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„Nachhaltigkeit ist Managementaufgabe“

"Allem voran braucht es das Commitment der Geschäftsführung."

Foto: B.Wylezich@fotolia.de


Im Blue-Competence-Interview spricht Dr. Holger Hoppe, Leiter Nachhaltigkeitsmanagement der Linde Material Handling GmbH, über Strategie und Maßnahmen des Unternehmens.

Wer steuert Nachhaltigkeit in Ihrem Unternehmen?
Hoppe
: Aus unserer Sicht sind Nachhaltigkeitskriterien in allen Geschäftsaktivitäten entlang der Wertschöpfungskette relevant. Entsprechend liegt die übergreifende Verantwortung für das Thema bei der Geschäftsführung. Entscheidungen über Managementsysteme, Kennzahlen oder Ziele werden in einem Steuerungskreis mit der Geschäftsführung getroffen. Darin vertreten sind die Handlungsfeldverantwortlichen sowie die Nachhaltigkeitsbeauftragten in den Vertriebsregionen. Als Leiter Nachhaltigkeitsmanagement koordiniere ich die Arbeit des Steuerungskreises.

„Allem voran braucht es das Commitment der Geschäftsführung."
Dr. Holger Hoppe
  

Welche konkreten Maßnahmen haben Sie bereits umgesetzt?
Hoppe
: Im ersten Schritt haben wir ein Managementsystem eingeführt, insbesondere auch, um unsere bisherigen Nachhaltigkeitsaktivitäten besser erfassen und steuern zu können. Grundlage hierfür war die Festlegung der Handlungsfelder, die für uns und unsere Stakeholder wichtig sind. Dafür müssen wir wissen: Welche Erwartungen werden von außen an uns gestellt und welche Risiken und Chancen ergeben sich für uns aus Herausforderungen wie Klimawandel oder Demografie? Das wiederum war die Basis für die Bestandsaufnahme aller relevanten Kennzahlen und Indikatoren – zusammengefasst in unserem ersten Nachhaltigkeitsbericht.

Und wie gehen Sie dabei vor?
Hoppe
: Ausgehend von der Bestandsaufnahme haben wir für jedes unserer 14 Handlungsfelder – wie guter Arbeitgeber, Arbeitssicherheit, Klimaschutz – ein Programm festgelegt, in dem Ziele, Zuständigkeiten, Maßnahmen und Zeitplan definiert sind. Aufgabe der Verantwortlichen ist es, die Programme in der Organisation umzusetzen, unterstützt durch das Netzwerk der Nachhaltigkeitskoordinatoren in den Ländern und Fachbereichen. Daneben wollen wir verstärkt die Mitarbeiter ansprechen, um das Bewusstsein für Nachhaltigkeitsaspekte im Arbeitsalltag zu stärken und so beispielsweise den Verbrauch von Energie und Papier zu verringern.

Was ist aus Ihrer Sicht notwendig, um eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie sinnvoll im Unternehmen zu verankern?
Hoppe
: Allem voran braucht es das Commitment der Geschäftsführung. Zudem sollten die Maßnahmen des Nachhaltigkeitsmanagements in die Prozesse der einzelnen Funktionen integriert werden, es gilt, ein unternehmensweites Netzwerk aufzubauen und – ganz besonders wichtig – intern und extern für Transparenz und damit für ein gemeinsames Verständnis zu sorgen. Letztlich gilt hier auch wie bei jeder Strategieumsetzung: Was man nicht messen kann, kann man auch nicht steuern. Insofern ist unsere Reporting-Lösung eine wesentliche Säule für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie bie Linde.

Herr Hoppe, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

Kontakt: VDMA, Judith Herzog-Kuballa | judith.herzog@vdma.org


Quelle: VDMA-Nachhaltigkeitsinitiative-Blue-Competence

Wirtschaft | CSR & Strategie, 18.01.2017
     
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