Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt:
„Wir machen weiter!“- Ein Jahr Praktikum PLUS Direkteinstieg
- Bundesagentur für Arbeit (BA), Deutsche Post DHL Group, Henkel und Telekom ziehen positive Bilanz aus Pilotprojekt zur Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen
- Wertvolle Erfahrungen aus bislang einmaligem Kooperationsprojekt deutscher Konzerne
- Mehrstufenmodell zur Integration wird fortgesetzt und anderen Unternehmen empfohlen
- Flüchtlinge, Führungskräfte und Teams berichten von hoher Zufriedenheit mit dem Programm und Zuversicht in Bezug auf eine langfristige Arbeitsmarktintegration
Vor einem Jahr stellten die Bundesagentur für Arbeit (BA), Deutsche Post DHL Group, Henkel und die Telekom das gemeinsame Pilotprojekt „Praktikum PLUS Direkteinstieg" zur langfristigen Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt vor.
Zusätzlich zu den bereits angebotenen Integrationsmöglichkeiten über Praktika und Ausbildungsplätze bieten sie knapp 100 Flüchtlingen die Möglichkeit, über ein mehrstufiges Praktikum in eine zweijährige Anstellung zu wechseln. Der Vorteil: Nach einer sechsmonatigen Kennenlern- und Einarbeitungsphase übernehmen die Flüchtlinge feste Arbeitsaufgaben, Verantwortung und Aufgaben wachsen stufenweise an. Das lässt unter anderem Raum für noch nicht abgeschlossene Sprach- und Integrationskurse. Dieses Modell kommt vor allem Flüchtlingen zugute, die aufgrund besonderer Lebensumstände, fehlender Nachweise über die berufliche Qualifikation oder (noch) nicht abgeschlossener Deutschkurse nur schwer einen Zugang zum Arbeitsmarkt gefunden hätten. Bei der Vermittlung und Förderung geeigneter Kandidaten hat die BA unterstützt.
Mittlerweile sind fast alle derzeitigen Teilnehmer in die befristete Anstellungsphase gewechselt. Die Erfahrungen aus dem Pilotprojekt beurteilen alle Teilnehmer als wertvoll – sie beinhalten gleichermaßen Chancen wie Herausforderungen.
In der Rekrutierungsphase zeigte sich, dass standardisierte Einstellungsverfahren, die auf Effizienz ausgelegt sind, für diese Zielgruppe nur sehr eingeschränkt funktionieren. Stattdessen muss beachtet werden, dass nur wenig einschlägige Berufserfahrung oder Nachweise vorhanden sind und dass zudem jeder Bewerber in seiner Lebenssituation individuell betrachtet werden muss, um ihn bestmöglich unterstützen zu können. Das gilt für administrative Abstimmungen mit Behörden wie für zusätzliche Sprachförderungsmaßnahmen. Die Wohnsitzauflage hat sich im Einstellungsverfahren als Hürde erwiesen, da es sich um ein bundesweites Programm handelt und die Bewerber nicht immer den Standorten zugewiesen wurden, an denen die Stellen angeboten werden konnten.
Kontakt:
- Bundesagentur für Arbeit, Pressestelle Zentrale, Frauke Wille
frauke.wille@arbeitsagentur.de, zentrale.presse@arbeitsagentur.de - Deutsche Post DHL Group, Media Relations, Christina Müschen
pressestelle@dpdhl.com - Deutsche Telekom AG, Corporate Communications
medien@telekom.de - Henkel AG & Co. KGaA, Corporate Media Relations, Hanna Philipps
hanna.philipps@henkel.com
Quelle: Deutsche Telekom AG
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