Umwelt | Biodiversität, 10.07.2018
Artenvielfalt erhalten
Wirtschaft, Imker und Agrar kooperieren
Knapp 5 Hektar umfasst die entstandene „Blumenwiese" in Illerrieden, einem kleinen Ort im Alb-Donau-Kreis. Ermöglicht wurde dies durch ein gemeinsames Vorgehen der Hermann BANTLEON GmbH, dem ansässigen Landwirt Thomas Gaissmayer und Imker Georg Biberacher.
Der Hermann BANTLEON GmbH, Ulmer Schmierstoffspezialist feiert in diesem Jahr 100-jähriges Bestehen. Bereits letztes Jahr hat sich das Unternehmen entschlossen eigene Bienenvölker aufzubauen, als nachhaltiges Projekt. Einer Investition in die Zukunft. Die Völker stehen auf dem Areal des in Illerrieden ansässigen Ulmer Golfclubs und werden durch professionelle Hand regelmäßig gehegt und gepflegt. Honig wird genau nur 1 Mal im Jahr geerntet und nur so viel entnommen, dass den Bienen selbst genug zum Überwintern bleibt. Bereits seit vielen Jahren wird der drastische Rückgang der Bienenvölker diskutiert, wobei seit 2013 eine Trendwende zu erkennen ist. Der einst von Albert Einstein getätigte Satz, dass der Mensch genau noch vier Jahre lebt, nachdem die letzte Biene verschwunden ist wurde mittlerweile durch Studien auf zwölf Jahre verifiziert, immerhin. Der Erhalt von Bienen ist deshalb sehr wichtig, gleichwohl jedoch die Schaffung von Flächen zur Bestäubung, oder einfach ausgedrückt Futter für die Bienen; Lebensräume für die breite Insektenwelt. Die industrielle Landwirtschaft läßt zunehmend Blumenwiesen verschwinden und Monokulturen entstehen, Artenvielfalt und Diversität gehen zunehmend verloren. Das ist ein Problem für Bienen, ebenso der artverwandten Insektenwelt. Den Landwirten fehlt oftmals der Anreiz, Agrarflächen für Blühflächen bereitzustellen. Es ist schlichtweg lukrativer, Energiepflanzen wie z.B. Biogasmais anzubauen, trotz kleiner Fördermittel für bestimmte Blumenmischungen. Der Arbeitsaufwand für die Schaffung, bzw. den Erhalt ist minimal, es besteht kein Risiko durch Unwetter und Hagel, zusätzlich werden dem Boden Düngemittel und sonstige Pestizide erspart. Es lohnt sich also in vielerlei Hinsicht doch!
Das Dreigestirn BANTLEON, Gaissmayer und Biberacher hat sich gemeinsam beschlossen, eigeninitiativ und in Kooperation tätig zu werden, gemeinsam ein Zeichen zu setzen. Das Projekt soll keine Eintagsfliege bleiben, sondern sukzessive wachsen und Motivation zum Mitmachen darstellen. Auf knapp 5 Hektar Land blühen derzeit Ringelblume, Kornblume, Dill, Koriander, Phazelie, Borretsch, Persischer Klee u.v.m. Das Ganze ist nicht nur nützlich und nachhaltig, sondern sieht auch noch schön aus. Entlang den Flurstücken liefern Schilder auf sehr einfache und verständliche Art interessante und hilfreiche Informationen zu Flora, Fauna, Insekten und Bienenprodukten. Ein kleiner ökologischer Lehrpfad. Mittlerweile wurden auch Flächen des Golfclubs mit entsprechendem Saatgut bewirtschaftet.
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