Monika Griefahn mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Ehrung für vielfältiges Engagement

Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies hatte es schwer als Laudator: „Man kann nicht alle Verdienste von Monika Griefahn auflisten, sondern nur Schlaglichter setzen", erklärte er während der Feierstunde zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Dr. Monika Griefahn im Saal des Freilichtmuseums Kiekeberg am vergangenen Freitag. Sie sei seit Greenpeace-Zeiten immer eine Aktivistin geblieben und habe es nie hinnehmen können, wenn es hieß „das geht nicht". 

Die mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnete Dr. Monika Griefahn (Mitte) mit (v.l.) Prof. Dr. Maximilian Gege, der Griefahn für das Verdienstkreuz vorgeschlagen hatte, der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Finanzen und Weggefährtin Bettina Hagedorn, dem Laudatoren und niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies und Landrat Rainer Rempe. Foto: Frank OssenbrinkIhr Engagement für die deutsch-französische-Jugendarbeit war ihr wichtig, wofür sie im Jahr 2002 mit dem Orden „Ritter der französischen Ehrenlegion" ausgezeichnet wurde. Während ihrer Greenpeace-Zeit konnte sie gut provozieren und Kampagnen vorbereiten. Später war sie als erste Frau Mitglied im internationalen Vorstand von Greenpeace. Ministerpräsident Gerhard Schröder holte sie als Umweltministerin nach Hannover. „Der beste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht", an diese Forderung von Monika Griefahn erinnerte sich Olaf Lies besonders. „Das war der erste Schritt hin zum Kreislaufwirtschaftsgesetz." 

Nach acht Jahren in Hannover ging sie für zehn Jahre als Bundestagsabgeordnete nach Berlin, wo sie sich zur Überraschung aller ganz anderen Themen widmete: Kultur und Medien. Heute arbeitet sie daran, die Kreuzfahrt umweltfreundlicher zu gestalten.

Der „Alternative Nobelpreis" ist für sie ein ganz wichtiges Arbeitsgebiet. Seit 1986 schon ist sie Mitglied im Komitee, das die Preisträger auswählt, seit zwei Jahren Vorsitzende der Stiftung Right Livelihood Award.
 
Andere Wegbegleiter hoben Monika Griefahn  immer wieder als „inspirierend für andere" hervor; sie sei eine konsequent arbeitende Powerfrau, egal was sie mache, hieß es. Prof. Dr. Maximilian Gege, geschäftsführender Vorstand von B.A.U.M. e.V., hatte Monika Griefahn für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen: „Man braucht Visionen, die man konsequent umsetzen will. Vieles braucht Zeit, siehe Atomausstieg, für den sich Monika Griefahn immer eingesetzt hat. Sie hat eine unglaubliche Leidenschaft für Themen und bringt Sachverstand und Engagement zusammen." 

Der Landrat des Landkreises Harburg Rainer Rempe hatte die Aufgabe, Monika Griefahn im Namen des Bundespräsidenten das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, kurz Bundesverdienstkreuz genannt, zu überreichen. Er erinnerte daran, dass die Geehrte im Jahr 2001 den Arbeitskreis „Gesicht zeigen gegen Rechts" im Landkreis Harburg gemeinsam mit einem großen Unterstützerkreis ins Leben gerufen hatte, der sich für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit einsetzt. Auch die „Schule mit Courage" habe sie mit ins Leben gerufen. 

Ihr kulturelles Engagement im Landkreis Harburg, so der Landrat, zeige sich vielfältig, nicht nur für den Förderverein des Freilichtmuseums Kiekeberg, wo die Feier zur Verleihung des Ordens stattfand. Auch die Spendenaktion zur Schaffung eines Wohnheims für Beeinträchtigte in Wennerstorf habe sie ins Leben gerufen. „Monika Griefahn zeigt in vielen Bereichen großes bürgerschaftliches Engagement. Sie hat Verantwortung gelebt und war damit ein großes Beispiel für viele andere Menschen", hob Landrat Rempe hervor.

Kontakt: Monika Griefahn GmbH institut für medien umwelt kultur
buero@griefahn.de | www.institut-muk.de



     
        
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