Mit Tourismus die Wirtschaft in Entwicklungsländern stärken

EZ-Scout im DRV fördert Kooperation mit der Entwicklungszusammenarbeit

Mit dem sogenannten EZ-Scout startet jetzt eine gemeinsame Initiative von Reisebranche und Bundesregierung, um die Potenziale der Entwicklungsarbeit im Rahmen des Tourismus weiter voranzutreiben. Hierzu entsendet die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) nun einen Experten für Entwicklungszusammenarbeit (EZ), den EZ-Scout, an den Deutschen ReiseVerband (DRV). Mit Danica Hüsken steht ab sofort im DRV eine Ansprechpartnerin und fachkundige Beraterin mit entwicklungspolitischem Know-how für die hiesige Tourismuswirtschaft zur Verfügung. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit wird insbesondere der Tourismus in und nach Tunesien sein.

Sanfter Tourismus kann einen Beitrag zur Entwicklungszusammenarbeit leisten. © Reisen mit Sinnen
„Der Tourismus und damit unsere Industrie trägt maßgeblich zur positiven wirtschaftlichen Entwicklung und politischen Stabilisierung in den Zielgebieten bei", erläutert Norbert Fiebig, Präsident des DRV, auf dem FVW-Kongress am heutigen Dienstag, 19. September, in Köln. „Der EZ-Scout soll gemeinsam mit uns und der Branche konkrete Projekte entwickeln, Förderinstrumente bereitstellen und Kontakte zu politischen Entscheidern und internationalen Organisationen vermitteln. Dabei gilt der Grundsatz: Entwicklungspolitik ist Strukturpolitik. Nur so können wir das Potenzial der Länder mithilfe partnerschaftlicher Zusammenarbeit zur Entfaltung bringen – im besten Sinne aller Beteiligten."

„In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern ist der Tourismussektor eine der zentralen Säulen der lokalen Wirtschaft", stellt Dr. Bernhard von der Haar, Leiter des EZ-Scout-Programms, fest. „Eine florierende Tourismuswirtschaft schafft Arbeit und Einkommen, fördert den Zugang zu Bildung und gibt den dort lebenden Menschen eine wirtschaftliche Perspektive. Wir freuen uns, mit dem Deutschen ReiseVerband einen weiteren wichtigen Partner des EZ-Scout-Programms begrüßen zu dürfen, der als einer der führenden Verbände zentrale Akteure aus dem Reise- und Tourismussektor vertritt. Gemeinsam können wir einen wichtigen Beitrag leisten – für eine nachhaltige Tourismuswirtschaft, für die Stabilisierung fragiler Staaten und für eine Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen."

Danica Hüsken bringt umfangreiche Erfahrungen aus der Touristik mit in ihre neue Funktion. Zuletzt war sie als Entwicklungshelferin im GIZ-Programm ProEcon zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung in Mosambik tätig. Als entwicklungspolitische Expertin, die im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) an den DRV entsandt ist, berät sie zu Kooperationsmöglichkeiten zwischen Tourismusbranche und Entwicklungszusammenarbeit, liefert Informationen und vermittelt Kontakte. Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit bilden die Länder Nordafrikas, insbesondere Tunesien. Nach Jahren boomenden Tourismus verzeichnen diese Zielgebiete infolge der angespannten Sicherheitslage und der politisch instabilen Situation nun einen starken Gästerückgang, der Arbeitslosigkeit und politische Instabilität weiter verschärft. Ein gemeinsames Vorgehen von Bundesregierung, Reisebranche und Akteuren vor Ort kann dieser Abwärtsspirale entgegenwirken.
 
Kontakt: Deutscher Reiseverband | www.drv.de

Lifestyle | Sport & Freizeit, Reisen, 27.09.2017

     
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