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„Arbeitswelten – Ideen für eine bessere Zukunft“

18. Münchner Wissenschaftstage vom 10. bis 13. November

Mehr über die Zukunft der Arbeit berichtet forum ausführlich in der kommenden Doppelausgabe 2/3 2018. Jetzt vorbestellen!
Wie verändert sich unsere Arbeit? Da sind einerseits die Roboter und die Künstliche Intelligenz, die uns künftig bei unserer alltäglichen Arbeit unterstützen werden. Andererseits bereiten uns die neuen Techniken aber auch Sorgen: Übernehmen Maschinen, die autonom und ohne Menschen miteinander kommunizieren, bald unsere Arbeit? Wie viele und welche Arbeitsplätze sind durch Industrie 4.0 und Arbeit 4.0 in Gefahr? Was ändert sich durch die neue digital vernetzte Arbeit? 
 
Digitalisierung im Pflegedienst - wie verändert sich dadurch der Arbeitsplatz? © Klinikum der Universität MünchenAuch die 18. Münchner Wissenschaftstage vom 10. bis 13. November stehen unter dem Motto „Arbeitswelten – Ideen für eine bessere Zukunft". Auf den Wissenschaftstagen präsentieren Spitzenforscher ihre Arbeit und mehr als 300 Expertinnen und Experten stehen bereit für den Dialog zwischen Wissenschaft und Bürgern. Die Wissenschaftler setzen sich mit den Triebkräften auseinander, die unsere Arbeitswelt verändern. Dabei erläutern sie, wie reaktionsschnelle Roboter die Menschen bei der Arbeit oder im täglichen Leben wirkungsvoll unterstützen können. Industrieroboter am Fließband oder Staubsauger, die allein kreuz und quer durch die Wohnung sausen, gibt es schon lange. Doch mittels künstlicher Intelligenz sollen die Roboter individuell mit ihrer Umwelt agieren. Vernetzte Logistik und autonome Maschinen werden zum Einsatz kommen. Das bringt bei gefährlichen Arbeitsplätzen oder Aufgaben, die niemand mehr machen möchte, sicher Vorteile mit sich. Aber sind auch andere Arbeitsplätze in Gefahr? Man muss wohl davon ausgehen, dass intelligente Roboter Routinetätigkeiten effizienter ausführen werden. Andererseits werden neue Berufe geschaffen.

Im besten Fall gibt Arbeit dem Leben einen Sinn und trägt zum Glücklichsein bei. Arbeit kann aber auch Depressionen oder Burnout auslösen. Besonders die Arbeit 4.0 mit ihren neuen Kommunikationsformen und Mobilitätserwartungen kann positive und negative Folgen haben. Denn gerade auch die schnell fortschreitende Digitalisierung mit ihrer permanenten Forderung nach Erreichbarkeit kann die Psyche extrem belasten. Die Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer muss sich ändern. Arbeitnehmer benötigen mehr Wissen zu Resilienz, Stressprävention und Stressbewältigungsmaßnahmen.
 
Unsere Wirtschaft ist auf grenzenloses Wachstum und Gewinnmaximierung ausgelegt. Soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit bleiben dabei durchaus auf der Strecke. Aber wie groß ist die gesellschaftliche Akzeptanz von Wirtschaftsmodellen, die nicht mehr die Gewinnmaximierung ins Zentrum stellen?

Die Wissenschaftler erläutern auch Fragen zur sozialen Sicherung in der Zukunft. Sind unsere Sicherungssysteme dem raschen Wandel der Arbeitswelt gewachsen? Sie gehen der Frage nach, ob jüngere Menschen tatsächlich produktiver sind als ältere. Ist die Furcht vor einem Renten- und Pflegenotstand gerechtfertigt? Schon jetzt haben benachteiligte Menschen Schwierigkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt einen Job zu finden. Prognosen gehen davon aus, dass durch Digitalisierung und Automatisierung vor allem gering qualifizierte Arbeitsplätze verloren gehen. Sozial-integrative Projekte sollen diese Menschen wieder in Arbeit bringen.

Roboter Rollin' Justin - welche Jobs werden in Zukunft von Robotern ersetzt? © DLR (CC-BY 3.0)Unter dem Motto „Ganze Arbeit!" erforschen Kinder ab 8 Jahren anhand von verschiedenen Berufsbildern, wie sich Arbeit in jüngster Vergangenheit verändert hat und wie sie sich aktuell immer weiter verändert. Wie werden Kleider hergestellt, wie Häuser gebaut? Müssen Menschen überhaupt noch arbeiten? Können das Maschinen übernehmen? In der Zukunftswerkstatt entstehen Roboter, Maschinen und Netzwerke, die diese Veränderungen aus der Sicht der Kinder veranschaulichen. In der Zeitungswerkstatt stellen die Kinder Artikel auf der Grundlage von Umfragen und Recherche zusammen. Auch dabei geht es um die Bedeutung von Arbeit. Wer hat Arbeit? Wer hat keine? Und darum, wer welche Arbeit macht – heute und in Zukunft. Die Workshops im Kinder-Kunst-Labor in der Alten Kongresshalle ermöglichen den Kindern einen leichten Einstieg in die Fragestellungen. Über die Dauer der gesamten Teilnahme entscheiden die Kinder selbst. Die Fragestellungen beziehen sich auf die Lebenserfahrung der Kinder und zielen auf phantasiereiche, spielerische Lösungs- und Gestaltungsansätze. 

Die Kapazitäten einiger Räume, Führungen und Workshops sind begrenzt; deshalb benötigen manche Angebote eine Anmeldung. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenfrei. Das vollständige Programm, weitere Informationen, Anmeldekontakte und Kennzeichnung freier bzw. ausgebuchter Angebote finden Sie unter: www.muenchner-wissenschaftstage.de.

Kontakt: Münchner Wissenschaftstage e.V.
info@muenchner-wissenschaftstage.de | www.muenchner-wissenschaftstage.de



     
        
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