Zukunft gestalten:

67 nachhaltige Projekte ausgezeichnet

67 Projekte, die die Welt gerechter, ökologischer und sozialer machen, hat der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) mit dem Qualitätssiegel „Projekt Nachhaltigkeit 2017" ausgezeichnet. Mit dem Siegel macht der RNE Initiativen aus der Gesellschaft sichtbar, die einen besonderen Beitrag für die nachhaltige Entwicklung Deutschlands und der Welt leisten. Über 240 Projekte hatten sich beworben, die Gewinner – unter ihnen auch zwei Bewerbungen aus Finnland sowie ein Projekt aus Österreich - wurden von einer Jury aus Mitgliedern des RNE und Vertretern der Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) ermittelt. 

Foto: Taten für Morgen„Wir sind begeistert, mit welchem Engagement und welcher Innovationskraft sich Menschen weltweit für eine nachhaltige Zukunft einsetzen", erklärt Marlehn Thieme, Vorsitzende des RNE und Mitglied der Jury. „Es ist die Aufgabe der gesamten Gesellschaft, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erreichen. Die ausgezeichneten Projekte sind großartige Beispiele dafür, wie jede und jeder einen Beitrag leisten kann." 

Vier Projekten wurde zusätzlich der Titel „Transformationsprojekt" verliehen. Die Transformationsprojekte sind langfristig angelegt und zeigen ein besonders großes Potenzial, die Welt nachhaltiger zu gestalten: 

  • Im Reallabor 131:KIT findet Stadt entwickeln und erproben Wissenschaftler und Bürger gemeinsam Konzepte für ein nachhaltiges Stadtteilleben – entstanden sind bislang unter anderem Pflanzentauschbörsen, Quartierspaziergänge und ein Energieberatungsbüro. 

  • Das Vernetzungsprojekt Umwelt macht Schule schreibt einen grenzüberschreitenden Schülerwettbewerb für Jugendliche aus Osteuropa und Zentralasien aus, der auf Umweltprobleme im eigenen Umfeld aufmerksam macht. Bei einer internationalen Umweltjugendkonferenz  in Berlin stellen die besten Teams ihre Ideen vor. 

  • Beim Sukuma Award werden Spotideen von Bürgern zum Motto „Du kaufst mehr als du denkst" prämiert und dann mit Filmprofis umgesetzt. Nicht nur die Beteiligten werden zum Nachdenken über den eigenen Konsum angeregt, die Filme werden zum Beispiel auch in Kinos gezeigt. 

  • Im BioMentoren-Netzwerk haben sich 21 Gastronomen zusammengeschlossen, die sich ehrenamtlich für eine nachhaltige Gastronomie einsetzen und ihr Wissen und Engagement zum Beispiel als Referenten oder über Informationsmaterial weitergeben.

„Projekt Nachhaltigkeit" löst den Wettbewerb „Werkstatt N" ab, der seit 2011 jedes Jahr ausgelobt wurde. Im Zentrum des neuen Qualitätssiegels steht der Beitrag der Projekte zu den Nachhaltigkeitszielen. Darüber hinaus prüfte die Jury die Bewerbungen in Hinblick auf die Originalität der Ansätze und ihre Wirkung und Reichweite. Alle prämierten Projekte werden auf dem tatenfuermorgen-Portal www.tatenfuermorgen.de vorgestellt, über das sich Engagierte auch vernetzen können.

 
Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde erstmals im April 2001 von der damaligen Bundesregierung berufen. Dem Rat gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an. Die Aufgaben des Rates sind die Entwicklung von Beiträgen für die Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, die Benennung von konkreten Handlungsfeldern und Projekten sowie Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen. In der Wahl seiner Themen und Aktionsformen ist der Rat unabhängig. Ergebnisse aus der laufenden Arbeit sind zum Beispiel der Deutsche Nachhaltigkeitskodex, Stellungnahmen zum Regierungsentwurf der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, zu den Globalen Nachhaltigkeitszielen, zur Klimapolitik, zur Rohstoffpolitik und zur fiskalischen Nachhaltigkeit, zum Ökolandbau, die zivilgesellschaftlichen Initiativen von Projekt Nachhaltigkeit, der Strategiedialog zur nachhaltigen Stadtentwicklung mit Oberbürgermeistern, die Impulse Jugendlicher und junger Erwachsener zur kommunalen Nachhaltigkeit und zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik sowie Beiträge zur „Green Economy".  Mehr unter www.nachhaltigkeitsrat.de 



     
        
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