evoBuild - Zirkulär gedacht. Für Visionen gemacht.

Se(h)en ohne Grenzen

Natur 100 Prozent barrierefrei erleben

Der Aufenthalt in der Natur, das Erleben und Lernen über die Natur sind für viele Menschen wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Für Menschen mit Behinderung ist der Zugang zur Natur über Naturschutzzentren und ähnliche Einrichtungen bisher kaum möglich. Anpassungen in Umweltzentren und Naturparken sind in ihrer Umsetzung oft mit erheblichen Kosten verbunden. Dabei gibt es in Europa einige gute Beispiele, wie man die Natur bereits mit kleinen Anpassungen allen zugänglich machen kann.
 
Waldboden zum Anfassen - Mit einfachen Mitteln werden verschiedene Waldtypen für blinde Menschen greifbar gemacht. © GNF ArchivDer Global Nature Fund (GNF) und der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) wollen sich mit der European Living Lakes Partnership diesem Thema annehmen. „Lakes without Limits" – Seen ohne Grenzen heißt das Projekt, das praxisnahe Fortbildungsmaterialien für Umweltbildner und Naturpädagogen erarbeitet und eine barrierefreie Ausgestaltung von Naturlehrpfaden in Deutschland, Österreich, Ungarn und Polen unterstützt. Der Fokus des Projekts liegt auf Seenregionen in Europa, alle Ergebnisse sind aber ebenso gut in Wald und Heide anwendbar. Unterstützt wird das Projekt vom Erasmus+ Programm der Europäischen Union.
 
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lebten in Deutschland im Jahr 2013 über 10 Millionen Menschen mit Behinderung. Die EU-Agentur für Grundrechte spricht von rund 80 Millionen europaweit. Diese Menschen sind in ihrem Alltagsleben mit Barrieren aller Art konfrontiert. Inklusion steht zwar ganz oben auf der politischen und gesellschaftlichen Agenda, bei manchen Maßnahmen stockt aber die Umsetzung. Wenn auch die Integration auf dem Arbeitsmarkt sowie die Infrastrukturanpassungen immer besser gelingen, bleibt ein weiterer, nicht weniger wichtiger Bereich nur bedingt berücksichtig: Aufenthalte in der Natur. „Vor allem geht es uns im Projekt um die Kommunikationsbarrieren, also darum, dass Menschen mit Einschränkungen in der Wahrnehmung dasselbe erfahren, wie ohne", sagt Katja Weickmann, Projektverantwortliche beim GNF.
 
Die europäischen Erfahrungen zusammenzutragen, die vorhandenen Kriterien und Programme zu analysieren und eine praktische und praktikable Umsetzungshilfe für Naturpädagogen in Europa auszuarbeiten, das sind die wichtigsten Ziele des Projekts. „Menschen mit Einschränkungen sind unsere wichtigsten ‚Projektexperten‘ bei der Entwicklung der Richtlinien und der Erprobung von Maßnahmen. Unser Ansatz in dieser Hinsicht ist, dass wir Menschen mit Behinderungen als Experten in eigener Sache einbinden werden, um mit ihnen zusammen die Anforderungen zu entwickeln", erläutert Hilke Groenewold vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV), einem der Projektpartner.
 
Barrierefreie Angebote sind unentbehrlich für 10 Prozent der Nutzer, hilfreich für 30 Prozent, bequem für 100 Prozent. Mit diesem Projekt wird nicht nur die Integration von Menschen mit Behinderung in beteiligten Ländern angesprochen, sondern auch die Sensibilität für die Natur aller Europäer gefördert.
 
Kontakt:
Katja Weickmann, Global Nature Fund (GNF) | weickmann@globalnature.orgwww.globalnature.org

Quelle: Global Nature Fund (GNF)



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Die Natur lebt vom Kreislauf – und wir?

forum 04/2026

  • Kreislaufwirtschaft
  • Biodiversität
  • Bildung
  • Wasserweisheiten
  • Altöl im Kreislauf
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
23
NOV
2026
Energie- & Umweltgipfel 2026: Produzierende Industrie
Where Industrial Transformation Creates Competitive Advantage
10623 Berlin
23
NOV
2026
European Sustainability Week
Built on Trust. Driven by Insight. Focused on Impact. - Ticketrabatt für forum-Leser*innen
53639 Königswinter
Alle Veranstaltungen...
Energie- & Umweltgipfel 2026
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Digitalisierung

Macht KI dumm?
Christoph Quarch plädiert dafür, Sinnverstehen und Urteilskraft zu kultivieren als Gegengewicht gegen die drohende Übermacht der KI
Munich Climate Week 2026
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.

Jetzt auf forum:

Alle sind aufgerufen, einen Atomkrieg zu verhindern

BN-Donauschifffahrt zeigt den Wert der frei fließenden Donau auf

Konkrete Gefahren für Betriebe

Ein Wochenende voller Musik, Kunst und Begegnung

11. Internationaler Bodentag zum Thema "Gesunder Boden: vom Acker zum Teller" am 18,/19. November 2026 in Neunburg v. Wald

EthioTrees ist das Leuchtturm-Projekt 2026

PLAN-B NET ZERO gewinnt zweiten PaaS-Kunden

Regenwald-Konferenz erhält den "Making a Difference" Award 2026 des Jane Goodall Instituts Deutschland

B.A.U.M. Insights
  • 66 seconds for the future
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Zendure DE GmbH
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • SUSTAYNR GmbH
  • ZamWirken e.V.
  • Engagement Global gGmbH
  • Global Nature Fund (GNF)
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • WWF Deutschland
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • NOW Partners Foundation