10. Internationaler Cradle to Cradle Congress 2026

Europas Öko-Bauern zeigen Brüssel die Rote Karte

Forderung des Abbruchs der Verhandlungen über eine Revision der EU-Öko-Verordnung

Europäische Biobauern zeigen den Verhandlungen die rote Karte. Foto: Naturland
Europas Öko-Bauern fordern einen Abbruch der Verhandlungen über eine Revision der EU-Öko-Verordnung. Was derzeit in Brüssel auf dem Tisch liegt, bringt keinerlei Verbesserung gegenüber der bisher gültigen Verordnung, sondern bedroht die wirtschaftliche Existenz vieler Öko-Betriebe in Europa wie auch von Kleinbauern in den Entwicklungsländern. In einer am Freitag in München verabschiedeten gemeinsamen Erklärung fordern deshalb insgesamt 18 Öko-Verbände aus 15 europäischen Ländern die EU-Kommission, das EU-Parlament und den EU-Ministerrat auf, die bevorstehenden Trilog-Verhandlungen abzubrechen und die Revision zu kippen.
 
„Statt weiter zu versuchen, das sinkende Schiff der Revision noch irgendwie zu reparieren, sollten die Verhandlungspartner endlich anerkennen, dass schon die Pläne, nach denen dieses Schiff gebaut wurde, in sich fehlerhaft waren", heißt es in der Erklärung der 18 Organisationen, die gemeinsam mehr als 50.000 europäische Öko-Bäuerinnen und Öko-Bauern repräsentieren. Auf Einladung der beiden größten deutschen Öko-Verbände Bioland und Naturland hatten die Organisationen bei einer zweitägigen Konferenz nahe München intensiv über den aktuellen Stand der Revisionsverhandlungen diskutiert.
 
Hintergrund:
Nach fast drei Jahren Verhandlungen über ein neues EU-Öko-Recht wollen Kommission, Parlament und Ministerrat bis zum Jahresende zu einem Abschluss kommen – und das, obwohl bei fast allen strittigen Punkten bis heute kein Durchbruch gelungen ist.
 
So liegt aktuell auch wieder der fatale Vorschlag vor, dass Öko-Bauern künftig für Kontaminationen mit Pestiziden verantwortlich gemacht werden sollen, die gar nicht sie selbst, sondern ihre konventionell wirtschaftenden Feldnachbarn einsetzen. Solche Kontaminationen durch Abdrift lassen sich aber trotz aller Sorgfalt nicht vollständig vermeiden. Dafür nun aber die Öko-Bauern verantwortlich zu machen, würde das Verursacherprinzip auf den Kopf stellen und die ökologische Landwirtschaft vielerorts schlicht unmöglich machen.
 
 
Kontakt: Naturland e.V. | naturland@naturland.de | www.naturland.de


     
        
Cover des aktuellen Hefts

Frau Reiche – es reicht!

forum 03/2026

  • Resilienz
  • Klimafinanzierung
  • Wald
  • Startups
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
28
AUG
2026
Neues Amt Altona - Eröffnungswochenende mit naa-Festival
Erster genossenschaftlich organisierter Co-Working-Neubau Hamburgs
22767 Hamburg
23
SEP
2026
BootCamp Impact Business Design
Zertifizierter Impact Business Design Master
Berlin
06
OKT
2026
Zertifizierter ESG Reporting Professional
Fit für CSRD, ESRS & Co. – ESG-Reporting souverän meistern
Online-Lehrgang in vier Modulen
Alle Veranstaltungen...
Zertifizierter ESG Reporting Professional. Fit für CSRS & Co. - ESG-Reporting souverän meistern.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Naturschutz

Wer an die Sonnenfinsternis glaubt, kann den Klimawandel nicht leugnen
Christoph Quarchs Überlegungen zur Sonnenfinsternis am 12. August
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Ab Oktober: Zirkuläres Wirtschaften und Sustainability Reporting & Accounting

Leistung mit gutem Gewissen: Was nachhaltige Supplements leisten können

Deutsche Umwelthilfe fordert Aufnahme von Klimaanpassung und Naturschutz ins Grundgesetz und Korrektur klima- und naturschädlicher Gesetze

Erntebericht für Baden-Württemberg: Nicht Diesel und Dünger subventionieren, sondern Klimaanpassung

Zieldebatten beenden, Führungsanspruch beim Klima-Thema in konkrete Beschlüsse übersetzen

Digital vernetzt vom Wald bis zum Gebäude

#demokratierelevant

Mertesdorf prüft Nahwärmeversorgung aus Abwasser

B.A.U.M. Insights
  • Engagement Global gGmbH
  • WWF Deutschland
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • NOW Partners Foundation
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • TÜV SÜD Akademie
  • SUSTAYNR GmbH
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • 66 seconds for the future
  • ZamWirken e.V.
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen