Zertifizierter ESG Reporting Professional. Fit für CSRS & Co. - ESG-Reporting souverän meistern.

Modellversuche für den Radverkehr in Bayern

Elf Bayerische Kommunen beteiligen sich an den Modellversuchen.

Um das Maßnahmenspektrum zur Sicherung des Fahrradverkehrs zu erweitern, führt die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V. (AGFK Bayern) gemeinsam mit der Technischen Hochschule Nürnberg im Zeitraum von 2018 bis 2020 ein Forschungsprojekt durch. Auf verschiedenen Straßenabschnitten in bayerischen Kommunen werden unterschiedliche Maßnahmen und deren Wirkung auf die Sicherheit des Radverkehrs untersucht. Das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr unterstützt das Vorhaben finanziell und beratend.
 
Hintergrund und Ziele des Forschungsprojektes
Modellversuche für den Radverkehr in Bayern. © Timelynx, pixabay.comIn zahlreichen bayerischen Kommunen besteht ein sehr großes Interesse Alternativen zum Mischverkehr oder bessere Führungsmöglichkeiten für den Radverkehr zu finden. Wenn Radfahrer im Mischverkehr auf der Fahrbahn bei vergleichsweise hohen Kfz-Belastungen fahren, keine eigenen Flächen für den Radverkehr zur Verfügung stehen, kritische Verknüpfungsstellen oder Engstellen vorhanden sind, wird Handlungsbedarf für mehr Sicherheit für den Radverkehr gesehen. Immer wieder ist es aber auch einfach die Unsicherheit bei Radfahrern und Autofahrern wer wo fahren darf oder soll, die zu Konfliktsituationen führt. Mit dem Forschungsprojekt sollen Maßnahmen für mehr Fahrradfreundlichkeit und Verkehrssicherheit in den Kommunen evaluiert werden, denn nur wer sich als Radfahrer sicher fühlt, wird das Rad auch häufig benutzen.
 
Die AGFK Bayern untersucht gemeinsam mit den Projektpartnern in folgenden Modellversuchen in besonderen und kritischen Straßenbereichen spezielle Kennzeichnungen und ausgewählte Führungsformen für den Radverkehr, um die Situation für alle Verkehrsteilnehmer klarer und sicherer gestalten zu können:
  • Fahrradpiktogramme auf der Fahrbahn
  • Kennzeichnung von Radwegen ohne Benutzungspflicht
  • Einseitige Schutzstreifen innerorts
  • Tempo 30 in Hauptverkehrsstraßen
Elf Bayerische Kommunen beteiligen sich an den Modellversuchen. Die Technische Hochschule Nürnberg untersucht die Wirkung der Maßnahmen auf die subjektive und objektive Sicherheit sowie die Wahrnehmung und ggf. Verhaltensveränderung bei allen Verkehrsteilnehmern. Die Evaluation der Wirkungen der Maßnahmen basiert vor allem auf empirischen Erhebungen mit Vorher-Nachher-Vergleich für die Untersuchungsstrecken. Ziel des Forschungsprojektes ist es, Empfehlungen zu Einsatzkriterien der jeweiligen Maßnahme sowie ggf. auch Ausschlusskriterien herauszuarbeiten.
 
Bei den Projekten wird teilweise über die bisherigen Regelungen in der Straßenverkehrs-Ordnung und deren Verwaltungsvorschriften hinausgegangen. Laut AGFK Bayern Vorsitzenden Landrat Matthias Dießl können von den Modellprojekten zahlreiche Kommunen profitieren: „Ziel der AGFK Bayern ist es, mit den Ergebnissen der Modellversuche die geltenden Regelwerke fortzuschreiben. Wir wollen untersuchen, wie das Miteinander im Verkehr gerade an kritischen Stellen und in engen Straßen sicherer und besser gestaltet werden kann. Die Erkenntnisse aus den Modellversuchen könnten deshalb von bundesweitem Interesse sein."
 
Die Ergebnisse der Untersuchungen werden im Frühjahr 2020 erwartet.
 
Teilnehmende Kommunen
  • Andechs (Landkreis Starnberg): Fahrradpiktogramme auf der Fahrbahn
  • Cadolzburg (Landkreis Fürth): Tempo 30 in Hauptverkehrsstraßen
  • Erlangen: Fahrradpiktogramm auf Fahrbahn, einseitiger Schutzstreifen innerorts
  • Fattigau (Landkreis Hof): Fahrradpiktogramm auf Fahrbahn, einseitiger Schutzstreifen innerorts
  • Fürstenfeldbruck: Einseitiger Schutzstreifen innerorts, Tempo 30 in Hauptverkehrsstraßen
  • Gräfelfing: Kennzeichnung von Radwegen ohne Benutzungspflicht
  • Gröbenzell: Tempo 30 in Hauptverkehrsstraßen
  • Regensburg: Kennzeichnung von Radwegen ohne Benutzungspflicht, Tempo 30 in Hauptverkehrsstraßen
  • Weßling (Landkreis Starnberg): Kennzeichnung von Radwegen ohne Benutzungspflicht
  • Wolfratshausen: Einseitiger Schutzstreifen innerorts
  • Wörthsee (Landkreis Starnberg): Einseitige Schutzstreifen innerorts
Die Bayerische Staatsministerin für Wohnen Bau und Verkehr, Ilse Aigner sowie AGFK Bayern Vorsitzender und Landrat Matthias Dießl und Professor Dr. Harald Kipke kündigen die Modellversuche in einem gemeinsamen Videoclip an.
 
In der AGFK Bayern haben sich derzeit 65 bayerische Kommunen mit insgesamt mehr als 5,2 Millionen Einwohnern mit dem Ziel zusammengeschlossen, gemeinsam den Radverkehr zu fördern, Erfahrungen auszutauschen und Synergieeffekte zu nutzen. Die AGFK Bayern vertritt die Interessen ihrer Mitglieder im Radverkehrsbereich u.a. in der Landes- und Bundespolitik und bei kommunalen Spitzenverbänden. Dazu zählen sowohl die Förderung einer radverkehrsfreundlichen Mobilitätskultur als auch der Ausbau von Radrouten und die Erhöhung der Sicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer. Alle Mitglieder werden nach einem Kriterienkatalog auf ihre Fahrradfreundlichkeit geprüft.
 
Kontakt: Sarah Guttenberger, AGFK Bayern | sarah.guttenberger@agfk-bayern.de


     
        
Cover des aktuellen Hefts

Frau Reiche – es reicht!

forum 03/2026

  • Resilienz
  • Klimafinanzierung
  • Wald
  • Startups
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
11
SEP
2026
Den Demokratie-Muskel stärken – Zusammen für das Gemeinwohl!
Training mit Christian Felber & Roman Huber
38489 Beetzendorf
11
SEP
2026
Den Demokratie-Muskel stärken
Live-Online-Training in Echtzeit mit Grit Bümann, Roman Huber, Christian Felber
online
22
OKT
2026
csrTAG 2026 – Nachhaltigkeit als Wirtschaftsfaktor
R³essourcen. R³esilienz. R³entabilität. - Ticketverkauf gestartet
A-6236 Alpbach
Alle Veranstaltungen...
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Sport & Freizeit, Reisen

Hinaus in die Wildnis!
Christoph Quarchs Blick auf die junge Kulturgeschichte von Naturschutz und Naturtourismus
Lassen Sie sich begeistern von einem Buch, das Hoffnung macht.
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Die AnStifter – Eine Welt. Viele Wege. Der Podcast von Engagement Global

Hiroshima und Nagasaki: Der Mahnruf des missachteten Gewissens

Das nachhaltigste Gebäude steht schon

Hitzegipfel jetzt!

36 Grad und es wird immer heißer...

Erneute Extremhitze: Verbände fordern Hitzegipfel

Hitze gefährdet die Trinkwasserversorgung

Mehr Präsenz für Innovationen und eine nachhaltige Zukunft!

B.A.U.M. Insights
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • 66 seconds for the future
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • WWF Deutschland
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • SUSTAYNR GmbH
  • Engagement Global gGmbH
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • ZamWirken e.V.
  • NOW Partners Foundation
  • TÜV SÜD Akademie
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig