66 seconds for the future - forum zeigt Zukunftsgestalter:innen und Nachhaltigkeitspionier:innen

Der soziale Aspekt beim nachhaltigen Bauen

Ein behagliches Zuhause

Gebäude sind keine kurzlebigen Verbrauchsgüter. Sie werden heute gebaut und anschließend über Jahrzehnte hinweg bewohnt und genutzt. Bei der Nachhaltig­keitsbetrachtung spielt deshalb der gesamte Lebenszyklus des Bauwerks – von der Planung bis zum Abbruch – eine Rolle. Dazu zählt auch der optimierte Einsatz von Baumaterialien und Bauprodukten. Doch welche Faktoren gehören zur sozialen ­Dimension des nachhaltigen Bauens?

Wohnkomfort und gesundes Raumklima
Eine gute Wärmedämmung erhöht die Wohnbehaglichkeit, emissionsarme Dämmstoffe verbessern die Raumluftqualität.Wir alle brauchen einen Ort, wo wir uns sicher, geborgen und wohlfühlen. In der Gebäudeplanung müssen deshalb nicht nur die Anforderungen an Energieeffizienz erfüllt, sondern auch in Einklang mit Wohnkomfort und einem gesunden Raumklima gebracht werden. Ob wir uns in den ­eigenen vier Wänden wohl fühlen, hängt von vielen Faktoren ab. Wohnkomfort bedeutet angenehme Raumtemperaturen im Winter wie im Sommer. Dabei verhindert ein guter Wärmeschutz, dass Wände und Boden stark abkühlen. Gedämmte Dächer und Fassaden sorgen dafür, dass im Winter die Wärme nach innen abgegeben wird und im Sommer die Hitze draußen bleibt – so dass wir in einem angenehmen Wohn- und Arbeitsumfeld leben können. Die Verwendung emissions- und schadstoffarmer Baustoffe ist dabei ein wichtiger Faktor für die Qualität der Raumluft.

Sicherheit bei Planung und Auswahl
Umweltzeichen wie z. B. das „pure life-­Siegel" sorgen für mehr Sicherheit bei der Planung und bringen Licht in die Angebotsvielfalt an Dämmstoffen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Dämmstoff natürlich oder synthetisch, sondern ob ein Produkt gesundheitlich unbedenklich ist. Dämmstoffe aus PU-Hartschaum sind nachweislich emissionsarm und fördern gute Raumluftqualität. Die Grundlage für die jährliche Überwachung und Prüfung der Dämmprodukte wie auch die Vergabe des pure life Umweltzeichens wurde vom Fraunhofer-Institut für Holzforschung – bekannt unter dem Namen Wilhelm-Klauditz-Institut (WKI) – erarbeitet. Die strenge Überwachung der Dämmstoffe umfasst zwei Stufen:
  1. Unabhängige Institute entnehmen jedes Jahr Dämmstoffe, die vom WKI geprüft und zertifiziert werden.
  2. Die Herstellung der Dämmstoffprodukte wird durch unabhängige Institute regelmäßig überwacht. 
Weitere Informationen zu den Anforderungen für das Umweltzeichen pure life und zur Zertifizierung der PU-Dämmprodukte auf www.uegpu.de/pure-life
Download des Ratgebers „pure life" auf www.purelife-info.de

Dieser Artikel ist in forum Nachhaltig Wirtschaften 01/2017 - And the winner is... erschienen.



     
        
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