740 Anmeldungen:

Zweiter Onlinekurs zur Energieversorgung kleiner Inselstaaten gestartet

Zum zweiten Mal hat das Forschungs- und Transferzentrum FTZ-ALS der HAW Hamburg einen Onlinekurs gestartet. Er ist Teil des EU-Projekts L3EAP.

Der erste Kurs war sehr erfolgreich. Jetzt gibt es eine zweite Auflage. Mehr als 740 Teilnehmer aus 117 Ländern haben sich bislang eingeschrieben, um mehr über nachhaltige Energieerzeugung für kleine Inselentwicklungsstaaten zu erfahren und sich in einer einzigartigen globalen Lerncommunity auszutauschen. In Kooperation mit den Universitäten von Fidschi und Mauritius, und unterstützt durch die Hamburg Open Online University (HOOU), hat die HAW Hamburg einen kostenlosen Onlinekurs entwickelt, der die nachhaltige Energiegewinnung auf kleinen Inselstaaten vorantreiben soll.

Stürme und ein ansteigender Meeresspiegel infolge der Erderwärmung bedrohen besonders kleine Inselstaaten in ihrer sozio-ökonomischen Entwicklung. An wenigen Orten der Welt wird die Wichtigkeit nachhaltiger Energiegewinnung so deutlich wie dort. Auch aus ökonomischen Gesichtspunkten: Häufig beruht die Energieversorgung auf teurem Erdöl. In Kooperation mit den Universitäten von Fidschi und Mauritius, und unterstützt durch die Hamburg Open Online University hat die HAW Hamburg deshalb einen kostenlosen Onlinekurs entwickelt, der in 2017 zum zweiten Mal stattfindet.

Foto: Logo L3EAP, HAW-HamburgInternationale Dozenten sind am innovativen Selbstlernkurs beteiligt, bspw. Dr Dinesh Surroop, University of Mauritius, Dr Anirudh Singh, University of the South Pacific, Fiji, Dr Kalim Shah, Indiana University, USA, sowie Prof Bernd Delakowitz, Hochschule Zittau/Görlitz. Unterstützt von der Hamburg Open Online University (HOOU) wird der Kurs von Franziska Curran, University of Queensland, Australien und Franziska Wolf, HAW Hamburg, moderiert.

"Der Megatrend Digitalisierung verändert das Lernen und führt zur Entwicklung ganz neuer interaktiver Lernangebote", ist Wolf überzeugt. "Heute ist interaktives und kollaboratives, problembasiertes Lernen gefragt, und viele Zusammenhänge lassen sich nur interdisziplinär umfassend erklären."

Die nachhaltige Energieerzeugung auf kleinen Inseln ist für Wolf ein Thema, das alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit berührt:  "Wie entwickeln wir dafür Lösungen, die ökonomisch, ökologisch und zugleich sozial verträglich sind?"

Ziel des Onlinekurses ist es, konventionelle Energiesysteme zu hinterfragen und gleichzeitig eigene Lösungen für bezahlbare, verlässliche Energien aus nachhaltigen Quellen zu entwickeln. Fachleute, Studierende und Energieinteressierte können sich ab dem 9. Januar 2017 sieben Wochen lang in dem englischsprachigen Lernprogramm schulen und weltweit fachlich austauschen. Kostenlose Anmeldung unter http://e-learning.project-l3eap.eu/. Ein späterer Einstieg ist möglich.

„Lifelong Learning for Energy Security, Access and Efficiency in African and Pacific Small Island Developing States (L3EAP)”, so lautet der vollständige Name des EU-Projekts, in dem der Onlinekurs „Sustainable Energy for Small Island Developing States (SIDS)” stattfindet (www.project-l3eap.eu). Anhand von Beispielen aus Mauritius und Fidschi lernen die Teilnehmer/innen, wie man die Erzeugung und den Umgang mit Energie analysiert, hinterfragt und zwischen den einzelnen Staaten vergleicht. Zentrales Anliegen des Lernkurses ist eine Sensibilisierung für den interdisziplinären Charakter des Themas Energie und die Vermittlung von Praxiswissen für konkrete Projektentwicklungen. Als Lernmaterial stehen 20 kurze Lernvideos von Experten der Kooperationspartner, Lernhandbücher, interaktive Quellen, Tests und Diskussionsforen bereit.

Um auch Interessierten der betroffenen Inselstaaten die Teilnahme an dem Kurs zu ermöglichen, wurde der Kurs ausschließlich für eine Onlinenutzung konzipiert. Zielgruppen des EU-Projekts L3EAP sind Energie-Fachleute, die ein konkretes Projekt in einem Inselstaat planen, sowie Studierende verschiedener Fachrichtungen (speziell der Ingenieurswissenschaften, Umweltwissenschaften, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften). Über diese Zielgruppen hinaus ist der Kurs für alle geöffnet, die Kurssprache ist Englisch. Die Inhalte des Onlinekurses können als Open Educational Resources (OER) wiederverwendet, weitergegeben, verbessert und von Hochschulen und anderen Institutionen auf der ganzen Welt genutzt werden.

Der Kurs ist Teil einer Kooperation des Forschungs- und Transferzentrum „Applications of Life Sciences" (FTZ-ALS) der HAW Hamburg mit der Universität Mauritius, der Universität für den Südpazifik Fidschi sowie der Hamburg Open Online University (HOOU). Gefördert wird das Projekt L3EAP von der Europäischen Union. Für den ersten Pilotkurs, der von Juli bis September 2016 lief, meldeten sich über 1.000 Teilnehmer aus insgesamt 92 Ländern an. (Autorin: Franziska Wolf)

Kontakt: Franziska Wolf, HAW Hamburg | franziska.wolf@haw-hamburg.de | www.haw-hamburg.de


Technik | Energie, 01.02.2017
     
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