in Umlauf gebracht werden, dass weniger Verpackungsabfälle entstehen. Der Fokus liegt vor allem beim Einzelhandel, da er eine Schlüsselrolle zwischen Produktion und Konsum einnimmt. Im Forschungsprojekt wird mit mehreren Warengruppen gearbeitet: Lebensmittel, Büroartikel, Textilien sowie Kosmetika, Hygiene-, Wasch- und Reinigungsmittel. Neuartiger effizienterer Materialeinsatz und die Verwendung von ökologisch verträglicheren Materialien sollen gemeinsam mit mehreren Partnern erprobt werden. Aus dem stationären Handel arbeiten der Drogeriemarkt dm und der Biohändler Alnatura in dem Forschungsprojekt mit und aus dem Versandhandel Memo, Zalando und der Avocadostore. 

Basierend auf den Erfahrungen im Reallabor der Stadt Heidelberg, die bei der Umsetzung des Projektes mitarbeitet, entwickelt das Projekt eine Strategie, wie Kommunen und Unternehmen dazu beitragen können, Plastikmüll zu reduzieren. Ziel ist es, die praktische Umsetzung von alternativen Verpackungslösungen zu erleichtern. Das Projekt wird vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begleitet. Auch bringen der Heidelberger Einzelhändler „Annas Unverpacktes" und der Verband der Unverpackt-Läden ihre Erfahrungen im Handel mit nicht verpackten Lebensmitteln und Kosmetikartikeln in das Projekt ein.
 
Hintergrund Plastik in der Umwelt  
Das Projekt Innoredux wird seit Februar 2019 für drei Jahre gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) innerhalb des Forschungsschwerpunkts „Plastik in der Umwelt – Quellen, Senken, Lösungsansätze". In diesem gehen 20 Verbundprojekte mit rund 100 Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden, Kommunen und Praxis grundlegenden Fragen zur Produktion, Anwendung und Entsorgung von Kunststoffen nach. Der Forschungsschwerpunkt gehört zum BMBF-Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung" (FONA).
 
Weitere Informationen: 
 Kontakt: Richard Harnisch, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)
richard.harnisch@ioew.dewww.ioew.de


     
        
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